Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: Prag, wo die Rolltreppen so lang sind, dass man ihr Ende kaum sieht.“
Wie lang ist das Netz der Prager Metro?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Netz der Prager Metro ist rund 65 Kilometer lang und besteht aus drei Linien mit 61 Stationen. Sie fährt seit 1974 und besitzt die tiefste U-Bahn-Station der Europäischen Union.
Prag gehört zu den schönsten Städten Europas, und unter dem alten Pflaster fährt eine moderne Metro.
Seit 1974 verbindet sie die Stadtteile tief unter der Moldau und den Hügeln.
Ihre Länge ist überschaubar, doch einige ihrer Zahlen sind europäische Rekorde.

Die wichtigsten Zahlen
≈ 65 km
drei Linien
A, B und C
61
Stationen
eine vierte Linie im Bau
1974
Eröffnung
am 9. Mai
≈ 1,55 Mio.
Fahrgäste täglich
Stand 2021
Die rund 65 Kilometer verteilen sich auf die drei Linien A, B und C; eine vierte Linie D befindet sich im Bau.
65 Kilometer unter Prag
Das Netz der Prager Metro misst rund 65 Kilometer.
Es verteilt sich auf drei Linien, die sich im Zentrum an drei großen Knoten kreuzen.
Fast die gesamte Strecke verläuft unter der Erde, oft sehr tief im Fels.
Für eine Stadt von der Größe Prags ist das ein kompaktes, aber leistungsfähiges Netz.

1974: Metro im alten Prag
Die erste Strecke, ein Stück der heutigen Linie C, wurde am 9. Mai 1974 eröffnet.
Prag war damals Hauptstadt der Tschechoslowakei, und die Metro galt als Prestigeprojekt.
Technik und Gestaltung der frühen Stationen trugen deutlich die Handschrift ihrer Zeit.
Bis heute erinnern manche Bahnhöfe mit ihren Metallverkleidungen an die 1970er-Jahre.
Gut zu wissen
Prag besitzt zusätzlich eines der größten Straßenbahnnetze Europas, das die Metro an der Oberfläche ergänzt.
Die tiefen Stationen der Metro waren im Kalten Krieg auch als Schutzräume gedacht.
Drei Linien in drei Farben
Das Netz besteht aus den Linien A, B und C, dargestellt in Grün, Gelb und Rot.
Jede Linie durchquert die Stadt in einer anderen Richtung.
An den drei Umsteigeknoten im Zentrum lässt sich bequem zwischen ihnen wechseln.
So erreicht man fast jedes Ziel mit höchstens einmal Umsteigen.
61 Stationen, tief im Untergrund
Insgesamt gibt es 61 Stationen.
Viele liegen ungewöhnlich tief, weil die Metro unter Fluss und Hügeln hindurchführt.
Die Station Náměstí Míru gilt als tiefste U-Bahn-Station der Europäischen Union.
Sie liegt rund 50 Meter unter der Oberfläche.
Die längsten Rolltreppen
Wegen der großen Tiefe braucht Prag besonders lange Rolltreppen.
Die Rolltreppe an der tiefsten Station zählt zu den längsten Europas.
Fast zwei Minuten dauert allein die Fahrt nach unten.
Von oben lässt sich das untere Ende kaum erkennen.
Rund 1,55 Millionen Fahrgäste
An einem Werktag nutzen etwa 1,55 Millionen Menschen die Metro (Stand 2021).
Für eine Stadt mit gut einer Million Einwohnern ist das eine sehr hohe Nutzung.
Viele Wege in Prag führen fast selbstverständlich über die Metro.
Sie ist das Rückgrat des gesamten Nahverkehrs der Stadt.
Eine vierte Linie entsteht
Derzeit baut Prag die neue Linie D.
Sie soll die erste vollautomatische, also fahrerlose Linie der Stadt werden.
Damit erschließt die Metro Stadtteile im Süden, die bisher nur per Bus erreichbar sind.
Nach der Eröffnung wird das Netz spürbar länger sein.
Das Hochwasser von 2002
Beim großen Moldau-Hochwasser im August 2002 liefen zahlreiche Stationen voll Wasser.
Teile des Netzes waren über Monate gesperrt.
Die Schäden gingen in die Milliarden und mussten mühsam beseitigt werden.
Seitdem wurden die Zugänge besser gegen Hochwasser geschützt.
Im Vergleich mit anderen Metros
Mit 65 Kilometern ist Prag etwas länger als die Metro Rom, aber kürzer als das Wiener Netz.
Innerhalb Mitteleuropas liegt es damit im soliden Mittelfeld.
Die ganz großen Längen erreichen nur Metropolen mit vielen Millionen Einwohnern.
Prag punktet weniger mit Länge als mit hoher Nutzung und großer Tiefe.
Was die Länge nicht zeigt
Die Kilometerzahl verrät nichts über die ungewöhnliche Tiefe der Stationen.
Auch das dichte Netz aus Straßenbahnen darüber bleibt in der Zahl verborgen.
Erst im Zusammenspiel von Metro und Tram ergibt sich Prags starker Nahverkehr.
Die Metro ist dabei die schnelle, tief liegende Achse.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Häufige Fragen
Wie lang ist das Netz der Prager Metro?
Wie viele Stationen hat die Prager Metro?
Seit wann fährt die Metro in Prag?
Was ist das Besondere an der Prager Metro?
Wie viele Menschen nutzen die Metro täglich?
Weiterfahrt
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