Zahlen, bitte!
„Auf Gleis 1 fährt die Metro Brüssel — 38 Kilometer und 59 Stationen unter der EU-Hauptstadt.“
Wie lang ist das Netz der Metro Brüssel?
→ Ein U-Bahn-Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Metro Brüssel hat auf einer Länge von 38 Kilometern 59 Stationen und wird von vier Linien befahren. Sie entstand ab 1976 schrittweise aus dem Straßenbahnnetz der Stadt.
Brüssel ist die Hauptstadt Belgiens und zugleich ein Zentrum der Europäischen Union.
Unter der Stadt fährt seit 1976 eine Metro, die unmittelbar aus dem Straßenbahnnetz hervorging.
Ihr Netz ist kompakt, aber dicht geknüpft und verbindet die wichtigsten Teile der Stadt.

Die wichtigsten Zahlen
38 km
Länge des Netzes
59 Stationen
59
Stationen
vier Linien
1976
erste U-Bahn-Strecke
aus der Tram entstanden
Der durchschnittliche Abstand zwischen zwei Stationen beträgt rund 650 Meter.
Die Länge im Überblick
Das Brüsseler Metrosystem hat auf einer Länge von 38 Kilometern insgesamt 59 Stationen.
Vier Linien teilen sich dieses dichte, aber kompakte Netz.
Betrieben wird die Metro regulär zwischen fünf Uhr morgens und ein Uhr des Folgetages.
Für die Größe der Stadt ist das ein sehr eng geknüpftes System.

Aus der Straßenbahn entstanden
Die Brüsseler Metro entwickelte sich schrittweise aus dem bestehenden Straßenbahnnetz.
Dazu wurden einzelne Straßenbahnstrecken nach und nach in Tunnel verlegt.
Diese Tunnelstrecken stellte man später stufenweise auf echten U-Bahn-Betrieb um.
So wuchs unter der Stadt aus der Tram allmählich eine vollwertige Metro heran.
Gut zu wissen
Die Brüsseler Metro entstand, indem Straßenbahnstrecken in Tunnel verlegt und später auf U-Bahn-Betrieb umgestellt wurden – daher die vielen dicht beieinander liegenden Stationen.
Betreiber ist das zweisprachige Unternehmen STIB/MIVB, dessen Name für Französisch und Niederländisch steht.
Die erste Strecke 1976
Die erste eigentliche U-Bahn-Strecke wurde im Jahr 1976 eröffnet.
Davor hatten bereits unterirdische Straßenbahnen den Weg bereitet.
Mit der Umstellung auf U-Bahn-Betrieb begann eine neue Phase des Nahverkehrs.
Seitdem ist das Netz schrittweise auf seine heutige Länge gewachsen.
Vier Linien, geteilte Strecken
Das Netz besteht aus vier Linien, die eng miteinander verflochten sind.
Jeweils zwei Linien nutzen längere Streckenabschnitte gemeinsam.
Dadurch verdichtet sich das Angebot auf den am stärksten genutzten Strecken.
Für die Fahrgäste bedeutet das kurze Wartezeiten im Zentrum.
Ost-West durch die Stadt
Die Linien 1 und 5 verkehren gemeinsam auf einer Ost-West-Strecke durch die Innenstadt.
Sie führen vom Westbahnhof bis zur Station Merode im Osten.
Am östlichen Ende teilt sich die Strecke in zwei Äste auf.
Jeweils eine der beiden Linien bedient dann einen dieser Äste.
Der Kleine Ring
Die Linien 2 und 6 verlaufen auf dem sogenannten Kleinen Ring.
Auf Französisch heißt dieser Ring Petite Ceinture.
Er umschließt das historische Zentrum von Brüssel.
So ergänzt ein ringförmiger Abschnitt die geraden Ost-West-Strecken.
Enge Stationsabstände
Der durchschnittliche Abstand zwischen zwei Stationen beträgt nur etwa 650 Meter.
Das ist für eine Metro ein vergleichsweise kurzer Abstand.
Oft wurde bei der Umstellung die Lage der früheren Straßenbahnhaltestellen beibehalten.
Dadurch liegen die Stationen dicht am gewohnten Wegenetz der Menschen.
Ein dichter Takt
In der Spitzenzeit fahren die Züge jeder einzelnen Linie im Abstand von fünf bis sechs Minuten.
Durch die Überlagerung mehrerer Linien ergeben sich auf vielen Abschnitten noch kürzere Abstände.
Dort kommt alle zweieinhalb bis drei Minuten ein Zug.
Der kurze Stationsabstand und der dichte Takt machen die Metro im Zentrum sehr schnell nutzbar.
Wer die Metro betreibt
Betreiber der Brüsseler Metro ist das Unternehmen STIB/MIVB.
Der doppelte Name steht für die französische und die niederländische Sprache der Region.
Die Metro bildet zusammen mit Straßenbahn und S-Bahn das Rückgrat des Nahverkehrs.
Alle Beschilderungen sind entsprechend zweisprachig gehalten.
Was die Länge bedeutet
Mit 38 Kilometern ist das Brüsseler Netz kürzer als das vieler anderer Hauptstädte.
Dafür sind die Stationen besonders dicht über das Zentrum verteilt.
So erreicht man viele Ziele zu Fuß von der nächsten Station aus.
Die kompakte Länge passt gut zur dicht bebauten Innenstadt.
Eine zweisprachige Metro
Die Metro Brüssel spiegelt den besonderen Charakter der Stadt wider.
Als Sitz vieler EU-Einrichtungen ist Brüssel international geprägt.
Die zweisprachige, dicht geknüpfte Metro verbindet all diese Welten unter der Erde.
Ihre Zahlen zu Länge, Stationen und Takt erzählen von einer kompakten, aber starken Bahn.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
