Zahlen, bitte!
„Einsteigen bitte: 61,7 Kilometer von Thusis hinauf nach St. Moritz.“
Wie lang ist die Albulabahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Albulabahn der Rhätischen Bahn ist rund 61,7 Kilometer lang und führt von Thusis nach St. Moritz. Auf dieser kurzen Strecke überwindet sie mehr als tausend Höhenmeter.
Die Albulabahn gehört zu den berühmtesten Gebirgsstrecken der Alpen.
Sie verbindet das Bündner Dorf Thusis mit dem Nobelort St. Moritz.
Auf ihrem Weg nach oben windet sie sich durch Tunnel, über Viadukte und enge Kehren.

Die wichtigsten Zahlen
61,7 km
Länge der Strecke
Thusis – St. Moritz
1903/04
Eröffnung
seit 2008 Welterbe
5866 m
Länge des Albulatunnels
Scheitel der Strecke
Auf 61,7 Kilometern klettert die Bahn von Thusis bis hinauf nach St. Moritz.
Von Thusis nach St. Moritz
Die Albulabahn misst von Thusis bis St. Moritz rund 61,7 Kilometer.
Sie ist ein Herzstück der Rhätischen Bahn im Schweizer Kanton Graubünden.
Trotz der eher kurzen Strecke zählt sie zu den bekanntesten Bahnlinien der Welt.
Grund dafür ist der kühne Weg, den die Gleise durch das Gebirge nehmen.

Mehr als tausend Höhenmeter
In Thusis beginnt die Strecke auf knapp 700 Metern über dem Meer.
Am höchsten Punkt im Albulatunnel liegt sie bei rund 1820 Metern.
Zwischen Start und Scheitel liegen also mehr als tausend Höhenmeter.
Diese Steigung meistert die Bahn ganz ohne Zahnstange, allein über die Reibung der Räder.
Gut zu wissen
Die Längenangabe von rund 61,7 Kilometern bezieht sich auf die Strecke Thusis–St. Moritz nach Angaben der Wikipedia.
Die Höhen- und Bauwerksangaben können je nach Messpunkt leicht abweichen.
Die stärkste Steigung
Auf dem steilsten Abschnitt steigt die Strecke um 35 Promille an.
Das bedeutet 35 Meter Höhengewinn auf 1000 Meter Fahrweg.
Für eine reine Adhäsionsbahn ist das außergewöhnlich steil.
Damit die Steigung nicht noch größer wird, legten die Ingenieure die Strecke in weite Schleifen.
Kehrtunnel und Schleifen
Zwischen Bergün und Preda gewinnt die Bahn auf wenigen Kilometern besonders viel Höhe.
Dafür fädelt sie sich durch mehrere Kehrtunnel, in denen sich die Strecke im Berg dreht.
Von außen sieht man die Gleise dabei in verschiedenen Höhen übereinander liegen.
Dieser Streckenabschnitt gilt als Meisterwerk des Bahnbaus.
Der Albulatunnel
Den Scheitel der Strecke bildet der Albulatunnel mit rund 5866 Metern Länge.
Er durchsticht den Alpenkamm zwischen dem Albulatal und dem Engadin.
Der ursprüngliche Tunnel wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegraben.
Später kam ein neuer Tunnel daneben hinzu, der den alten als Sicherheitsstollen nutzt.
Viadukte über die Täler
Auf ihren 61,7 Kilometern überquert die Albulabahn zahlreiche Brücken und Viadukte.
Insgesamt sind es 55 Brücken und 39 Tunnel entlang der Strecke.
Das bekannteste Bauwerk ist der Landwasserviadukt mit seiner geschwungenen Form.
Er führt die Gleise direkt aus einer Felswand heraus über das Tal.
Meterspur statt Normalspur
Die Albulabahn fährt auf Meterspur, also mit einem Meter Abstand zwischen den Schienen.
Dieses schmale Gleis lässt sich leichter durch enge Täler und Kurven führen.
Viele Gebirgsbahnen setzen deshalb auf die schmalere Spurweite.
Für die Fahrgäste bleibt davon im Wagen kaum etwas spürbar.
Eröffnung vor über hundert Jahren
Der erste Abschnitt von Thusis nach Celerina ging am 1. Juli 1903 in Betrieb.
Ein Jahr später, 1904, folgte die Verlängerung bis St. Moritz.
Damit war die anspruchsvolle Gebirgsstrecke in nur wenigen Jahren vollendet.
Seitdem fahren hier Züge über eine der eindrucksvollsten Strecken der Alpen.
Ein Weltkulturerbe
Seit 2008 gehört die Albulabahn zum Welterbe der Unesco.
Gemeinsam mit der benachbarten Berninabahn trägt sie diesen Titel.
Ausgezeichnet wurde vor allem das Zusammenspiel von Technik und Landschaft.
Die Strecke zeigt, wie man eine Bahn behutsam in die Berge baut.
Der Glacier Express fährt mit
Über Teile der Albulabahn rollt auch der bekannte Glacier Express.
Er verbindet St. Moritz mit Zermatt und gilt als einer der langsamsten Schnellzüge der Welt.
Die gemächliche Fahrt lässt den Fahrgästen Zeit für die Aussicht.
Gerade der Albula-Abschnitt zählt dabei zu den Höhepunkten der Reise.
Warum die 61,7 Kilometer besonders sind
Auf dieser kurzen Strecke steckt mehr Technik als auf mancher langen Flachlandbahn.
Jeder Kilometer wurde dem Gebirge mühsam abgerungen.
Tunnel, Viadukte und Kehren machen die Fahrt zu einem Erlebnis.
So ist die Albulabahn ein Beispiel dafür, dass es nicht auf die Länge allein ankommt.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
