Zahlen, bitte!
„In unter einer Minute am Ziel: Die Marzilibahn in Bern überbrückt nur 104,8 Meter.“
Wie kurz ist die Marzilibahn in Bern?
→ Eine Standseilbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Marzilibahn in Bern ist nur 104,8 Meter lang und überwindet dabei 32 Höhenmeter. Damit ist sie die zweitkürzeste öffentliche Standseilbahn Europas.
Mitten in Bern verbindet eine winzige Bahn zwei Ebenen der Stadt.
Sie führt vom Marziliquartier an der Aare hinauf zur Altstadt.
Trotz ihrer geringen Länge ist sie seit über 135 Jahren in Betrieb.

Die wichtigsten Zahlen
104,8 m
Streckenlänge
zweitkürzeste Europas
32 m
Höhenunterschied
Aare bis Bundesterrasse
1885
in Betrieb seit
bis 1973 mit Wasserballast
Nur die Standseilbahn in Zagreb ist mit 66 Metern noch kürzer.
Was die Marzilibahn ist
Die Marzilibahn ist eine Standseilbahn in der Schweiz.
Ihr voller Name lautet Drahtseilbahn Marzili-Stadt Bern.
Sie liegt mitten in der Bundesstadt Bern.
Zwei Kabinen fahren an einem Seil auf und ab.
Sie überbrückt den Hang zwischen Fluss und Altstadt.

Die Länge in Zahlen
Die Bahn ist nur 104,8 Meter lang.
Das ist kürzer als viele Bahnsteige.
Die Fahrt dauert deshalb nur kurz.
Trotzdem erfüllt die Bahn eine wichtige Aufgabe.
Sie spart den steilen Fußweg den Hang hinauf.
Gut zu wissen
Bei einer Wasserballastbahn wird die obere Kabine mit Wasser beschwert; ihr Gewicht zieht die untere Kabine nach oben, ganz ohne Motor.
Die Berner Altstadt, an deren Rand die Marzilibahn endet, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die zweitkürzeste Europas
Unter den öffentlichen Standseilbahnen Europas ist die Marzilibahn sehr kurz.
Nur eine einzige ist noch kürzer.
Das ist die Standseilbahn in Zagreb mit 66 Metern.
Die Marzilibahn folgt damit auf dem zweiten Platz.
Für eine so kurze Bahn ist sie erstaunlich bekannt.
Was sie verbindet
Unten liegt das Marziliquartier an der Aare.
Oben erreicht die Bahn die Bundesterrasse.
Dort stehen das Bundeshaus und der Bernerhof.
Die Bahn verbindet so Flussufer und Regierungsviertel.
Fußgänger sparen damit einen anstrengenden Anstieg.
Die beiden Stationen
Die Talstation steht an der Weihergasse.
Die Bergstation liegt auf der Bundesterrasse.
Beide Stationen sind nur wenige Schritte von wichtigen Orten entfernt.
Die kurze Strecke dazwischen führt steil den Hang hinauf.
Trotz der Lage im Zentrum ist die Fahrt ruhig.
Der Höhenunterschied
Zwischen Tal- und Bergstation liegen 32 Höhenmeter.
Auf nur rund 105 Metern Strecke ist das viel.
Die Bahn ist deshalb recht steil.
Gerade das macht sie als Aufstiegshilfe so nützlich.
Zu Fuß wäre der Weg deutlich mühsamer.
In Betrieb seit 1885
Die Marzilibahn fährt seit Juli 1885.
Damit gehört sie zu den ältesten Bahnen ihrer Art.
Seit über 135 Jahren bringt sie Menschen den Hang hinauf.
In dieser Zeit hat sich die Technik stark verändert.
Die Aufgabe der Bahn ist aber die gleiche geblieben.
Die Wasserballastbahn
Von 1885 bis 1973 war die Marzilibahn eine Wasserballastbahn.
An der Bergstation wurde ein Tank mit Wasser gefüllt.
Die schwerere obere Kabine zog so die untere nach oben.
Unten wurde das Wasser wieder abgelassen.
Dieses einfache Prinzip kam ganz ohne Motor aus.
Wie eine Standseilbahn funktioniert
Eine Standseilbahn fährt auf festen Schienen den Hang hinauf.
Ein Seil verbindet die beiden Kabinen.
Während eine Kabine hochfährt, fährt die andere hinunter.
So gleichen sich die beiden Gewichte teilweise aus.
Das spart viel Kraft beim Antrieb.
Seit 1973 mit Strom
Im Jahr 1973 endete der Betrieb mit Wasserballast.
Seitdem fährt die Bahn mit elektrischem Antrieb.
Der Wechsel machte den Betrieb zuverlässiger.
Die Kabinen fahren seither genauer nach Fahrplan.
Das Grundprinzip der Standseilbahn blieb erhalten.
Mitten in der Welterbe-Stadt
Die Berner Altstadt gehört zum Weltkulturerbe.
Die Marzilibahn führt an ihren Rand hinauf.
Unten an der Aare liegt ein beliebtes Freibad.
Im Sommer nutzen viele Badegäste die Bahn.
So verbindet sie Freizeit und Alltag.
Eine Bahn für den Alltag
Die Marzilibahn ist kein reines Ausflugsziel.
Viele Menschen nutzen sie auf dem Weg zur Arbeit.
Sie ist Teil des öffentlichen Verkehrs in Bern.
Pendler sparen mit ihr Zeit und Mühe.
Gerade das macht die kurze Bahn so wertvoll.
Der Name Marzili
Der Name stammt vom Marziliquartier am Fluss.
Dieses Viertel liegt direkt an der Aare.
Die Bahn trägt den Namen ihres unteren Endpunkts.
So weiß jeder sofort, wohin sie führt.
Der Name gehört längst zum Berner Alltag.
Wie sich die Zahlen einordnen
Mit 104,8 Metern ist die Marzilibahn außergewöhnlich kurz.
Viele andere Standseilbahnen sind mehrere hundert Meter lang.
Trotzdem erfüllt die kleine Bahn ihren Zweck voll.
Länge ist eben nicht alles im Nahverkehr.
Die Marzilibahn beweist das jeden Tag.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
