Zahlen, bitte!
„Gleich wird es dunkel: 6824 Meter unter der Erde bei Knittlingen.“
Wie lang ist der Freudensteintunnel?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Freudensteintunnel ist 6824 Meter lang. Damit ist er der längste Eisenbahntunnel der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart.
Die Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart war eine der ersten für hohes Tempo gebauten Strecken in Deutschland.
Auf ihrem Weg quert sie den Kraichgau mit seinen sanften Hügeln.
Der längste Tunnel dieser Strecke ist der Freudensteintunnel mit 6824 Metern.

Die wichtigsten Zahlen
6824 m
Länge
längster Tunnel der Strecke
ab 1987
Baubeginn
bei Knittlingen
1991
Eröffnung der Strecke
Mannheim–Stuttgart
Der Tunnel reicht von Streckenkilometer 62,086 bis 68,910.
Die Kernzahl: 6824 Meter
Der Freudensteintunnel ist nach Angaben von Wikipedia 6824 Meter lang.
Das sind fast sieben Kilometer unter der Erde.
Ein ICE legt diese Strecke in rund anderthalb Minuten zurück.
Der Tunnel reicht vom Streckenkilometer 62,086 bis 68,910.
Damit ist er der längste Tunnel der ganzen Strecke.
Die Zahl stammt aus der technischen Beschreibung des Bauwerks.

Woher der Name kommt
Der Tunnel unterquert etwa in seiner Mitte den Ort Freudenstein.
Freudenstein ist ein Ortsteil der Gemeinde Knittlingen.
Nach diesem Ort trägt das Bauwerk seinen Namen.
So ist schon am Namen zu erkennen, wo der Tunnel liegt.
Viele Tunnel der Bahn sind nach dem Berg oder Ort über ihnen benannt.
Das macht die Orientierung auf der Strecke leichter.
Gut zu wissen
Der Freudensteintunnel trägt ausschließlich die Eisenbahn der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart.
Er gilt als der geologisch und hydrologisch anspruchsvollste Tunnel dieser Strecke.
Der schwierigste Tunnel der Strecke
Der Freudensteintunnel gilt als geologisch und hydrologisch schwierigster Tunnel der Strecke.
Das bedeutet, dass Gestein und Wasser im Untergrund besonders heikel waren.
Im Kraichgau gibt es Schichten, die Wasser führen und quellen können.
Solcher Baugrund macht den Vortrieb langsam und teuer.
Die Ingenieure mussten den Tunnel darum besonders sorgfältig abdichten.
Diese Schwierigkeiten sind in Fachtexten ausführlich beschrieben.
Teil einer Pionierstrecke
Die Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart ging 1991 in Betrieb.
Sie war neben der Strecke Hannover–Würzburg die erste ihrer Art in Deutschland.
Auf ihr fahren Züge mit bis zu 280 Kilometern pro Stunde.
Viele Tunnel und Brücken halten die Linie gerade und flach.
Der Freudensteintunnel ist das längste dieser unterirdischen Bauwerke.
Ohne ihn müsste die Strecke den Höhenzug umfahren.
Warum ein Tunnel statt einer Umfahrung
Schnelle Züge mögen keine engen Kurven.
Ein Höhenzug zwingt eine oberirdische Strecke zu Umwegen.
Ein Tunnel führt dagegen schnurgerade durch den Berg.
So bleibt das Tempo hoch und der Weg kurz.
Das spart Fahrzeit auf jeder einzelnen Fahrt.
Darum entschied man sich für den langen Tunnel.
Wie ein Tunnel entsteht
Für den Bau wird das Gestein Meter für Meter gelöst.
Anschließend sichert man die Röhre mit Beton.
Im schwierigen Baugrund des Kraichgaus war das besonders aufwendig.
Wasser musste abgeleitet und der Berg gestützt werden.
Der Baubeginn lag im Jahr 1987.
Bis zur Eröffnung der Strecke 1991 war der Tunnel fertig.
Sicherheit im langen Tunnel
Lange Tunnel brauchen durchdachte Sicherheitstechnik.
Dazu gehören Beleuchtung, Flucht- und Rettungswege.
Auch die Entwässerung ist wichtig, damit kein Wasser auf den Gleisen steht.
Die Technik wird regelmäßig geprüft und gewartet.
So bleibt die Fahrt durch den Berg sicher.
Für die Reisenden ist davon im Zug kaum etwas zu merken.
Fast sieben Kilometer im Dunkeln
6824 Meter sind für die Fahrgäste eine spürbare Strecke.
Draußen wird es schlagartig dunkel, drinnen bleibt das Licht an.
Die Ohren spüren manchmal den Druckwechsel.
Nach gut anderthalb Minuten wird es wieder hell.
Dann liegt der Kraichgau wieder vor den Fenstern.
So verbindet der Tunnel zwei Landschaften miteinander.
Zahlen im Vergleich
Mit 6824 Metern ist der Freudensteintunnel ein mittellanger Bahntunnel.
Die längsten Tunnel Deutschlands messen über zehn Kilometer.
Auf seiner Strecke ist er aber der klare Spitzenreiter.
Zum Vergleich: Ein ICE 1 ist nur gut 358 Meter lang.
Rund neunzehn solcher Züge passten hintereinander in den Tunnel.
So wird die Länge greifbar.
Der Kraichgau über dem Tunnel
Über dem Tunnel liegt der Kraichgau mit Feldern und Dörfern.
Die Menschen dort merken vom Verkehr unter der Erde wenig.
Weinberge und Obstwiesen prägen die Landschaft.
Mitten darunter führt die schnelle Bahn hindurch.
Der Tunnel schont so die Oberfläche.
Felder und Orte bleiben vom Gleis ungestört.
Pflege über Jahrzehnte
Seit 1991 ist der Tunnel in Betrieb.
In dieser Zeit wurde er mehrfach geprüft und gepflegt.
Besonders die Abdichtung gegen Wasser braucht Aufmerksamkeit.
Fachleute kontrollieren die Röhre nach festen Regeln.
Nur so bleibt ein Tunnel über Jahrzehnte sicher.
Der Freudensteintunnel steht deshalb unter ständiger Beobachtung.
Was die Zahl bedeutet
6824 Meter stehen für den Aufwand hinter einer schnellen Fahrt.
Jeder Meter wurde durch schwierigen Baugrund getrieben.
Die Zahl erzählt von Geologie, Technik und Ausdauer.
Für die Reisenden ist der Tunnel nur ein kurzer dunkler Moment.
Dahinter steckt jedoch jahrelange Arbeit.
So wird aus einer nüchternen Länge ein Stück Baugeschichte.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
