Zahlen, bitte!
„Auf Gleis 1 rollt die Göteborger Tram — über ein Netz von 120 Kilometern Länge an Schwedens Westküste.“
Wie lang ist das Straßenbahnnetz von Göteborg?
→ Ein Tramnetz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Straßenbahnnetz von Göteborg hat eine Streckenlänge von 120 Kilometern und gehört damit zu den größten Straßenbahnsystemen Nordeuropas. Betrieben wird es auf Regelspur und seit 1902 durchgehend elektrisch.
Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrößte Stadt Schwedens und liegt an der Westküste des Landes am Fluss Göta älv.
Das Straßenbahnnetz prägt dort den Nahverkehr seit weit über hundert Jahren und gehört zu den größten in ganz Nordeuropa.
Seine Länge erzählt von einer langen Tradition, die bis tief in das 19. Jahrhundert zurückreicht.

Die wichtigsten Zahlen
120 km
Streckenlänge
eines der größten Nordeuropas
1902
elektrischer Betrieb
zuvor Pferdebahn ab 1879
1435 mm
Spurweite
Regelspur
Zentraler Umsteigepunkt des Netzes ist die Haltestelle Brunnsparken in der Innenstadt.
Die Länge im Überblick
Das Straßenbahnnetz von Göteborg hat eine Streckenlänge von rund 120 Kilometern und zieht sich quer durch die Stadt an der schwedischen Westküste.
Damit zählt es zu den größten und ausgedehntesten Straßenbahnsystemen in ganz Nordeuropa.
Die Gleise verbinden die Innenstadt mit den Wohngebieten am Rand und den Nachbarorten im Umland.
Für eine Stadt dieser Größe ist ein so langes Netz keineswegs selbstverständlich.

Eines der größten im Norden
In Nordeuropa gibt es nur wenige Straßenbahnnetze, die an die Länge des Göteborger Systems heranreichen.
Die 120 Kilometer Strecke machen es zu einem der bedeutendsten Tramnetze der gesamten Region.
Während viele Städte ihre Straßenbahnen im 20. Jahrhundert abschafften, hielt Göteborg daran fest.
Gerade diese Beständigkeit erklärt die heutige Größe des Netzes.
Gut zu wissen
Die Göteborger Straßenbahn fährt auf Regelspur mit 1435 Millimetern, während viele andere Tramnetze die schmalere Meterspur nutzen.
Zentraler Umsteigepunkt ist die Haltestelle Brunnsparken, an der sich die meisten Linien treffen – Ausnahmen sind nur die Linien 8 und 13.
Von der Pferdebahn zum Strom
Den Betrieb nahm die Göteborger Straßenbahn bereits im September 1879 als Pferdebahn auf.
Jahrzehntelang zogen also Pferde die Wagen durch die Straßen der wachsenden Hafenstadt.
Im August 1902 löste die elektrische Straßenbahn die Pferdebahn ab und brachte Tempo in das Netz.
Damit blickt das System heute auf über 140 Jahre Geschichte zurück.
Regelspur wie die Eisenbahn
Die Göteborger Straßenbahn fährt auf der Regelspur mit 1435 Millimetern Spurweite.
Das ist dieselbe Spur, die auch die großen Eisenbahnen in weiten Teilen Europas nutzen.
Viele andere Straßenbahnen setzen dagegen auf die schmalere Meterspur.
Die breitere Spur erlaubt in Göteborg stabile und geräumige Fahrzeuge.
Alle Wege führen zum Brunnsparken
Die meisten Linien des Netzes begegnen sich an der Haltestelle Brunnsparken in der Innenstadt.
Dieser Platz ist der zentrale Umsteigepunkt des öffentlichen Nahverkehrs in Göteborg.
Nur die Linien 8 und 13 bilden hier eine Ausnahme und fahren andere Wege.
So bündelt ein einziger Knoten einen großen Teil des Verkehrs.
Wichtige Knoten im Netz
Auch der Hauptbahnhof, auf Schwedisch Centralstationen, ist ein wichtiger Umsteigepunkt.
Dort kommen Fahrgäste nicht nur aus den Zügen, sondern auch vom benachbarten Busbahnhof Nils Ericsonterminalen.
An der Haltestelle Korsvägen treffen sich die Linien 6 und 8, die ins Zentrum und nach Mölndal führen.
Diese Knoten verteilen die Fahrgäste über das weitläufige Netz.
Immer noch im Wachstum
Anders als viele alte Tramnetze wächst das Göteborger System bis heute weiter.
Im Dezember 2025 ging eine 2,8 Kilometer lange Neubaustrecke auf eigenem Bahnkörper in Betrieb.
Sie führt vom Nordende der Hisingsbron durch das Gelände des alten Freihafens zur Endhaltestelle Lindholmen.
Damit erschließt die Straßenbahn ein aufstrebendes Stadtviertel am nördlichen Flussufer.
Über den Fluss hinweg
Göteborg liegt zu beiden Seiten des Flusses Göta älv, was den Bau von Bahnstrecken erschwert.
Mit der Hisingsbron verbindet eine Brücke die Innenstadt mit dem nördlichen Ufer.
Über diese Brücke führt die Straßenbahn heute auf die andere Flussseite.
So überwindet das Netz eine natürliche Grenze mitten in der Stadt.
Was die Länge bedeutet
Eine Streckenlänge von 120 Kilometern verteilt sich über fast das gesamte Stadtgebiet.
Für viele Menschen in Göteborg ist die Straßenbahn deshalb das Verkehrsmittel vor der Haustür.
Sie bringt sie zur Arbeit, in die Innenstadt und wieder nach Hause.
Die Länge des Netzes spiegelt damit seine große Rolle im Alltag.
Im Vergleich mit anderen Städten
Mit 120 Kilometern liegt Göteborg etwa auf einer Höhe mit dem Zürcher Tramnetz.
Beide zählen zu den dichtesten und längsten Straßenbahnsystemen in Europa.
Größere Netze wie das Berliner erreichen zwar mehr Kilometer, liegen aber in weit größeren Städten.
Gemessen an seiner Einwohnerzahl ist das Göteborger Netz besonders stark ausgebaut.
Ein Wahrzeichen der Stadt
Die Straßenbahn gehört seit Generationen fest zum Bild von Göteborg.
Ihre Wagen sind auf 120 Kilometern Strecke ein vertrauter Anblick.
Das lange Netz verbindet Hafen, Innenstadt und Vororte zu einem Ganzen.
So ist die Länge der Bahn zugleich ein Stück Identität der Stadt.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
