Stimmt es, dass jeder Zug vor der Abfahrt eine Bremsprobe braucht?

Stimmt es, dass …?

„Vor der Abfahrt bitte noch etwas Geduld: Der Zug macht gerade seine Bremsprobe.“

Stimmt es, dass jeder Zug vor der Abfahrt eine Bremsprobe braucht?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Bevor ein Zug losfährt, wird seine Bremse überprüft. Der Mythos stimmt, denn nach dem Zusammenstellen eines Zuges gehört die Bremsprobe fest zum Vorbereitungsdienst.

Ein Zug wiegt viele Tonnen und muss sicher zum Stehen kommen.

Deshalb ist die Bremse das wichtigste Sicherheitsbauteil.

Doch woher weiß das Personal, dass sie im ganzen Zug funktioniert?

CKD9C with freight train at Alashankou station
Foto: Полномочное представительство Республики Татарстан, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

Brpr

Abkürzung

für die Bremsprobe

Druckluft

Bremsart

übliche Bremse im Zug

915.01

Richtlinie

der Deutschen Bahn

Nach dem Zusammenstellen eines Zuges wird die Bremse im ganzen Verband geprüft.

Ein kurzer Test vor der Fahrt

Bevor ein Zug den Bahnhof verlässt, geschieht oft etwas Unscheinbares.

Das Personal prüft, ob die Bremsen des Zuges richtig arbeiten.

Dieser Vorgang heißt Bremsprobe.

Er gehört bei der Eisenbahn zum festen Vorbereitungsdienst.

Freight train in the outer of Ghaziabad Junction, India
Foto: Ravi Dwivedi, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Was eine Bremsprobe ist

Eine Bremsprobe ist die Prüfung des Bremssystems eines Zuges.

Dabei werden die Funktion und der technische Zustand der Bremsen kontrolliert.

Sie findet vor Zugfahrten und vor Rangierfahrten statt.

Fachleute kürzen die Bremsprobe mit den Buchstaben Brpr ab.

Die Prüfung gehört damit zu den wichtigsten Handgriffen vor jeder Fahrt.

Gut zu wissen

Die Bremsprobe gehört zum sogenannten Vorbereitungsdienst, also zu den Arbeiten, die vor der Abfahrt erledigt werden.

Auch bei Straßenfahrzeugen gibt es eine Bremsprobe, doch bei der Eisenbahn ist sie besonders genau geregelt.

Anlegen und Lösen

Bei der Prüfung geht es vor allem um zwei Dinge.

Zum einen muss die Bremse sicher anlegen, also greifen.

Zum anderen muss sie sich wieder vollständig lösen.

Nur wenn beides im ganzen Zug klappt, darf die Fahrt beginnen.

Warum sie nach dem Kuppeln nötig ist

Besonders wichtig ist die Probe, wenn ein Zug neu zusammengestellt wurde.

Werden Wagen an eine Lok gekuppelt, entsteht eine durchgehende Bremsleitung.

Erst die Bremsprobe zeigt, ob diese Leitung überall dicht ist.

Deshalb findet nach dem Zusammenstellen eines Zuges immer eine Bremsprobe statt.

Die Druckluftbremse im Zug

Die Fahrzeuge der Eisenbahn bremsen üblicherweise mit Druckluft.

Durch den ganzen Zug zieht sich dafür eine Luftleitung.

Sinkt der Druck in dieser Leitung, legen sich die Bremsen an.

Steigt der Druck wieder, lösen sie sich.

Dieses Prinzip sorgt dafür, dass ein Zug auch bei einem Riss der Leitung von selbst bremst.

Prüfen im Stillstand

Die meisten Bremsproben finden im Stillstand statt.

Der Zug steht dabei am Bahnsteig oder im Bahnhof.

Das Personal beobachtet, wie die Bremsen greifen und wieder loslassen.

So lässt sich ein Fehler entdecken, bevor der Zug rollt.

Eine Probe auch während der Fahrt

Manchmal wird die Bremse auch während der Fahrt geprüft.

Der Lokführer testet dann, ob das Anlegen und Lösen ordentlich funktioniert.

Zugleich bekommt er ein Gefühl für den Zustand der Schienen.

Das ist vor allem im Herbst und im Winter wichtig, wenn die Gleise glatt sind.

Feste Regeln für die Sicherheit

Für die Bremsprobe gibt es feste Regeln.

Bei der Deutschen Bahn ist das Prüfen der Bremsen in einer eigenen Richtlinie beschrieben.

Sie trägt die Nummer 915.01.

Solche Vorschriften sorgen dafür, dass überall gleich sorgfältig geprüft wird.

Das Fazit

Der Mythos von der Bremsprobe stimmt.

Vor der Fahrt wird die Bremse eines Zuges tatsächlich überprüft.

Vor allem nach dem Zusammenstellen eines Zuges gehört die Bremsprobe fest dazu.

So stellt die Eisenbahn sicher, dass jeder Zug sicher bremsen kann.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Häufige Fragen

Braucht wirklich jeder Zug vor der Abfahrt eine Bremsprobe?
Nach dem Zusammenstellen eines Zuges gehört die Bremsprobe fest zum Vorbereitungsdienst vor der Fahrt.
Was wird bei der Bremsprobe geprüft?
Ob die Bremsen im ganzen Zug richtig anlegen und sich wieder vollständig lösen.
Womit bremsen Züge?
Üblicherweise mit einer Druckluftbremse, die über eine Leitung durch den ganzen Zug wirkt.
Wird nur im Stillstand geprüft?
Meist ja, doch manchmal wird die Bremse auch während der Fahrt getestet, besonders bei glatten Schienen.
Gibt es feste Regeln dafür?
Ja, bei der Deutschen Bahn ist das Prüfen der Bremsen in der Richtlinie 915.01 beschrieben.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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