Zahlen, bitte!
„Nächster Halt Nagykörút, der Große Ring: Hier fahren die längsten Straßenbahnwagen der Welt auf der verkehrsreichsten Linie der Stadt.“
Wie lang ist das Budapester Straßenbahnnetz?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Straßenbahnnetz von Budapest ist rund 174 Kilometer lang und damit eines der größten in Europa. Auf etwa 35 Linien und 630 Haltestellen bringt es jedes Jahr mehrere Hundert Millionen Fahrgäste durch die ungarische Hauptstadt.
Budapest fährt seit über 150 Jahren auf Schienen mitten durch die Stadt.
Die gelben Wagen gehören zum Bild der ungarischen Hauptstadt wie die Donau und ihre Brücken.
Die wichtigste Zahl dieses Netzes ist eine Länge, die in Europa ihresgleichen sucht.

Die wichtigsten Zahlen
≈ 174 km
Streckenlänge
eines der größten Netze Europas
630
Haltestellen
auf rund 35 Linien
1866
erste Pferdebahn
elektrisch ab 1887
Quelle: Wikipedia-Artikel zur Straßenbahn Budapest. Streckenlänge rund 174 Kilometer, Fahrgastzahl nach Angaben um Anfang der 2010er Jahre.
Die große Zahl
Das Straßenbahnnetz von Budapest ist rund 174 Kilometer lang.
Gemeint ist damit die Länge aller Strecken, auf denen die Linien verkehren.
Damit gehört das Netz zu den größten Straßenbahnnetzen in ganz Europa.
Nur wenige Städte halten ihre Schienen über eine solche Länge in Betrieb.
Die gelben Wagen sind so zu einem festen Teil des Stadtbilds geworden.
Die Zahl 174 steht für ein Verkehrsmittel, das Budapest seit Generationen prägt.

Ein Netz aus vielen Linien
Auf diesen 174 Kilometern verkehren rund 35 Linien.
Davon sind 26 reguläre Linien, dazu kommen mehrere Verstärkerlinien.
Entlang der Strecken liegen etwa 630 Haltestellen.
Betrieben wird das Ganze vom städtischen Unternehmen BKV.
Dieses Unternehmen führt auch die Metro, den Oberleitungsbus und viele Busse der Stadt.
So greifen in Budapest mehrere Verkehrsmittel eng ineinander.
Gut zu wissen
Das Budapester Straßenbahnnetz ist mit rund 174 Kilometern Streckenlänge eines der größten in Europa; es wird vom städtischen Verkehrsunternehmen BKV betrieben und umfasst etwa 35 Linien mit rund 630 Haltestellen.
Die Straßenbahn begann 1866 als Pferdebahn und wurde ab 1887 elektrifiziert; auf dem Großen Ring fahren mit den CAF-Wagen rund 56 Meter lange Fahrzeuge, die bei ihrer Indienststellung als längste Straßenbahnwagen der Welt galten.
Von der Pferdebahn zur Elektrischen
Die Geschichte begann 1866 mit einer Pferdebahn.
Damit gehört Budapest zu den frühen Straßenbahnstädten des Kontinents.
1887 nahm die erste elektrische Linie ihren Betrieb auf.
Nur zwei Jahre später, 1889, entstand die erste normalspurige elektrische Strecke.
Von da an wurden die alten Pferdebahnen rasch auf Strom umgestellt.
Schon vor dem Ersten Weltkrieg zählte das Netz zu den größten Europas.
Zwei Netze wachsen zusammen
Lange teilten sich zwei konkurrierende Gesellschaften die Stadt.
Die eine vergab ihren Linien ungerade Nummern, die andere gerade.
Beide Netze waren betrieblich getrennt und hatten keine gemeinsamen Abschnitte.
Wo die Netze aneinanderstießen, mussten die Fahrgäste oft zu Fuß weiter.
Erst später wuchsen die beiden Teile zu einem einheitlichen Netz zusammen.
Dabei wurden enge Strecken in der Innenstadt stillgelegt und neue Verbindungen gebaut.
Die Linie 4/6 auf dem Großen Ring
Die bekannteste Strecke ist die Linie 4/6 auf dem Nagykörút, dem Großen Ring.
Diese Linie gilt als die verkehrsreichste Straßenbahnlinie Budapests.
Sie verbindet wichtige Plätze auf beiden Seiten der Donau.
In den 1990er Jahren wurden ihre Gleise umfassend erneuert.
Dadurch konnten dort später besonders moderne Wagen fahren.
Tag und Nacht rollen die Bahnen auf dem Ring in dichtem Takt.
Die längsten Straßenbahnwagen der Welt
Auf der Linie 4/6 und der Linie 1 fahren außergewöhnlich lange Wagen.
Die Fahrzeuge des Herstellers CAF messen rund 56 Meter.
Bei ihrer Indienststellung galten sie als die längsten Straßenbahnwagen der Welt.
Daneben beschaffte Budapest Siemens-Wagen vom Typ Combino mit rund 54 Metern Länge.
Diese langen Wagen fassen sehr viele Fahrgäste auf einmal.
Genau das brauchte die Stadt für die stark genutzten Ringlinien.
Normalspur wie die Eisenbahn
Das Netz ist heute durchgehend normalspurig.
Die Schienen stehen also 1435 Millimeter auseinander, wie bei der großen Eisenbahn.
Diese Spurweite setzte sich ab 1889 durch.
Die allerersten elektrischen Versuche liefen noch auf schmalerer Spur.
Mit der einheitlichen Spur ließ sich das Netz leichter verbinden.
So konnten Wagen und Strecken über die ganze Stadt hinweg zusammenpassen.
Hunderte Millionen Fahrgäste
Das Netz trägt eine gewaltige Zahl von Menschen durch die Stadt.
Nach Angaben aus dem frühen 2010er-Jahren waren es fast 400 Millionen Fahrgäste im Jahr.
Damit zählt die Budapester Straßenbahn zu den meistgenutzten der Welt.
Vor allem auf dem Großen Ring drängen sich die Fahrgäste.
Die hohe Nachfrage erklärt auch die ungewöhnlich langen Wagen.
Für viele Menschen in Budapest ist die Bahn das wichtigste Verkehrsmittel.
Eine große gelbe Flotte
Für den Betrieb stehen etwa 610 Fahrzeuge bereit.
Vom älteren Hochflurwagen bis zum langen Niederflurzug ist vieles dabei.
Die typische gelbe Farbe zieht sich durch die ganze Flotte.
So viele Wagen braucht es, um das lange Netz dicht zu bedienen.
Morgens und abends ist fast die gesamte Flotte unterwegs.
In den Betriebshöfen der Stadt werden die Bahnen gewartet und abgestellt.
Teil der Stadt
Die Straßenbahn gehört in Budapest zum Alltag und zum Stadtbild.
Sie fährt an der Donau entlang, über Brücken und durch enge Gassen.
Viele Strecken führen an bekannten Bauwerken und Plätzen vorbei.
Für Reisende ist die Fahrt zugleich eine günstige Stadtrundfahrt.
Für die Einheimischen ist sie schlicht der schnellste Weg zur Arbeit.
So verbindet das Netz Nutzen und Blick auf die Stadt in einem.
Was die Länge bedeutet
Rund 174 Kilometer sind weit mehr als eine Rekordzahl.
Sie stehen für ein Netz, das über anderthalb Jahrhunderte gewachsen ist.
Jeder Kilometer verbindet Viertel, Menschen und den Verkehr über der Erde.
Aus zwei getrennten Netzen wurde ein großes, einheitliches Ganzes.
Die Länge zeigt, wie sehr Budapest auf die Schiene in der Stadt setzt.
Genau deshalb bleibt die gelbe Bahn ein Wahrzeichen der Donaustadt.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
