Zahlen, bitte!
„Bitte einsteigen zur Fahrt auf die Rigi, mit der ältesten Bergbahn Europas.“
Wie alt ist die Rigibahn?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Rigibahn wurde 1871 als erste Bergbahn Europas eröffnet. Sie ist damit über 150 Jahre alt.
Die Rigibahn führt von Vitznau am Vierwaldstättersee hinauf auf die Rigi.
Sie gilt als Urgestein unter den Bergbahnen und war ihrer Zeit weit voraus.
Ihr Alter beantwortet zugleich eine Frage der Eisenbahngeschichte.

Die wichtigsten Zahlen
1871
Jahr der Eröffnung
erste Bergbahn Europas
155 Jahre
Alter im Jahr 2026
seit Mai 1871
1752 m
Höhe von Rigi Kulm
Endstation seit 1873
Über 150 Jahre nach der ersten Fahrt bringt die Bahn noch immer Gäste auf den Berg.
Die Antwort in einem Satz
Die Rigibahn wurde im Mai 1871 eröffnet.
Damit ist sie im Jahr 2026 rund 155 Jahre alt.
Sie gilt als erste Bergbahn Europas.
Ihr Alter macht sie zu einem Denkmal der frühen Eisenbahnzeit.

Die erste Bergbahn Europas
Als die Rigibahn 1871 den Betrieb aufnahm, gab es nichts Vergleichbares auf dem Kontinent.
Zuvor waren Berge nur zu Fuß oder mit Tieren erreichbar.
Die Zahnradbahn machte den Gipfel erstmals bequem zugänglich.
So begann auf der Rigi der moderne Bergtourismus.
Gut zu wissen
Die Rigibahn gilt als erste Bergbahn Europas, während die erste Zahnradbahn überhaupt 1870 im Steinbruch von Ostermundigen fuhr.
Seit 1873 ist der Gipfelbahnhof Rigi Kulm auf 1752 Metern die höchste Station der Strecke.
Der feine Unterschied zur Steinbruchbahn
Die allererste Zahnradbahn Europas fuhr schon 1870 im Steinbruch von Ostermundigen.
Diese Bahn diente jedoch dem Gütertransport und wurde offiziell erst im Oktober 1871 eröffnet.
Die Rigibahn war dagegen die erste Bergbahn für Fahrgäste.
Deshalb gilt sie als Pionierin des Personenverkehrs am Berg.
Von Vitznau auf die Rigi
Die Rigibahn ist eine Normalspur-Zahnradbahn.
Sie beginnt in Vitznau direkt am Ufer des Vierwaldstättersees.
Von dort klettert sie in engen Kurven den Hang hinauf.
Ihr voller Name lautet heute Vitznau-Rigi-Bahn.
Die Männer hinter der Bahn
Gebaut wurde die Strecke von den Ingenieuren Niklaus Riggenbach, Ferdinand Adolf Naeff und Olivier Zschokke.
Riggenbach hatte die nach ihm benannte Zahnstange entwickelt.
Dieses System griff sicher in die steilen Abschnitte und hielt den Zug in der Spur.
Ohne diese Erfindung wäre die Fahrt auf den Berg nicht möglich gewesen.
Bis Rigi Kulm im Jahr 1873
Zunächst endete die Bahn auf der Rigi Staffelhöhe auf 1550 Metern.
Im Juni 1873 wurde die Strecke bis Rigi Kulm verlängert.
Dieser Gipfelbahnhof liegt auf 1752 Metern über dem Meer.
Seither ist Rigi Kulm der höchste Halt der Bahn.
Anfangs nur im Sommer
In den ersten Jahren fuhr die Rigibahn nur in der warmen Jahreszeit.
Der Winter am Berg war für den frühen Betrieb noch zu schwierig.
Die Gäste kamen vor allem zur Aussicht und zur frischen Höhenluft.
Erst später wurde der Betrieb Schritt für Schritt ausgeweitet.
Die Wagen der ersten Jahre
Zur Eröffnung beschaffte die Bahn drei große Vorstellwagen.
Jeder von ihnen bot Platz für 54 Fahrgäste.
Geschoben wurden sie von den ersten Dampflokomotiven der Strecke.
So reisten die Gäste damals bergwärts, die Lok stets im Rücken.
Vom Dampf zum Strom
Über Jahrzehnte fuhr die Rigibahn mit Dampf.
Im Jahr 1937 stellte sie auf elektrischen Betrieb um.
Dafür erhielt die Strecke von Vitznau bis Rigi Kulm eine Oberleitung.
Der Wechsel machte die Fahrten sauberer und zuverlässiger.
Zwei Bahnen, ein Gipfel
Auf die Rigi führt nicht nur eine Bahn, sondern auch die Arth-Rigi-Bahn von der anderen Seite.
Beide Strecken treffen sich am gemeinsamen Endbahnhof Rigi Kulm.
Lange verband nur eine Schiebebühne die Gleise der beiden Gesellschaften.
Später ersetzten Zahnstangenweichen diese umständliche Lösung.
Warum das Datum zählt
Das Jahr 1871 markiert den Beginn des Bergbahn-Zeitalters in Europa.
Was auf der Rigi begann, wiederholte sich bald an vielen anderen Gipfeln.
Die Idee, Gäste bequem nach oben zu bringen, veränderte den Tourismus.
Bis heute ist die Rigibahn ein lebendiges Stück dieser Geschichte.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
