Zahlen, bitte!
„Auf Gleis 1 fährt die Metro Amsterdam — fünf Linien über 52 Kilometer, fast alles unter freiem Himmel.“
Wie lang ist das Netz der Metro Amsterdam?
→ Ein U-Bahn-Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Metro Amsterdam erstreckt sich über eine Länge von 52,2 Kilometern und wird von fünf Linien befahren. Nur zwei kurze Abschnitte verlaufen im Tunnel, der große Rest liegt an der Oberfläche.
Amsterdam ist die Hauptstadt der Niederlande und berühmt für ihre Grachten und engen Altstadtgassen.
Unter und über der Stadt fährt seit 1977 die Metro, die mehrere Stadtteile miteinander verbindet.
Ihr Netz ist mittelgroß und hat eine Besonderheit, denn es verläuft fast überall an der Oberfläche.

Die wichtigsten Zahlen
52,2 km
Länge des Netzes
fünf Linien
5
Linien
M50 bis M54
1977
Eröffnung
erste Strecken
Nur zwei Abschnitte von 3,5 und 7,1 Kilometern Länge verlaufen im Tunnel.
Die Länge im Überblick
Das Netz der Metro Amsterdam erstreckt sich über eine Länge von 52,2 Kilometern.
Auf dieser Strecke verkehren fünf Linien, die weite Teile der Stadt und des Umlands verbinden.
Damit ist die Amsterdamer Metro ein mittelgroßes System im europäischen Vergleich.
Ihre Besonderheit liegt weniger in der Länge als in der Bauart der Strecken.

Fünf Linien von M50 bis M54
Die Metro Amsterdam besteht aus fünf U-Bahnlinien mit den Nummern M50 bis M54.
Jede Linie bedient einen eigenen Korridor und verbindet dabei verschiedene Stadtteile.
Gemeinsam bilden sie ein Netz, das vom Zentrum bis in die südöstliche Peripherie reicht.
Die Nummern mit vorangestelltem M unterscheiden die Metro klar von Bus und Straßenbahn.
Gut zu wissen
Von den 52,2 Kilometern der Metro Amsterdam verlaufen nur zwei Abschnitte von 3,5 und 7,1 Kilometern im Tunnel, der Rest liegt an der Oberfläche.
Betrieben wird die Metro vom Unternehmen GVB, das in der Stadt auch die Straßenbahn und die Busse führt.
Fast alles über der Erde
Das Auffälligste an der Amsterdamer Metro ist, dass sie fast vollständig an der Oberfläche verläuft.
Nur zwei Abschnitte von 3,5 und 7,1 Kilometern Länge führen überhaupt durch Tunnel.
Der weitaus größte Teil der Strecke liegt auf Dämmen oder aufgeständert über den Straßen.
Damit ähnelt die Metro streckenweise eher einer Hoch- als einer klassischen Untergrundbahn.
Die Eröffnung 1977
Die ersten Strecken der Metro Amsterdam wurden im Oktober 1977 eröffnet.
Sie führten vom innerstädtischen Weesperplein in die südöstlichen Stadtteile.
Schon in den 1920er Jahren hatte es erste Entwürfe für eine Schnellbahn gegeben.
Bis zur Verwirklichung vergingen jedoch mehr als fünf Jahrzehnte.
Streit um den Bau
Der Bau der Metro war in Amsterdam heftig umstritten.
Ein negatives Echo in der Öffentlichkeit und fehlerhafte Kostenberechnungen belasteten das Projekt.
Kurz vor der Eröffnung entschied die Regierung 1977, zunächst keine weiteren Strecken zu bauen.
So blieb das Netz lange Zeit auf seinen ersten Ausbaustand beschränkt.
Bis zum Centraal Station
Im Jahr 1980 erreichten zwei Linien über die Zwischenhalte Waterlooplein und Nieuwmarkt ihren nördlichen Endpunkt.
Dieser Endpunkt ist der große Bahnhof Amsterdam Centraal.
Damit war die Metro an das wichtigste Drehkreuz des Fernverkehrs angebunden.
Von dort aus lassen sich Züge, Straßenbahnen und Busse bequem erreichen.
Die Nord-Süd-Linie
Zum Netz gehört auch eine Nord-Süd-Linie, die Noord/Zuidlijn.
Sie verbindet den Norden der Stadt mit dem Süden und führt unter dem historischen Zentrum hindurch.
Ihr Bau galt als technisch besonders anspruchsvoll, weil Amsterdam auf weichem Boden steht.
Mit ihr wuchs das Netz auf seine heutige Gestalt heran.
Wer die Metro betreibt
Betrieben wird die Metro vom Verkehrsunternehmen GVB.
Dasselbe Unternehmen betreibt in Amsterdam auch die Straßenbahn und die Stadtbusse.
Der Zugverkehr auf den großen Bahnstrecken liegt dagegen bei der Nederlandse Spoorwegen.
So greifen mehrere Verkehrsträger im Nahverkehr der Stadt ineinander.
Millionen Fahrgäste im Jahr
Im Jahr 2009 nutzten rund 107,68 Millionen Fahrgäste die Metro Amsterdam.
Das entspricht im Schnitt etwa 295.000 Menschen an einem einzigen Tag.
Damit trägt die Metro einen wichtigen Teil des Nahverkehrs der Stadt.
Ihre 52,2 Kilometer sind also gut ausgelastet.
Was die Länge bedeutet
Mit 52,2 Kilometern verbindet die Metro das Zentrum mit den weit entfernten Außenbezirken.
Vor allem im Südosten überbrückt sie große Entfernungen über offene Strecke.
In der engen Altstadt dagegen bleibt sie weitgehend unter der Erde.
So passt sich dieselbe Metro ganz unterschiedlichen Stadtlandschaften an.
Eine Metro über der Stadt
Die Metro Amsterdam ist ein ungewöhnliches Beispiel für eine fast oberirdische U-Bahn.
Nur wo es die enge Innenstadt verlangt, taucht sie in den Untergrund ab.
Ihr Netz aus fünf Linien ist über Jahrzehnte Stück für Stück gewachsen.
Die Zahlen zu Länge und Bauart machen sie zu einem besonderen Fall.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
