Zahlen, bitte!
„Auf Gleis 1 fährt die älteste U-Bahn der Südhalbkugel — die Subte von Buenos Aires.“
Wie lang ist das Netz der Subte in Buenos Aires?
→ Ein U-Bahn-Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Subte in Buenos Aires ist mit 56,6 Kilometern Länge und 90 Stationen die U-Bahn der argentinischen Hauptstadt. Sie ging 1913 in Betrieb und war damit die erste U-Bahn Lateinamerikas und der gesamten Südhalbkugel.
Buenos Aires ist die Hauptstadt Argentiniens und eine der großen Metropolen Südamerikas.
Unter ihren Straßen fährt seit über hundert Jahren die Subte, die älteste U-Bahn der Südhalbkugel.
Ihr Name ist die Kurzform von Subterráneos, also Untergrundbahnen, und ihr Netz hat eine geschichtsträchtige Länge.

Die wichtigsten Zahlen
56,6 km
Länge des Netzes
sechs Linien
90
Stationen
vollständig unterirdisch
1913
Eröffnung
erste U-Bahn der Südhalbkugel
Das Netz besteht aus sechs Linien, die mit den Buchstaben A bis E sowie H bezeichnet sind.
Die Länge im Überblick
Das Netz der Subte ist zusammen 56,6 Kilometer lang.
Auf dieser Länge liegen 90 Stationen, die über die Innenstadt verteilt sind.
Sechs Linien teilen sich dieses vergleichsweise kompakte Netz.
Für eine Metropole von der Größe von Buenos Aires ist das eher knapp bemessen.

Sechs Linien mit Buchstaben
Die Linien der Subte tragen die Buchstaben A, B, C, D, E und H.
Zusätzlich sind sie mit Kennfarben markiert, die die Orientierung erleichtern.
Die Buchstaben stammen aus der Zeit der ersten Ausbauten des Netzes.
So lässt sich die Geschichte der Linien bis heute an ihren Namen ablesen.
Gut zu wissen
Die Subte fährt im Linksverkehr, was unter den U-Bahnen der Welt eher selten ist.
An vielen Umsteigebahnhöfen tragen die Bahnsteige verschiedener Linien unterschiedliche Namen.
Die erste U-Bahn der Südhalbkugel
Der erste Streckenabschnitt der Subte wurde 1913 eröffnet.
Damit war sie das erste derartige System in ganz Lateinamerika.
Zugleich war sie die erste U-Bahn der gesamten Südhalbkugel.
Buenos Aires war beim U-Bahn-Bau damit vielen europäischen Städten voraus.
Vollständig unter der Erde
Das Netz ist normalspurig und durchgehend zweigleisig ausgebaut.
Anders als viele andere Systeme verläuft es vollständig unterirdisch.
Es gibt also keine Hochbahnabschnitte an der Oberfläche.
Das macht die Subte zu einer echten Untergrundbahn im Wortsinn.
Fahren auf der linken Seite
Eine Besonderheit ist, dass alle Linien im Regelbetrieb links fahren.
In vielen anderen U-Bahnen der Welt gilt dagegen der Rechtsverkehr.
Der Linksverkehr geht auf die frühen Bauherren des Netzes zurück.
Für Reisende ist das ein überraschendes Detail unter der Erde.
Bahnhöfe mit vielen Namen
An Umsteigebahnhöfen tragen die Bahnsteige der einzelnen Linien oft unterschiedliche Namen.
Nur an wenigen Stellen heißen die Bahnsteige verschiedener Linien gleich.
Diese Eigenheit kann Reisende beim ersten Besuch leicht verwirren.
Pläne und Linienübersichten in den Wagen helfen beim Umsteigen weiter.
Warum das Netz klein blieb
In den ersten Jahrzehnten wurde das Netz rasch erweitert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg aber stagnierte der Ausbau über lange Zeit.
Erst in jüngerer Zeit kamen wieder neue Abschnitte hinzu.
Deshalb ist die Subte bis heute kürzer als viele jüngere Netze der Welt.
Hundert Jahre Geschichte
Seit 1913 ist die Subte ein fester Teil des Alltags in Buenos Aires.
Mehr als ein Jahrhundert lang hat sie Millionen Menschen befördert.
Ihre ältesten Linien gehören zu den traditionsreichsten der Welt.
Die Länge des Netzes erzählt so zugleich ein Stück Stadtgeschichte.
Die Subte im Vergleich
Mit 56,6 Kilometern ist die Subte deutlich kürzer als die großen Netze Europas.
Sie misst kaum ein Fünftel der Länge der Metro Madrid.
Dafür gehört sie zu den ältesten U-Bahnen der Welt überhaupt.
Alter und Länge gehen bei der Subte also getrennte Wege.
Was die Länge bedeutet
Ein kompaktes Netz von 56,6 Kilometern konzentriert sich auf das Zentrum.
Die Außenbezirke der riesigen Stadt werden eher von Vorortbahnen bedient.
Die Subte ist damit vor allem eine U-Bahn der Innenstadt.
Ihre Stärke liegt in der dichten Erschließung des alten Kerns.
Eine U-Bahn mit Pioniergeschichte
Die Subte war ein Vorreiter des unterirdischen Nahverkehrs in der Neuen Welt.
Ihre frühe Eröffnung 1913 machte Buenos Aires zur Pionierstadt.
Bis heute verbindet sie Tradition und Alltag unter der Stadt.
Die Zahlen zu Länge und Alter erzählen von diesem besonderen Rang.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
