Zahlen, bitte!
„Der Zug durch das Albulatal rollt an, auf einer Strecke, die seit 1903 den Weg nach St. Moritz freimacht.“
Wann wurde die Albulabahn eröffnet?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Albulabahn wurde am 1. Juli 1903 eröffnet und gehört zu den spektakulärsten Schmalspurbahnen der Welt.
Manche Bahnen sind so kühn gebaut, dass sie bis heute staunen lassen.
Die Albulabahn in Graubünden ist so ein Fall, mit Kehrtunneln und hohen Viadukten.
Ihr Eröffnungsjahr markiert den Beginn dieser Pionierleistung.

Die wichtigsten Zahlen
1. Juli 1903
Eröffnung
nach Wikipedia
61,67 km
Streckenlänge
Thusis–St. Moritz
1000 mm
Spurweite
Meterspur
Das Eröffnungsdatum stammt aus der deutschen Wikipedia.
Die kurze Antwort
Die Albulabahn wurde nach den Angaben der deutschen Wikipedia am 1. Juli 1903 eröffnet.
Der Bau hatte bereits im September 1898 begonnen.
In weniger als fünf Jahren entstand so eine der anspruchsvollsten Gebirgsbahnen Europas.
Die Strecke verbindet Thusis mit St. Moritz im Oberengadin.
Ihr Eröffnungsjahr steht für den Durchbruch der Schmalspur ins Hochgebirge.

Warum die Bahn gebaut wurde
Ende des 19. Jahrhunderts boomte der Tourismus im Engadin.
Der Erfolg der Bahn von Landquart nach Davos zeigte, dass sich Bergbahnen lohnten.
Das Oberengadin wollte ebenfalls an das Schienennetz angeschlossen werden.
Eine Verbindung über den Albula sollte St. Moritz erreichbar machen.
So wurde aus dem Wunsch der Kurorte ein ehrgeiziges Bahnprojekt.
Gut zu wissen
Die 61,67 Kilometer lange Strecke gilt mit ihren Tunneln und Viadukten als eine der spektakulärsten Schmalspurbahnen der Welt.
Seit 2008 ist die Albulabahn gemeinsam mit der Berninabahn UNESCO-Welterbe.
Eine kühne Linienführung
Die Albulabahn überwindet große Höhenunterschiede auf engem Raum.
Dafür nutzt sie Kehrtunnel, in denen sich die Strecke im Berg wendet.
Insgesamt verfügt die Linie über 42 Tunnel und Galerien.
Dazu kommen 144 Brücken mit größerer Spannweite.
Diese Bauwerke machen die Bahn zu einem technischen Meisterwerk.
Das Landwasserviadukt
Das bekannteste Bauwerk der Strecke ist das Landwasserviadukt.
Es führt in weitem Bogen auf hohen Pfeilern über ein Tal.
Am Ende mündet es direkt in einen Tunnel in der Felswand.
Dieses Bild gehört zu den meistfotografierten der Alpen.
Es ist zu einem Wahrzeichen der Rhätischen Bahn geworden.
Was Meterspur bedeutet
Die Albulabahn ist in Meterspur gebaut, also mit 1000 Millimetern Spurweite.
Das ist schmaler als die Normalspur von 1435 Millimetern.
Die schmale Spur erlaubt enge Kurven und passt sich dem Gebirge an.
Ohne sie wäre die kühne Linienführung kaum möglich gewesen.
Die gesamte Rhätische Bahn nutzt diese Spurweite.
Teil des Stammnetzes
Die Albulabahn gehört zum sogenannten Stammnetz der Rhätischen Bahn.
Sie schließt in Thusis an die Strecke von Landquart an.
Die Kilometrierung wird dort fortgeführt.
Damit ist sie fest in das Graubündner Bahnnetz eingebunden.
Über sie läuft bis heute der Verkehr ins Oberengadin.
Teil des UNESCO-Welterbes
Seit 2008 gehört die Albulabahn gemeinsam mit der Berninabahn zum UNESCO-Welterbe.
Gewürdigt wird das Zusammenspiel von Technik und Landschaft.
Die Bauwerke fügen sich harmonisch in das Gebirge ein.
Damit steht die Bahn in einer Reihe mit großen Kulturdenkmälern.
Das Welterbe reicht von Thusis bis ins italienische Tirano.
Der Albulatunnel
Am Scheitelpunkt der Strecke liegt der lange Albulatunnel.
Er unterquert den Albulapass und verbindet zwei Täler.
Seit über hundert Jahren ist er das Herz der Strecke.
Inzwischen wurde neben dem alten Tunnel ein neuer gebaut.
Das sichert den Betrieb für die kommenden Jahrzehnte.
Was das Jahr 1903 erzählt
Das Jahr 1903 steht für den Mut einer ganzen Region.
Graubünden traute sich eine Bahn zu, die als unmöglich galt.
Mit einfachen Mitteln und großem Geschick wurde sie Wirklichkeit.
Bis heute fahren hier täglich Züge über dieselben Viadukte.
Aus einer Zahl im Kalender ist ein lebendiges Denkmal geworden.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
