Ortstermin: Sofia Zentralbahnhof

Ortstermin

„Sofia Zentralbahnhof, Anschluss zur Metro, zur goldenen Kathedrale und ins Witoscha-Gebirge.“

Ortstermin: Sofia Zentralbahnhof

→ Ein Ortstermin in Bulgarien.

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Kurz gesagt

Der Zentralbahnhof von Sofia ging 1888 an der Strecke des Orient-Express in Betrieb und bekam 1974 sein heutiges Gebäude aus Beton. Von hier sind es nur wenige Minuten ins Zentrum der bulgarischen Hauptstadt am Fuß des Witoscha-Gebirges.

Wer in Sofia aus dem Zug steigt, kommt in der höchstgelegenen Hauptstadt des Balkans an.

Der Zentralbahnhof ist seit 1888 das Tor zur Stadt und war früh ein Halt auf dem Weg nach Istanbul.

Vom Bahnhof aus führt die Metro in wenigen Minuten mitten in das alte und das neue Sofia.

AlexanderNevskyCathedral Sofia 6
Foto: Plamen Agov, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof seit 1888

Der erste Bahnhof von Sofia wurde im August 1888 eröffnet.

Entworfen hatten ihn unter anderem die Architekten Adolf Václav Kolář und Bogdan Prošek.

Gebaut wurde das Empfangsgebäude zwischen 1882 und 1888.

Es entstand für die Strecke von Zaribrod über Sofia nach Wakarel.

Diese Linie gilt als die erste, die vollständig von bulgarischen Ingenieuren errichtet wurde.

Damit war der Bahnhof von Beginn an ein Zeichen für das noch junge, unabhängige Bulgarien.

Tram in Sofia in front of Central Railway Station 2012 PD 011
Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Orient-Express kam durch

Zur Eröffnung traf ein Zug aus London ein, der über Paris gekommen war.

Am nächsten Tag fuhr er über Plowdiw und Edirne weiter nach Istanbul.

Damit war die durchgehende Schienenverbindung von Westeuropa bis Istanbul vollendet.

Seither nutzte auch der berühmte Orient-Express diese Strecke durch Sofia.

Die Stadt wurde so zu einem wichtigen Halt zwischen Mitteleuropa und dem Bosporus.

Den Anschluss an das europäische Netz schaffte Bulgarien nur zehn Jahre nach seiner Unabhängigkeit.

Central Bus Station Sofia 2012 PD 03
Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der erste Bahnhof von Sofia wurde 1888 für die Strecke Zaribrod–Sofia–Wakarel eröffnet.

Das heutige Empfangsgebäude entstand 1971 bis 1974 im Stil des Brutalismus.

Sofia ist seit 1878 Hauptstadt Bulgariens und hat rund 1,2 Millionen Einwohner.

Mit 595 Metern Höhe ist Sofia die dritthöchste Hauptstadt Europas.

Ein Gebäude aus Beton

Das heutige Empfangsgebäude stammt aus den Jahren 1971 bis 1974.

Es wurde im Stil des Brutalismus aus Sichtbeton errichtet.

Den Entwurf lieferten die Architekten Olga Stantschewa, Snescha Daskalowa und Milan Dobrew.

Für den Neubau wurde der alte Bahnhof im Jahr 1974 abgetragen.

Die weite Halle mit ihren kräftigen Formen prägt bis heute den Eingang zur Stadt.

In späteren Jahren wurde das Gebäude mehrfach saniert und innen erneuert.

Central Railway Station Sofia 2012 PD 09
Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Knoten für den ganzen Balkan

Sofia ist der größte Eisenbahnknoten Bulgariens.

Von hier führen Strecken in alle Teile des Landes, von der Donau bis zum Schwarzen Meer.

Lange Zeit war die Stadt auch ein wichtiger Halt auf dem Weg zwischen Belgrad, Bukarest und Istanbul.

Internationale Züge verbanden Sofia unter anderem mit den Hauptstädten der Nachbarländer.

Direkt unter dem Bahnhof hält heute außerdem die Metro von Sofia.

So lassen sich Fernzug, Nahverkehr und U-Bahn an einem Ort verknüpfen.

Central Railway Station Sofia 2012 PD 15
Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Hauptstadt in den Bergen

Sofia ist seit 1878 die Hauptstadt Bulgariens.

In der Stadt leben heute rund 1,2 Millionen Menschen.

Mit 595 Metern über dem Meer ist sie die dritthöchste Hauptstadt Europas.

Nur Andorra la Vella und Madrid liegen noch höher.

Über der Stadt erhebt sich das bis zu 2290 Meter hohe Witoscha-Gebirge.

Es ist ein beliebtes Ausflugsziel und bildet die Kulisse für fast jeden Blick durch die Straßen.

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Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Vom römischen Serdica

Lange vor dem heutigen Namen hieß die Stadt Serdica.

Die Römer erhoben sie zum Municipium Ulpia Serdica.

Unter Kaiser Diokletian wurde sie Hauptstadt der Provinz Dacia mediterranea.

Aus dieser Zeit stammen Forum, Thermen und Tempel, deren Reste noch zu sehen sind.

Mitten im Zentrum liegen die freigelegten Ruinen des antiken Serdica heute offen zugänglich.

Auch warme Mineralquellen werden hier seit der Antike genutzt.

Central Bus Station Sofia 2012 PD 08 19
Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die goldene Kathedrale

Das bekannteste Bauwerk Sofias ist die Alexander-Newski-Kathedrale.

Sie wurde zwischen 1882 und 1912 im neubyzantinischen Stil errichtet.

Mit ihren vergoldeten Kuppeln gehört sie zu den größten orthodoxen Kathedralen der Welt.

Sie ist zugleich Sitz der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche.

Nicht weit entfernt steht die Rotunde des heiligen Georg.

Dieser runde Backsteinbau gilt als das älteste erhaltene Gebäude der Stadt.

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Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Entlang des Boulevards

Vom Zentrum führt der Witoscha-Boulevard als belebte Fußgängerzone zum Berg hin.

Zwischen Cafés und Geschäften reicht der Blick immer wieder auf das Gebirge.

Im Herzen der Stadt steht das Nationaltheater Iwan Wasow aus dem Jahr 1907.

Es ist das wichtigste Theater des Landes und ein beliebter Treffpunkt.

Rund um die großen Plätze drängen sich Museen, Kirchen und Regierungsgebäude.

Sofia zeigt so auf engem Raum viele Schichten seiner langen Geschichte.

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Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Sofia

Ankommen in Sofia heißt, in einer Stadt am Fuß eines Gebirges aus dem Zug zu steigen.

Vom Bahnhof sind es mit der Metro nur wenige Minuten bis ins Zentrum.

Dort warten die goldene Kathedrale, die antiken Ruinen und der lange Boulevard.

Wer mag, fährt mit der Bahn weiter an das Schwarze Meer oder in die Nachbarländer.

So verbindet der Bahnhof das moderne Bulgarien mit seiner Hauptstadt und dem Rest des Balkans.

Zwischen Beton und goldenen Kuppeln beginnt hier der Besuch von Sofia.

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Foto: Bin im Garten, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Wann wurde der Bahnhof Sofia eröffnet?
Der erste Bahnhof wurde im August 1888 eröffnet; das heutige Gebäude stammt aus den Jahren 1971 bis 1974.
Was hat der Orient-Express mit Sofia zu tun?
Mit der Eröffnung 1888 entstand die durchgehende Strecke von Westeuropa nach Istanbul, auf der auch der Orient-Express durch Sofia fuhr.
In welchem Stil ist das heutige Bahnhofsgebäude gebaut?
Es wurde zwischen 1971 und 1974 im Stil des Brutalismus aus Sichtbeton errichtet.
Wie kommt man vom Bahnhof ins Zentrum?
Direkt am Bahnhof hält die Metro, mit der das Zentrum in wenigen Minuten erreichbar ist.
Welche Sehenswürdigkeiten liegen nahe?
Im Zentrum liegen die Alexander-Newski-Kathedrale, die Ruinen des antiken Serdica, die Rotunde des heiligen Georg und der Witoscha-Boulevard.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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