Zahlen, bitte!
„Der Zug zur Kleinen Scheidegg fährt ab Lauterbrunnen, auf 800 Millimeter schmalen Gleisen.“
Welche Spurweite hat die Wengernalpbahn?
→ Eine Zahnradbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Wengernalpbahn gilt als längste durchgehende Zahnradbahn der Welt. Ihre Spurweite beträgt 800 Millimeter und ist damit schmaler als die Meterspur.
Die Wengernalpbahn fährt mitten hinein in die Welt von Eiger, Mönch und Jungfrau.
Sie verbindet Lauterbrunnen und Grindelwald über die Kleine Scheidegg.
Dabei rollt sie auf besonders schmalen Gleisen den Berg hinauf.

Die wichtigsten Zahlen
800 mm
Spurweite
schmaler als Meterspur
19,11 km
Streckenlänge
über die Kleine Scheidegg
1893
Eröffnung
als Zahnradbahn
Sie gilt als die längste durchgehende Zahnradbahn der Welt.
Die Antwort in einer Zahl
Die Spurweite der Wengernalpbahn beträgt 800 Millimeter.
Das ist schmaler als die verbreitete Meterspur mit 1000 Millimetern.
Damit gehört die Bahn zu den besonders schmalen Schmalspurbahnen.
Die Abkürzung der Bahn lautet WAB.
Der Wert ist in den Angaben zur Bahn so verzeichnet.

Warum 800 Millimeter
Je schmaler die Spur, desto enger können die Kurven sein.
Im steilen Gelände rund um die Jungfrau ist das ein Vorteil.
Die schmale Spur spart Platz und teure Bauwerke.
Für eine reine Bergbahn reicht die kleinere Breite völlig aus.
Deshalb wählte man hier 800 statt 1000 Millimeter.
Gut zu wissen
Mit 800 Millimetern ist die Wengernalpbahn schmaler als die Meterspur. Deshalb muss man von der Berner Oberland-Bahn umsteigen.
Sie ist durchgehend eine Zahnradbahn und gilt als die längste ihrer Art weltweit.
Eine reine Zahnradbahn
Die Wengernalpbahn ist von Anfang bis Ende eine Zahnradbahn.
Zwischen den Schienen liegt eine Zahnstange.
Ein Zahnrad am Fahrzeug greift in diese Zahnstange.
So kommt der Zug auch sehr steile Rampen sicher hinauf.
Ohne Zahnstange würden die Räder auf solchen Steigungen durchdrehen.
Die längste ihrer Art
Die Wengernalpbahn gilt als längste durchgehende Zahnradbahn der Welt.
Ihre Strecke misst 19,11 Kilometer.
Über diese ganze Länge arbeitet die Zahnstange.
Das ist für eine reine Zahnradbahn außergewöhnlich.
Die schmale Spur macht diese Länge erst möglich.
Von Tal zu Tal
Die Bahn beginnt in Lauterbrunnen.
Sie steigt über Wengen hinauf zur Kleinen Scheidegg.
Von dort geht es wieder hinab nach Grindelwald.
So verbindet sie zwei Täler über einen hohen Sattel.
Die Kleine Scheidegg ist der Scheitelpunkt der Fahrt.
Woher der Name kommt
Benannt ist die Bahn nach der Wengernalp.
Diese Alp liegt zwischen Wengen und der Kleinen Scheidegg.
Die Strecke führt unmittelbar an ihr vorbei.
So gab die Alp der ganzen Bahn ihren Namen.
Der Name begleitet die Bahn seit ihrer Eröffnung 1893.
Anschluss zur Jungfraubahn
An der Kleinen Scheidegg endet die Reise nach oben nicht.
Dort beginnt die Jungfraubahn zum Jungfraujoch.
Viele Reisende steigen hier um.
So führt die Kette der Bergbahnen immer höher.
Die Wengernalpbahn ist dabei ein wichtiges Zwischenstück.
Schmaler als die Nachbarn
Die Berner Oberland-Bahn im Tal fährt in Meterspur.
Die Wengernalpbahn darüber ist mit 800 Millimetern schmaler.
Deshalb müssen die Reisenden in Lauterbrunnen oder Grindelwald umsteigen.
Die Fahrzeuge der beiden Bahnen passen nicht aufs selbe Gleis.
Die unterschiedliche Spurweite trennt die Netze sauber.
Berge zum Greifen nah
Von den Zügen aus zeigt sich die berühmte Bergkulisse.
Eiger, Mönch und Jungfrau ragen über der Strecke auf.
Besonders die Nordwand des Eigers rückt ganz nah heran.
Viele Reisende kommen allein wegen dieser Aussicht.
Die schmale Spur bringt sie mitten in die Felswelt.
Was die Zahl heute bedeutet
Die 800 Millimeter sind bis heute das Maß der Wengernalpbahn.
Sie bestimmen die enge Linienführung und die schmalen Fahrzeuge.
Zugleich trennen sie das Netz von den breiteren Nachbarbahnen.
Für die Fahrgäste bleibt die Spurweite unsichtbar.
Doch sie trägt jede Fahrt hinauf zur Kleinen Scheidegg.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
