Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, dieser Zug fährt über eine Insel, auf der mehr Menschen leben als in ganz Europas größtem Land.“
Wie lang ist das Schienennetz Indonesiens?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Indonesien betreibt rund 7.000 Kilometer Strecke (Stand 2022), fast alles in schmaler Kapspur und vor allem auf den Inseln Java und Sumatra. Seit 2023 fährt zwischen Jakarta und Bandung der Whoosh, der erste Hochgeschwindigkeitszug Südostasiens.
Indonesien besteht aus Tausenden Inseln, aber seine Bahn lebt vor allem auf einer einzigen.
Das Netz ist für ein so großes Land überschaubar und dennoch stark befahren.
Und seit Kurzem fährt darauf der schnellste Zug der ganzen Region.

Die wichtigsten Zahlen
≈ 7.000 km
in Betrieb
Stand 2022, bis 8.260 km gesamt
1067 mm
Spurweite
Kapspur, schmaler als bei uns
≈ 621 km
elektrifiziert
vor allem rund um Jakarta
bis 350 km/h
Whoosh
seit 2023, erster Schnellzug der Region
Quellen: Wikipedia zum Schienenverkehr in Indonesien und zu Kereta Api Indonesia. Werte gerundet, Stand 2022.
Die kurze Antwort
Das indonesische Netz ist rund 7.000 Kilometer in Betrieb.
Zählt man alle je gebauten Strecken mit, kommt man auf gut 8.000 Kilometer.
Betrieben wird der Verkehr von der staatlichen Kereta Api Indonesia.

Was die Zahl genau meint
Die rund 7.000 Kilometer sind die Strecken, auf denen tatsächlich Züge fahren.
Viele ältere Linien wurden stillgelegt und sind in der größeren Zahl noch enthalten.
Die Bahn baut inzwischen wieder auf und reaktiviert alte Abschnitte.
Gut zu wissen
Der Whoosh ist der erste Hochgeschwindigkeitszug Südostasiens und fuhr 2023 als erster seiner Art in der Region.
Sein Name steht für die drei indonesischen Wörter für zeitsparend, optimal und zuverlässig.
Schmaler als bei uns
Fast das gesamte Netz liegt in Kapspur von 1067 Millimetern.
Das ist deutlich schmaler als die europäische Normalspur von 1435 Millimetern.
Die schmale Spur stammt noch aus der Zeit der niederländischen Kolonialherrschaft.
Ein Netz auf Inseln
Das meiste Netz liegt auf Java, dem Herzstück des Landes.
Auf Sumatra gibt es drei getrennte Netze, die nicht miteinander verbunden sind.
Die übrigen Inseln haben kaum oder gar keine Eisenbahn.
Warum alles auf Java
Java ist eine der am dichtesten besiedelten Gegenden der Welt.
Auf dieser einen Insel leben weit über 150 Millionen Menschen.
Deshalb konzentriert sich der Bahnverkehr fast vollständig dort.
Wie viel Strom im Netz steckt
Nur etwa 621 Kilometer des Netzes sind elektrifiziert.
Der Großteil davon entfällt auf die dichten Vorortbahnen rund um Jakarta.
Auf den übrigen Strecken fahren Dieselloks.
Der Whoosh
Seit 2023 verbindet der Whoosh die Hauptstadt Jakarta mit der Großstadt Bandung.
Auf der rund 142 Kilometer langen Strecke erreicht er bis zu 350 Kilometer pro Stunde.
Es ist der erste Hochgeschwindigkeitszug in ganz Südostasien.
Zwei Spurweiten im Land
Die neue Schnellstrecke liegt nicht in Kapspur, sondern in Normalspur von 1435 Millimetern.
Sie bildet damit ein eigenes System neben dem alten Netz.
Beide Welten treffen in den Großstädten aufeinander, fahren aber getrennt.
Wie alt das Netz ist
Die erste Strecke fuhr 1867 auf Java, von Semarang ins nahe Umland.
Sie entstand unter niederländischer Herrschaft, die das Netz über Jahrzehnte ausbaute.
Eine alte Waldbahn auf Java fährt bis heute mit Dampf für Touristen.
Wer die Züge fährt
Den klassischen Verkehr betreibt die staatliche Kereta Api Indonesia.
Die neue Schnellstrecke führt ein eigenes Unternehmen mit chinesischer Beteiligung.
Rund um Jakarta sorgt eine Tochtergesellschaft für die vollen Vorortzüge.
Im Vergleich mit Deutschland
Das deutsche Netz ist mit gut 33.000 Kilometern fast fünfmal so lang.
Indonesien verteilt seine Gleise dafür über ein riesiges Inselreich.
Auf Java jedoch ist das Netz so dicht befahren wie nur wenige weltweit.
Volle Züge rund um Jakarta
Die Vorortbahnen der Hauptstadt tragen täglich riesige Mengen an Pendlern.
Sie gehören zu den meistgenutzten Nahverkehrsbahnen der Welt.
Ohne sie käme der Verkehr in der Millionenstadt zum Erliegen.
Was die Zahl für Reisende heißt
Auf Java fährt man durch Reisfelder, an Vulkanen vorbei und durch alte Bahnhöfe.
Die klassischen Fernzüge sind gemütlich, pünktlich und beliebt.
Wer es eilig hat, nimmt seit 2023 den schnellen Whoosh.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Häufige Fragen
Wie lang ist das indonesische Schienennetz?
Welche Spurweite hat Indonesien?
Was ist der Whoosh?
Wo liegt das meiste Netz?
Wie viel ist elektrifiziert?
Weiterfahrt
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