Zahlen, bitte!
„Endstation Attersee, bitte zum Dampfer am Landungsplatz umsteigen.“
Wie lang ist die Atterseebahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Atterseebahn misst heute 13,4 Kilometer vom Attersee bis nach Vöcklamarkt. Ihre ursprüngliche Baulänge betrug 15,3 Kilometer.
Die Atterseebahn bringt seit über hundert Jahren Reisende vom Attersee zur großen Westbahn.
Sie gehört zu den traditionsreichen Lokalbahnen in Oberösterreich.
Ihre Länge hat sich im Lauf der Zeit verändert, was sie zu einem spannenden Zahlenfall macht.

Die wichtigsten Zahlen
13,4 km
heutige Länge
Attersee–Vöcklamarkt
15,3 km
ursprüngliche Baulänge
von 1913
1913
Eröffnung
am 14. Jänner
Von der ursprünglichen Baulänge werden heute noch gut dreizehn Kilometer befahren.
Die Zahl im Überblick
Die Atterseebahn ist nach den Angaben der Wikipedia heute 13,4 Kilometer lang.
Sie verbindet den Ort Attersee am gleichnamigen See mit dem Bahnhof Vöcklamarkt.
Dort trifft sie auf die Westbahnstrecke von Wien über Linz nach Salzburg.
Damit ist sie eine klassische Zubringerbahn zwischen See und Hauptstrecke.

Baulänge und heutige Länge
Ursprünglich wurde die Strecke mit einer Baulänge von 15,3 Kilometern angelegt.
Von dieser Baulänge werden heute noch 13,388 Kilometer befahren.
Der Unterschied erklärt sich aus Abschnitten, die nicht mehr im regulären Betrieb stehen.
So zeigt die Bahn gleich zwei Zahlen, die beide ihren Platz in ihrer Geschichte haben.
Gut zu wissen
Die Atterseebahn hieß bis 2019 Attergaubahn und wird von Stern & Hafferl betrieben.
Sie ist meterspurig, fährt mit 750 Volt Gleichspannung und verbindet den Attersee mit der Westbahn.
Vom Attersee zur Westbahn
Die Strecke beginnt am Attersee, einem der größten Seen Österreichs.
Von dort führt sie durch den Attergau in Richtung Vöcklamarkt.
Am Endpunkt besteht Anschluss an die Fernzüge der Westbahn.
So wird der See bequem an das überregionale Schienennetz angebunden.
Meterspur und 750 Volt
Die Atterseebahn ist eine meterspurige elektrische Lokalbahn.
Sie wird mit 750 Volt Gleichspannung betrieben.
Diese Technik ist typisch für viele regionale Bahnen im Alpenvorland.
Sie erlaubt einen wirtschaftlichen Betrieb auch auf einer kurzen Strecke.
Eröffnung im Jahr 1913
Am 14. Jänner 1913 nahm die Lokalbahn ihren Betrieb auf.
Zuvor war am 6. April 1912 die nötige Konzession erteilt worden.
Der Bau diente vor allem dazu, die Orte des Attergaus ans Schienennetz anzubinden.
Seither ist die Bahn ein fester Teil des Lebens in der Region.
Das Seegleis zum Landungsplatz
Am 7. Juni 1913 wurde das Seegleis zum Landungsplatz in Attersee eröffnet.
Dort war ein direktes Umsteigen zwischen der Attersee-Schifffahrt und der Lokalbahn möglich.
Reisende konnten so nahtlos von der Bahn aufs Schiff wechseln.
Diese Verbindung war für den Ausflugsverkehr besonders wertvoll.
Vom Attergau zum Attersee
Bis zum Jahr 2019 trug die Bahn den Namen Attergaubahn.
Seither wird sie offiziell als Atterseebahn bezeichnet.
Der neue Name rückt das Reiseziel am See stärker in den Vordergrund.
Die frühere Bezeichnung ist vielen Fahrgästen aber bis heute vertraut.
Stern & Hafferl als Eigentümer
Die Lokalbahn-Aktiengesellschaft gehört zu 75,9 Prozent der Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft.
Weitere 10,5 Prozent hält das Land Oberösterreich über seine Verkehrsholding.
Den Rest teilen sich andere Anteilseigner.
Stern & Hafferl betreibt in Oberösterreich mehrere solcher Regionalbahnen.
Bedeutung für den Tourismus
Weil die Strecke die Westbahn mit dem Attersee verbindet, hat sie große Bedeutung für den Fremdenverkehr.
Schon um 1900 herrschte am See ein reger Besucherandrang.
Die Bahn half, diese Gäste bequem an ihr Ziel zu bringen.
Bis heute profitiert die Region vom einfachen Zugang über die Schiene.
Ein früher Trajektverkehr
Bereits vor dem Ersten Weltkrieg gab es einen Trajektverkehr über den See.
Dabei wurden Wagen per Schiff nach Weyregg am anderen Ufer übergesetzt.
Solche Lösungen zeigen, wie erfinderisch die frühen Bahnbetreiber waren.
Der See war damit nicht nur Ziel, sondern auch Teil des Verkehrswegs.
Was die Länge bedeutet
Mit gut dreizehn Kilometern ist die Atterseebahn eine typische kurze Lokalbahn.
Ihre Stärke liegt nicht in der Länge, sondern in der Verbindung zweier Welten.
Sie koppelt den stillen Seeort an das schnelle Netz der Westbahn.
So macht eine kurze Strecke die weite Reise überhaupt erst bequem.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
