Zahlen, bitte!
„Bitte zurückbleiben: Singapurs MRT verbindet auf rund 240 Kilometern den ganzen Stadtstaat.“
Wie lang ist das Netz der Metro Singapur?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das U-Bahn-Netz von Singapur, das MRT, ist 2024 rund 240 Kilometer lang und besteht aus sechs Linien. Die erste Strecke wurde 1987 eröffnet.
Singapur ist ein kleiner Stadtstaat mit sehr vielen Menschen auf wenig Fläche.
Sein U-Bahn-Netz, das Mass Rapid Transit oder kurz MRT, trägt einen großen Teil des Verkehrs.
Wer nach seiner Länge fragt, landet bei einer runden, großen Zahl.

Die wichtigsten Zahlen
≈ 240 km
Netzlänge 2024
sechs Linien
1987
erste Strecke
North South Line
70 000
Fahrgäste je Stunde
pro Richtung möglich
Die allererste Teilstrecke war 1987 nur 6 Kilometer lang und hatte fünf Stationen.
Rund 240 Kilometer auf sechs Linien
Das MRT-Netz von Singapur umfasste im Jahr 2024 rund 240 Kilometer.
Diese Strecke verteilt sich auf sechs Linien.
Damit gehört das MRT zu den großen U-Bahn-Netzen in Südostasien.
Für einen Stadtstaat von der Größe einer Großstadt ist das sehr viel.

Der Beginn im Jahr 1987
Die erste Strecke, die heutige North South Line, wurde im November 1987 eröffnet.
Noch im selben Jahr folgte die East West Line.
Offiziell eröffnet wurde das MRT vom damaligen Premierminister Lee Kuan Yew.
Damit begann für Singapur das Zeitalter der schnellen Schiene.
Gut zu wissen
Das MRT in Singapur gilt als eines der modernsten U-Bahn-Systeme der Welt und ist eng mit Bussen und Stadtbahnen verknüpft.
Weil viele Linien ohne Fahrer auskommen, können die Betreiber den Takt sehr flexibel an den Andrang anpassen.
Von fünf Stationen zum großen Netz
Der allererste Abschnitt war nur sechs Kilometer lang und hatte fünf Stationen.
Von diesem kleinen Anfang wuchs das Netz über die Jahrzehnte stark an.
Schon früh war ein Netz von rund 67 Kilometern geplant.
Heute ist das MRT ein Vielfaches davon.
Sechs Linien quer durch den Stadtstaat
Zu den älteren Linien zählen die North South Line und die East West Line.
Später kamen unter anderem die North East Line und die Thomson-East Coast Line hinzu.
Jede Linie trägt eine eigene Farbe und ein eigenes Kürzel.
So finden sich auch ortsfremde Fahrgäste schnell zurecht.
Züge ganz ohne Fahrer
Die neueren Linien fahren vollautomatisch und ganz ohne Fahrer.
Die beiden ältesten Linien starteten dagegen noch mit Fahrpersonal.
Für die Steuerung sorgt eine Technik namens Communications-Based Train Control.
Die North East Line war ab 2003 eine der ersten fahrerlosen Linien.
Technik und Tempo
Im Mittel erreichen die Züge eine Geschwindigkeit von etwa 40 Kilometern pro Stunde.
Sie fahren auf der weltweit üblichen Normalspur.
Den Strom bekommen sie meist über eine seitliche Stromschiene mit 750 Volt Gleichspannung.
Dieses System gilt als zuverlässig und wartungsarm.
Wie viele Menschen mitfahren
Ein einzelner Zug kann rund 930 Fahrgäste aufnehmen.
In der Spitze lassen sich bis zu 70 000 Fahrgäste pro Stunde und Richtung befördern.
Diese hohe Kapazität ist für den vollen Stadtstaat entscheidend.
Zu den Stoßzeiten sind die Bahnsteige entsprechend gut gefüllt.
Auslastung in Echtzeit
Sensoren an den Zügen ermitteln laufend das Gewicht der Fahrgäste.
Daraus berechnet das System, wie voll die einzelnen Wagen sind.
Displays am Bahnsteig zeigen diese Auslastung vor der Einfahrt an.
So können sich Wartende auf die leereren Wagen verteilen.
Warum Singapur auf Schienen setzt
Singapur hat nur wenig Platz und sehr viele Einwohner.
Breite Straßen und große Parkplätze wären hier eine Verschwendung von Fläche.
Die Schiene bringt auf schmalem Raum sehr viele Menschen voran.
Deshalb baut der Stadtstaat sein MRT immer weiter aus.
Ein Netz, das weiter wächst
Neue Linien und Verlängerungen sind bereits in Bau oder in Planung.
Mit jeder Strecke rückt ein größerer Teil der Insel an die Schiene.
Die 240 Kilometer von 2024 sind daher nur eine Momentaufnahme.
In wenigen Jahren wird das Netz noch länger sein.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
