Stimmt es, dass …?
„Nächster Halt für Entdecker: Wo einst Güterzüge rangierten, wächst heute ein wilder Wald.“
Stimmt es, dass in Berlin ein altes Bahngelände zum Naturpark wurde?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Mitten in Berlin liegt auf einem alten Rangierbahnhof heute ein Naturpark. Zwischen rostenden Gleisen wächst ein kleiner Wald, und eine Dampflok steht als Denkmal.
In Berlin gibt es einen Wald, der auf alten Bahngleisen wächst.
Gemeint ist der Natur-Park Südgelände im Süden der Stadt.
Wo früher Güterzüge sortiert wurden, erobert sich heute die Natur den Raum zurück.

Die Fakten in Zahlen
18 ha
Parkfläche
früheres Bahngelände
1889
Rangierbahnhof
Beginn als Tempelhofer Anlage
1999/2000
Naturpark
Eröffnung, EXPO-Projekt
Eine Dampflok der Baureihe 50 aus dem Jahr 1940 steht heute als Denkmal im Park.
Ein Park auf alten Gleisen
Im Süden Berlins liegt ein Gelände, das lange der Eisenbahn gehörte.
Heute ist es ein öffentlich zugänglicher Naturpark.
Zwischen den alten Schienen wachsen Birken, Gräser und ganze Baumgruppen.
Besucher laufen dort über schmale Wege und erhöhte Stege.
Der Ort wirkt wie eine kleine Wildnis mitten in der Großstadt.

Früher ein Rangierbahnhof
Das Areal gehörte zum Rangierbahnhof Tempelhof.
Dieser wurde im Jahr 1889 angelegt.
Hier wurden Güterwagen sortiert und zu neuen Zügen zusammengestellt.
Dazu gehörte auch ein Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe.
Über Jahrzehnte war das Gelände ein wichtiger Knoten im Güterverkehr.
Gut zu wissen
Das Gelände liegt im Süden Berlins auf dem früheren Rangierbahnhof Tempelhof und ist über einen eigenen Eingang zu erreichen.
Dampflok, Drehscheibe und der etwa 50 Meter hohe Wasserturm stehen bis heute als Zeugen der Bahngeschichte im Park.
Beleg: Wikipedia-Artikel „Natur-Park Südgelände“ (deutsch), abgerufen am 10.10.2026.
Der Betrieb kommt zum Erliegen
Mit der Zeit verlor der Rangierbahnhof seine Bedeutung.
Die Reichsbahn beendete die Nutzung des Bahnbetriebswerks im Jahr 1993.
Im Jahr 1995 übergab die Deutsche Bahn das Gelände dem Berliner Senat.
Die Gleise lagen nun still und wurden nicht mehr befahren.
So entstand eine große Fläche, die niemand mehr nutzte.
Die Natur erobert das Gelände zurück
In der langen Ruhe siedelten sich viele Pflanzen zwischen den Schienen an.
Erst kamen Gräser und Kräuter, später Büsche und Bäume.
Aus dem kahlen Bahnland wurde nach und nach ein kleiner Wald.
Auch seltene Tiere und Insekten fanden hier einen Lebensraum.
Die Natur machte aus der Technik eine grüne Insel.
Vom Bahnland zum Naturpark
Fachleute und Naturschützer erkannten den Wert dieser wilden Fläche.
Im Jahr 1999 wurde das Gelände als Park symbolisch eröffnet.
Im Jahr 2000 war der Natur-Park Südgelände ein offizielles Projekt der Weltausstellung EXPO.
Der Park umfasst rund 18 Hektar.
Damit blieb die besondere Mischung aus Technik und Wildnis erhalten.
Alte Technik als Denkmal
Viele Spuren der Bahn sind bis heute zu sehen.
Eine Dampflok der Baureihe 50 aus dem Jahr 1940 steht als Denkmal auf dem Gelände.
Auch eine alte Drehscheibe und ungenutzte Gleise sind erhalten.
Der rund 50 Meter hohe Wasserturm gilt als Wahrzeichen des Parks.
Er wurde im Jahr 2019 wieder instand gesetzt.
Geschützte Wildnis mitten in der Stadt
Teile des Parks stehen unter Naturschutz.
Schon im Frühjahr 1999 erhielt das Gebiet einen besonderen Schutzstatus.
Damit die empfindliche Natur nicht leidet, führen viele Wege über erhöhte Stahlstege.
So können Besucher die Wildnis erleben, ohne sie zu zertreten.
Der Park verbindet Erholung mit dem Schutz der Pflanzen und Tiere.
Kunst zwischen den Schienen
Der Natur-Park Südgelände ist nicht nur ein Stück Wald.
Zwischen den Gleisen stehen Kunstwerke aus Metall und Stein.
Ein erhöhter Steg führt wie ein Band durch das Gelände.
So treffen Industriegeschichte, Natur und Kunst aufeinander.
Für viele Berliner ist der Park ein ruhiger Rückzugsort.
Nicht das einzige Beispiel
Berlin hat noch mehr Parks auf früherem Bahnland.
Auch am Gleisdreieck entstand auf alten Bahnflächen ein großer Stadtpark.
Weltweit gibt es ähnliche Ideen, etwa die High Line in New York.
Dort wurde eine stillgelegte Güterbahn zu einem Park über den Straßen.
Altes Bahngelände wird so immer öfter zu grünem Raum für alle.
Das Fazit
Der Mythos stimmt eindeutig.
In Berlin wurde aus einem alten Rangierbahnhof ein echter Naturpark.
Zwischen rostenden Gleisen wächst heute ein geschützter Wald.
Alte Dampflok, Drehscheibe und Wasserturm erinnern an die Bahnzeit.
So wurde aus einem Ort der Technik ein Ort der Natur.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
