Zahlen, bitte!
„Der Glacier Express rollt von Zermatt nach Chur, auf einem Meter Spurweite.“
Welche Spurweite hat die Matterhorn-Gotthard-Bahn?
→ Ein Schmalspurnetz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Matterhorn-Gotthard-Bahn verbindet Zermatt über Brig und Andermatt mit Disentis. Ihr Netz ist durchgehend schmalspurig mit einer Spurweite von 1000 Millimetern.
Die Matterhorn-Gotthard-Bahn zieht sich quer durch die Zentralalpen.
Sie verbindet den Walliser Kurort Zermatt mit dem Bündner Oberland.
Dabei rollt sie auf schmalen Gleisen, die über Pässe und durch tiefe Täler führen.

Die wichtigsten Zahlen
1000 mm
Spurweite
Meterspur
rund 144 km
Streckennetz
Wallis, Uri, Graubünden
1000 mm
auch am Anschluss
passt zur RhB
Die MGB betreibt den Glacier Express gemeinsam mit der Rhätischen Bahn.
Die Antwort in einer Zahl
Die Spurweite der Matterhorn-Gotthard-Bahn beträgt 1000 Millimeter.
Das ist genau ein Meter zwischen den Innenkanten der Schienen.
Das gesamte Netz ist durchgehend in dieser Meterspur gebaut.
Die Abkürzung der Bahn lautet MGB oder MGBahn.
Der Wert ist in den Angaben zur Bahn so festgehalten.

Was Meterspur bedeutet
Die weltweit häufigste Spurweite ist die Normalspur mit 1435 Millimetern.
Die Meterspur ist mit 1000 Millimetern spürbar schmaler.
Schmale Gleise erlauben engere Kurven.
Im Hochgebirge ist das ein entscheidender Vorteil.
So kann die Bahn Pässe und Täler überwinden, die für die Normalspur zu eng wären.
Gut zu wissen
Die MGB und die Rhätische Bahn haben dieselbe Spurweite. Nur deshalb kann der Glacier Express ohne Umsteigen durchfahren.
Auf steilen Abschnitten nutzt die MGB eine Zahnstange, auf flachen die Reibung der Räder.
Ein Netz über drei Kantone
Das Streckennetz der MGB ist rund 144 Kilometer lang.
Es erstreckt sich über die Kantone Wallis, Uri und Graubünden.
Von Zermatt führt es über Brig und Andermatt bis nach Disentis.
Dabei quert es mehrere Täler und Höhenlagen.
Die einheitliche Meterspur hält dieses weite Netz zusammen.
Reibung und Zahnstange
Auf den flachen Abschnitten fährt die Bahn allein über die Reibung der Räder.
Auf den steilsten Rampen greift zusätzlich eine Zahnstange.
Ein Zahnrad am Fahrzeug fasst in diese Zahnstange im Gleis.
So bewältigt der Zug auch sehr starke Steigungen.
Die schmale Spur und die Zahnstange arbeiten dabei zusammen.
Anschluss an die Rhätische Bahn
In Disentis trifft die MGB auf das Netz der Rhätischen Bahn.
Beide Netze haben dieselbe Spurweite von 1000 Millimetern.
Deshalb können die Züge von einem Netz ins andere überwechseln.
Ohne diese Gleichheit müssten die Reisenden umsteigen.
Die gemeinsame Meterspur macht aus zwei Bahnen einen durchgehenden Weg.
Der Glacier Express
Das bekannteste Angebot der MGB ist der Glacier Express.
Er fährt von Zermatt bis nach St. Moritz und Davos.
Betrieben wird er gemeinsam mit der Rhätischen Bahn.
Die durchgehende Fahrt ist nur möglich, weil beide Netze in Meterspur gebaut sind.
So wird aus der schmalen Spur eine der berühmtesten Zugreisen der Welt.
Autos auf der Schiene
Auf Teilstrecken bietet die MGB einen Autoverlad an.
Autos fahren dann auf Flachwagen durch die Berge.
So überqueren Reisende Pässe, die im Winter gesperrt sind.
Auch dieser Verkehr läuft auf der schmalen Meterspur.
Die Bahn ersetzt damit eine Straße, die es so nicht gibt.
Wie die Bahn entstand
Die heutige MGB entstand aus dem Zusammenschluss zweier älterer Bahnen.
Beide fuhren schon zuvor in Meterspur.
Deshalb ließen sich ihre Netze problemlos verbinden.
Die einheitliche Spurweite war die Grundlage der Fusion.
Seitdem tritt die Bahn als ein durchgehendes Unternehmen auf.
Warum schmal gebaut wurde
Eine Normalspurbahn wäre im Hochgebirge extrem teuer geworden.
Die Meterspur erlaubt enge Kurven und kleine Radien.
Das spart Tunnel, Brücken und Sprengungen.
Zugleich reicht die Leistung für den Regional- und Ausflugsverkehr.
Die Spurweite ist genau auf die Alpen zugeschnitten.
Berge am Fenster
Die Fahrt mit der MGB führt an gewaltigen Gipfeln vorbei.
In Zermatt grüßt das Matterhorn.
Auf den Höhen zeigen sich Pässe und Gletscher.
Viele Reisende kommen allein wegen der Aussicht.
Die schmale Spur bringt sie mitten in diese Landschaft.
Was die Zahl heute bedeutet
Die 1000 Millimeter sind das Maß des gesamten MGB-Netzes.
Sie bestimmen, wie breit die Fahrzeuge sind und wie eng die Kurven sein dürfen.
Vor allem aber erlauben sie den Übergang zur Rhätischen Bahn.
Für die Fahrgäste bleibt die Spurweite unsichtbar.
Doch sie trägt jede Fahrt durch die Zentralalpen.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
