Stimmt es, dass in Stuttgart eine Standseilbahn zum Waldfriedhof fährt?

Stimmt es, dass …?

„Einsteigen zum Waldfriedhof: Hier zieht ein Seil zwei alte Holzwagen den Hang hinauf.“

Stimmt es, dass in Stuttgart eine Standseilbahn zum Waldfriedhof fährt?

→ Ein Bahn-Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Das stimmt: In Stuttgart fährt seit 1929 eine Standseilbahn hinauf zum Waldfriedhof. Wegen ihrer vielen Trauergäste trägt sie Spitznamen wie Erbschleicher-Express.

Im Süden von Stuttgart liegt ein großer Waldfriedhof.

Hinauf zu seiner Höhe führt eine ungewöhnliche Bahn.

Sie fährt auf Schienen mitten durch den Wald.

Standseilbahn Stuttgart Bergstation
Foto: Dr. Seuthberg, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1929

30. Oktober

Eröffnung der Standseilbahn

536 m

Länge

Strecke hinauf zum Waldfriedhof

2

Holzwagen

historische Wagen aus Teakholz

Die Bahn ist heute als Linie 20 Teil des Stuttgarter Nahverkehrs.

Was der Mythos behauptet

Der Mythos sagt, in Stuttgart fahre eine Standseilbahn zu einem Friedhof.

Gemeint ist der große Waldfriedhof im Süden der Stadt.

Eine Seilbahn als Weg zum Grab klingt zunächst ungewöhnlich.

Doch genau das gibt es in Stuttgart wirklich.

Und die Bahn fährt schon seit vielen Jahrzehnten.

Standseilbahn Stuttgart Mitte
Foto: Dr. Seuthberg, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eine Bahn von 1929

Die Stuttgarter Standseilbahn wurde am 30. Oktober 1929 eröffnet.

Gebaut wurde sie von der Maschinenfabrik Esslingen.

Sie verbindet den Südheimer Platz mit dem Waldfriedhof.

Dazwischen gibt es keinen weiteren Halt.

Die Strecke ist nur 536 Meter lang.

Für die kurze Fahrt braucht die Bahn etwa vier Minuten.

Gut zu wissen

Die Stuttgarter Standseilbahn fährt mit zwei historischen Holzwagen von 1929, deren Aufbau aus Teak- und Mahagoniholz besteht.

Im Liniennetz der Stuttgarter Straßenbahnen trägt sie die Nummer 20 und lässt sich mit einem normalen Fahrschein nutzen.

Hinauf zum Waldfriedhof

Der Waldfriedhof liegt auf der Höhe von Degerloch.

Zu Fuß wäre der steile Anstieg beschwerlich.

Die Standseilbahn bringt die Besucher bequem nach oben.

Sie fährt mitten durch ein Waldstück.

So wird der Weg zum Grab zu einer ruhigen Fahrt.

Die spöttischen Namen

Die Bahn hat im Lauf der Zeit mehrere Spitznamen bekommen.

Dazu zählen Namen wie Erbschleicher-Express und Witwen-Express.

Auch von der Lustige-Witwen-Bahn ist die Rede.

Die Namen spielen augenzwinkernd auf die Fahrgäste zum Friedhof an.

Trauergäste und Hinterbliebene nutzen die Bahn besonders oft.

Der Volksmund nimmt das mit Humor.

Zwei hölzerne Wagen

Die Bahn fährt bis heute mit zwei alten Holzwagen.

Ihre Außenseite besteht aus Teakholz.

Im Inneren ist edles Mahagoni verbaut.

Jeder Wagen bietet Platz für mehrere Dutzend Fahrgäste.

Die Ausstattung versetzt Reisende in die Zeit um 1930.

Technik der Standseilbahn

Zwei Wagen hängen an einem gemeinsamen Seil.

Fährt der eine bergauf, rollt der andere bergab.

So gleichen sich die Gewichte weitgehend aus.

Die größte Steigung beträgt rund 282 Promille.

Die Bahn fährt dabei gemächlich mit etwa elf Stundenkilometern.

Teil des Nahverkehrs

Die Standseilbahn gehört den Stuttgarter Straßenbahnen.

Im Liniennetz trägt sie die Nummer 20.

Man kann sie mit einem normalen Nahverkehrsticket nutzen.

Nach einer Erneuerung fährt sie seit 2004 wieder planmäßig.

Damit ist sie ein echtes Verkehrsmittel, kein bloßes Museum.

Denkmal und Sehenswürdigkeit

Die Anlage und ihre Wagen stehen unter Schutz.

Sie gilt als technisches Denkmal.

Im Jahr 2006 erhielt sie eine besondere Auszeichnung im Denkmalschutz.

Für viele ist die Fahrt ein kleines Erlebnis.

Auch Touristen steigen gern einmal ein.

Das Fazit

Die Behauptung stimmt: In Stuttgart fährt eine Standseilbahn zum Waldfriedhof.

Sie ist seit 1929 in Betrieb.

Ihre Spitznamen spielen auf die Fahrgäste zum Friedhof an.

Bis heute fährt sie mit historischen Holzwagen.

Damit ist sie eine der ungewöhnlichsten Bahnen Deutschlands.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Fährt in Stuttgart wirklich eine Standseilbahn zum Friedhof?
Ja, seit 1929 fährt eine Standseilbahn vom Südheimer Platz hinauf zum Waldfriedhof.
Woher kommen die Spitznamen?
Namen wie Erbschleicher-Express spielen scherzhaft auf die vielen Fahrgäste zum Friedhof an.
Wie alt sind die Wagen?
Die beiden Holzwagen stammen aus dem Eröffnungsjahr 1929 und bestehen aus Teak- und Mahagoniholz.
Kann man mit einem normalen Ticket mitfahren?
Ja, die Bahn ist als Linie 20 Teil des öffentlichen Nahverkehrs.
Wie lang ist die Strecke?
Sie misst nur 536 Meter und wird in etwa vier Minuten zurückgelegt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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