Stimmt es, dass …?
„Immer im Kreis: Die Yamanote-Linie dreht in Tokio ihre Runden ganz ohne Endbahnhof.“
Stimmt es, dass Tokios Yamanote-Linie ein großer Ring ohne Anfang und Ende ist?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Die Yamanote-Linie in Tokio fährt als geschlossener Ring rund um die Innenstadt. Der Mythos stimmt, denn ihre Züge drehen ihre Runden ohne feste Endstation, immer weiter im Kreis.
In der japanischen Hauptstadt Tokio gibt es eine der berühmtesten Bahnlinien der Welt.
Sie heißt Yamanote-Linie und verbindet die wichtigsten Stadtteile miteinander.
Das Besondere daran ist, dass ihre Züge im Kreis fahren.

Die Fakten in Zahlen
30
Bahnhöfe
auf dem Ring
rund 34,5 km
Länge
eine volle Runde
gut 1 Stunde
pro Runde
ohne Endstation
Die Züge halten nirgends als Endbahnhof, sondern umrunden die Innenstadt immer weiter.
Eine Linie, die im Kreis fährt
Die meisten Bahnlinien haben einen Anfang und ein Ende.
Sie beginnen an einem Bahnhof und hören an einem anderen wieder auf.
Die Yamanote-Linie in Tokio macht das anders.
Ihre Gleise bilden einen geschlossenen Ring rund um die Innenstadt.
Deshalb heißt es, sie habe weder Anfang noch Ende.
Dieser Beitrag prüft, ob das wirklich so ist.

Was eine Ringlinie ist
Eine Ringlinie verläuft in einem geschlossenen Kreis.
Ihre Gleise führen am Ende wieder an den Ausgangspunkt zurück.
Ein Zug kann also immer weiterfahren, ohne jemals umkehren zu müssen.
Statt einer Endstation gibt es nur eine ständige Rundfahrt.
Solche Ringe findet man in vielen großen Städten im Nahverkehr.
Die Yamanote-Linie ist ein besonders bekanntes Beispiel dafür.
Gut zu wissen
Eine Ringlinie verbindet viele Stadtteile zu einem geschlossenen Kreis und spart so das Wenden an einer Endstation.
Tokio besitzt neben der Yamanote-Linie ein dichtes Netz weiterer Bahn- und U-Bahn-Linien, die an ihren Bahnhöfen zusammentreffen.
Die Yamanote-Linie im Überblick
Die Yamanote-Linie wird von der Bahngesellschaft JR East betrieben.
Sie umrundet die Innenstadt von Tokio auf einer Länge von rund 34,5 Kilometern.
Auf diesem Ring liegen 30 Bahnhöfe.
Fast alle davon bieten Anschluss an weitere Bahn- oder U-Bahn-Linien.
Damit ist die Linie eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt.
Sie gilt als eine der verkehrsreichsten Strecken Japans.
Kein Anfang, kein Ende
Ein Zug der Yamanote-Linie fährt auf dem Ring immer im Kreis.
Er hält an einem Bahnhof nach dem anderen und kehrt am Ende zum Start zurück.
Eine klassische Endstation, an der alle aussteigen müssen, gibt es nicht.
Die Fahrgäste steigen einfach dort aus, wo sie hinwollen.
Theoretisch könnte man den ganzen Tag im Kreis mitfahren.
In diesem Sinne hat die Linie tatsächlich weder Anfang noch Ende.
Die großen Knotenpunkte
Auf ihrer Runde berührt die Yamanote-Linie die wichtigsten Zentren Tokios.
Dazu gehören Shinjuku, Shibuya, Ikebukuro und Ueno.
Auch am Hauptbahnhof Tokio und in Shinagawa hält sie.
An diesen Knoten treffen zahllose weitere Linien zusammen.
Viele dieser Bahnhöfe gehören zu den meistgenutzten der Welt.
Die Ringlinie fädelt all diese Punkte zu einem großen Kreis zusammen.
Gut eine Stunde pro Runde
Für eine komplette Umrundung braucht ein Zug gut eine Stunde.
Die Bahnen folgen einander dabei im Abstand von nur wenigen Minuten.
In den Hauptverkehrszeiten ist der Takt besonders dicht.
So müssen Fahrgäste meist nur kurz auf den nächsten Zug warten.
Der Ring arbeitet damit fast wie ein ständig laufendes Förderband.
Diese hohe Dichte macht die Linie so leistungsfähig.
Grün auf dem Netzplan
Auf den Plänen der Stadt ist die Yamanote-Linie an ihrer grünen Farbe zu erkennen.
Als großer grüner Kreis prägt sie das Bild des Tokioter Nahverkehrs.
Für viele Reisende ist sie der erste Orientierungspunkt in der Millionenstadt.
Wer sich am Ring entlanghangelt, erreicht fast jedes wichtige Viertel.
Auch Besucher nutzen sie deshalb besonders gern.
Die grüne Ringlinie ist so etwas wie das Rückgrat der Stadt.
Nicht ganz allein auf dem Ring
Ein genauer Blick zeigt, dass der Ring aus mehreren Gleisen besteht.
Auf einem Teil der Strecke teilen sich mehrere Linien die Trasse.
Die Yamanote-Züge fahren jedoch durchgehend auf ihren eigenen Ringgleisen.
Ein Gleis dient der Fahrt im Uhrzeigersinn, das andere in die Gegenrichtung.
So können Fahrgäste in beide Richtungen um die Stadt reisen.
Am Grundprinzip des geschlossenen Kreises ändert das nichts.
Das Fazit
Der Mythos stimmt, denn die Yamanote-Linie ist eine echte Ringlinie.
Ihre Züge umrunden die Innenstadt von Tokio auf rund 34,5 Kilometern.
Auf dem Ring liegen 30 Bahnhöfe, aber keine feste Endstation.
Eine volle Runde dauert gut eine Stunde, dann beginnt sie von vorn.
In diesem Sinne hat die Linie wirklich weder Anfang noch Ende.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
