Stimmt es, dass bei einer australischen Museumsbahn Fahrgäste die Beine aus dem offenen Wagen baumeln lassen dürfen?

Stimmt es, dass …?

„Festhalten und baumeln lassen: Bei der Puffing Billy hängen die Beine im Fahrtwind.“

Stimmt es, dass bei einer australischen Museumsbahn Fahrgäste die Beine aus dem offenen Wagen baumeln lassen dürfen?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Bei der Puffing Billy Railway in Australien sitzen Fahrgäste auf dem Rand offener Wagen und lassen die Beine nach außen baumeln. Der Mythos stimmt, denn diese Sitzweise ist eine alte Tradition der Bahn.

In den Bergen nahe der australischen Stadt Melbourne fährt eine alte Schmalspurbahn.

Sie heißt Puffing Billy und ist bei Einheimischen wie Gästen sehr beliebt.

Ihr Markenzeichen sind Fahrgäste, die ihre Beine aus dem Wagen hängen lassen.

Puffing Billy Railway Car
Foto: Stephen Edmonds, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

762 mm

Spurweite

schmale Gleise

1900

eröffnet

in den Dandenong Ranges

seit den 1920ern

offene Wagen

mit Beinen im Fahrtwind

Die Fahrgäste sitzen auf der niedrigen Seitenwand der offenen Wagen und lassen die Beine nach außen baumeln.

Beine im Fahrtwind

Bilder der Puffing Billy Railway zeigen immer wieder dasselbe Motiv.

Fahrgäste sitzen auf dem Rand der Wagen und strecken die Beine nach draußen.

Im Fahrtwind baumeln die Füße fröhlich über der vorbeiziehenden Landschaft.

Was in vielen Ländern streng verboten wäre, gehört hier zum Erlebnis.

Das wirkt auf Besucher aus Europa zunächst ungewöhnlich.

Dieser Beitrag klärt, ob das wirklich erlaubt ist.

Puffing Billy Railway Line Closeup
Foto: Nick carson at English Wikipedia, Public domain, via Wikimedia Commons

Eine Bahn in den Dandenongs

Die Puffing Billy Railway liegt in den Dandenong Ranges nahe Melbourne.

Diese bewaldeten Hügel sind ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Bahn fährt auf besonders schmalen Gleisen von nur 762 Millimetern Spur.

Eröffnet wurde die Strecke im Jahr 1900.

Ursprünglich brachte sie Güter aus der Land- und Forstwirtschaft ins Tal.

Heute ist sie eine reine Museums- und Ausflugsbahn.

Gut zu wissen

Die Spurweite von 762 Millimetern ist deutlich schmaler als die in Europa übliche Normalspur und erlaubt enge Kurven in bergigem Gelände.

Die Puffing Billy wird von einer Erhaltungsgesellschaft und vielen ehrenamtlichen Helfern betrieben, ähnlich wie andere Museumsbahnen weltweit.

Die offenen Wagen

Das Geheimnis der baumelnden Beine liegt in den Wagen selbst.

Viele Personenwagen der Puffing Billy sind an den Seiten offen.

Statt hoher Wände haben sie nur eine niedrige Brüstung.

Auf dieser Brüstung können die Fahrgäste sitzen.

Diese halboffenen Wagen entstanden schon in den 1920er Jahren.

Sie prägen das Bild der Bahn bis heute.

Beine über die Seitenwand

Wer auf dem Rand sitzt, lässt die Beine ganz natürlich nach außen hängen.

Genau das ist bei der Puffing Billy erlaubt und sogar erwünscht.

Die Fahrgäste halten sich fest und genießen den Blick ins Grüne.

Diese Sitzweise ist seit den offenen Wagen der 1920er Jahre üblich.

Sie gilt längst als liebgewonnene Tradition der Bahn.

Für viele ist gerade das der Reiz einer Fahrt.

Vom Güterzug zur Museumsbahn

Lange war die Puffing Billy eine ganz gewöhnliche Nebenbahn.

Im Jahr 1953 blockierte ein Erdrutsch die Strecke.

Der reguläre Betrieb wurde daraufhin eingestellt.

Doch Freunde der Bahn wollten sie nicht aufgeben.

Im Jahr 1955 gründete sich eine Gesellschaft zu ihrem Erhalt.

Seitdem fährt die Puffing Billy als Museumsbahn weiter.

Wie die Fahrt heute abläuft

Heute rollt die Bahn durch Wälder, Farnschluchten und über hölzerne Brücken.

Besonders bekannt ist eine geschwungene Holzbrücke am Beginn der Strecke.

Von den offenen Wagen aus hat man freie Sicht in die Natur.

Die Fahrt ist gemächlich und dauert ihre Zeit.

Dampflokomotiven ziehen die Züge durch die Hügel.

So fühlt sich eine Reise an wie eine Zeitreise in vergangene Tage.

Tradition mit Verantwortung

Das Baumeln der Beine ist kein Zufall, sondern Teil des Konzepts.

Die Bahn weist ihre Gäste auf den richtigen und sicheren Umgang hin.

Die Fahrt ist langsam, und die Strecke ist auf diese Wagen abgestimmt.

So lässt sich das offene Fahren mit der nötigen Vorsicht verbinden.

Die Tradition wird deshalb bis heute gepflegt.

Sie ist zu einem Wahrzeichen der Puffing Billy geworden.

Ein Liebling bei Melbourne

Die Puffing Billy zählt zu den bekanntesten Museumsbahnen Australiens.

Jedes Jahr kommen zahlreiche Besucher in die Dandenong Ranges.

Für viele Familien gehört eine Fahrt fest zum Ausflug dazu.

Das Bild der baumelnden Beine ist dabei zum Markenzeichen geworden.

Es ziert Fotos, Postkarten und Reiseberichte.

Kaum eine andere Bahn wird so sehr mit einer einzigen Geste verbunden.

Das Fazit

Der Mythos stimmt, denn bei der Puffing Billy dürfen die Beine aus dem Wagen baumeln.

Möglich machen das die offenen Wagen mit ihrer niedrigen Seitenwand.

Diese Sitzweise ist seit den 1920er Jahren eine feste Tradition der Bahn.

Die langsame Fahrt durch die Dandenongs ist darauf abgestimmt.

So ist aus einer einfachen Nebenbahn ein besonderes Erlebnis geworden.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Häufige Fragen

Darf man bei der Puffing Billy wirklich die Beine heraushängen?
Ja, auf den offenen Wagen ist das Sitzen auf der Brüstung mit baumelnden Beinen erlaubt und üblich.
Seit wann gibt es diese Tradition?
Seit den offenen Wagen vom Typ NBH, die in den 1920er Jahren in Dienst kamen.
Wo fährt die Bahn?
In den Dandenong Ranges nahe Melbourne im australischen Bundesstaat Victoria.
Seit wann fährt die Puffing Billy?
Die Strecke wurde 1900 eröffnet; seit 1955 fährt sie als Museumsbahn weiter.
Welche Spurweite hat die Bahn?
Sie fährt auf schmalen Gleisen mit 762 Millimetern Spurweite.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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