Ortstermin
„Der Shinkansen nach Osaka steht bereit: Dieser Ortstermin hält an der Tokyo Station.“
Tokyo Station, das Backstein-Tor zum Shinkansen
→ Ein Ortstermin in Tokio.
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Kurz gesagt
Die Tokyo Station wurde 1914 eröffnet und ist der wichtigste Knoten im Shinkansen-Netz Japans. Hinter ihrer roten Backsteinfassade im Stadtteil Marunouchi treffen Hochgeschwindigkeits- und Nahverkehrszüge zusammen.
Zwischen den Wolkenkratzern von Tokio steht ein Bahnhof, der wie aus dem alten Europa wirkt.
Hinter seiner roten Backsteinfassade verbirgt sich der wichtigste Knoten im japanischen Hochgeschwindigkeitsnetz.
Dieser Ortstermin erzählt, wie dieser Bau von 1914 Krieg und Wiederaufbau überstand.

Das Marunouchi-Gebäude von 1914
An der Westseite der Anlage steht das 1914 eröffnete Marunouchi-Gebäude.
Entworfen hat es der Architekt Tatsuno Kingo.
Mit seiner roten Backsteinfassade wirkt der Bau ausgesprochen europäisch.
Er zählt heute zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Zwei Kuppeln über den Flügeln
An den beiden Flügelenden des Gebäudes liegen zwei baugleiche, achteckige Hallen.
Jede dieser Hallen wird oben von einer Kuppel abgeschlossen.
So europäisch das Äußere wirkt, so asiatisch ist das Innere der Kuppeln gestaltet.
Dort schmücken typische Reliefs die Wände unter den Dächern.

Gut zu wissen
Das Marunouchi-Empfangsgebäude der Tokyo Station wurde 1914 eröffnet und von Tatsuno Kingo entworfen.
Der Bahnhof ist der wichtigste Knoten im japanischen Shinkansen-Netz und Ausgangspunkt zweier Schnellfahrstrecken.
Der Komplex umfasst zehn normalspurige Gleise für Hochgeschwindigkeitszüge und achtzehn kapspurige Gleise für den übrigen Verkehr.
Zerstörung und Wiederaufbau
Bei einem schweren Luftangriff am 25. Mai 1945 fiel eine Brandbombe auf das Empfangsgebäude.
Das Feuer breitete sich rasch über das ganze Gebäude und die Bahnsteigdächer aus.
Die Instandstellung der Gebäudehülle war im März 1947 abgeschlossen.
Später wurde der Bau aufwendig restauriert und erhielt seine ursprüngliche Gestalt mit den Kuppeln zurück.

Der wichtigste Shinkansen-Knoten
Die Tokyo Station ist der wichtigste Knoten im Shinkansen-Streckennetz.
Von hier gehen gleich zwei Schnellfahrstrecken aus.
JR Central betreibt die Tōkaidō-Shinkansen in Richtung Nagoya und Osaka.
JR East ist für die Tōhoku-Shinkansen und die davon abzweigenden Strecken zuständig.

Gleise über und unter der Erde
Der Bahnhofskomplex umfasst zehn normalspurige Gleise für die Hochgeschwindigkeitszüge.
Hinzu kommen achtzehn kapspurige Gleise für den konventionellen Schienenverkehr.
Acht dieser Gleise liegen in zwei Tunnelbahnhöfen tief unter der Stadt.
Zwei andere Gleise verlaufen dagegen auf einem Viadukt bis in Höhe des dritten Stockwerks.

Nahverkehr und U-Bahn
Durch den Bahnhof verlaufen außerdem mehrere Stadt- und Regionallinien von JR East.
Im Untergeschoss des westlichen Empfangsgebäudes liegt ein eigener U-Bahnhof.
Er wird von der Marunouchi-Linie der Gesellschaft Tokyo Metro bedient.
Zusätzlich gibt es am Bahnhof einen Busbahnhof für den Fernbusverkehr.

Zwei Gesichter, zwei Viertel
Der Bahnhof besitzt je ein Empfangsgebäude auf beiden Seiten der Gleise.
Im Westen liegt die historische Marunouchi-Seite, im Osten die modernere Yaesu-Seite.
Marunouchi ist eines der wichtigsten Geschäftsviertel Tokios.
Rundherum ragen Wolkenkratzer wie das Marunouchi Building und der JP Tower in den Himmel.

Am Kaiserpalast
Nur einen kurzen Weg vom Bahnhof entfernt liegt der Kaiserpalast.
Seine weiten Gärten bilden einen ruhigen Gegenpol zu den Hochhäusern.
Auch das berühmte Einkaufsviertel Ginza ist von hier aus schnell erreicht.
So steht der Bahnhof im Herzen des alten und des neuen Tokio zugleich.

Ankommen in Tokio
Ankommen an der Tokyo Station heißt, aus einem Backsteinbau in eine der größten Städte der Welt zu treten.
Die Gärten des Kaiserpalastes und die Lichter von Ginza liegen beide in Laufnähe.
Wer weiterreisen möchte, sitzt bald im Shinkansen Richtung Westen.
So beginnt der Besuch Japans schon unter den Kuppeln des alten Bahnhofs.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Wann wurde die Tokyo Station eröffnet?
Was geschah im Zweiten Weltkrieg?
Warum ist der Bahnhof so wichtig?
Wie viele Gleise hat der Bahnhof?
Was liegt in der Nähe?
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