Stimmt es, dass …?
„Abfahrt nach Haarlem, auf einer Spur, die breiter ist als alles, was heute fährt.“
Stimmt es, dass die Niederlande ihre erste Eisenbahn zwischen Amsterdam und Haarlem eröffneten?
→ Die erste niederländische Bahn fuhr auf besonders breiten Gleisen.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt. Die erste Eisenbahn der Niederlande fuhr ab dem 20. September 1839 zwischen Amsterdam und Haarlem, zunächst auf einer besonders breiten Spur.
Die Niederlande sind ein Land der Kanäle und flachen Weiten.
Für die Eisenbahn waren diese Bedingungen Fluch und Segen zugleich.
Ihre erste Strecke verband zwei nahe, bedeutende Städte.

Die Fakten in Zahlen
20. September 1839
Eröffnung
Amsterdam–Haarlem
1945 mm
breite Spur
breiter als die heutige Normalspur
1866
Umspurung
Wechsel auf 1435 Millimeter
Quelle: englischsprachige Wikipedia „Hollandsche IJzeren Spoorweg-Maatschappij“.
Worum es bei dem Mythos geht
Die Behauptung lautet, die erste niederländische Eisenbahn habe Amsterdam mit Haarlem verbunden.
Beide Städte liegen nah beieinander im Westen des Landes.
Das klingt nach einer bescheidenen ersten Linie.
Doch sie hatte eine technische Besonderheit.

Die älteste Linie des Landes
Die Strecke wurde am 20. September 1839 eröffnet und gilt als älteste Bahnlinie der Niederlande.
Betrieben wurde sie von der Hollandsche IJzeren Spoorweg-Maatschappij.
Diese Gesellschaft war 1837 gegründet worden, als erste Eisenbahngesellschaft des Landes.
Die Linie verlief neben einem alten Treidelkanal, dem Haarlemmertrekvaart.
So lag die neue Technik gleich neben dem alten Transportweg auf dem Wasser.
Gut zu wissen
Die erste Strecke war in einer besonders breiten Spur von 1945 Millimetern angelegt und wurde erst 1866 auf die heute übliche Normalspur umgebaut.
Der Überlieferung nach zog die Lokomotive „De Arend“, der Adler, einen der ersten Züge; ein fahrfähiger Nachbau erinnert bis heute an sie.
Besonders breite Gleise
Das Auffälligste an der Strecke war ihre Spurweite.
Die Gleise lagen in einer breiten niederländischen Spur von 1945 Millimetern.
Das ist deutlich mehr als die heute übliche Normalspur von 1435 Millimetern.
Die breite Spur sollte ruhige und sichere Fahrten ermöglichen.
Sie machte die Bahn zugleich teuer und schwer mit Nachbarn zu verbinden.
Warum später umgespurt wurde
Mit der Zeit wuchs der Wunsch, durchgehende Züge über Grenzen fahren zu lassen.
Dafür mussten alle Strecken dieselbe Spur haben.
Deshalb wurde die breite Spur im Jahr 1866 auf Normalspur umgebaut.
Erst so konnte sich das niederländische Netz an das europäische anschließen.
Entlang des alten Kanals
Vor der Eisenbahn reisten viele mit dem Treckschuit, einem von Pferden gezogenen Kanalboot.
Die neue Bahn lief ein Stück neben dieser alten Wasserstraße.
Reisende konnten so unmittelbar den Unterschied erleben.
Der Zug war schneller, der Kanal vertrauter und älter.
Die Lok „De Arend“
Der Überlieferung nach zog eine Lokomotive namens „De Arend“ einen der ersten Züge.
Der Name bedeutet auf Deutsch „der Adler“.
Ein fahrfähiger Nachbau dieser Lok ist bis heute erhalten.
Er erinnert an die Anfänge der niederländischen Eisenbahn.
Schnell weiter nach Süden
Die kurze erste Linie blieb nicht allein.
Schon 1842 erreichte die Bahn Leiden, 1843 folgte Den Haag.
1847 war die Strecke bis Rotterdam ausgebaut.
So entstand rasch eine wichtige Verbindung durch den Westen des Landes.
Aus einem kurzen Anfang wurde ein tragendes Netz.
Warum Amsterdam und Haarlem
Die beiden Städte lagen nah beieinander und waren beide bedeutend.
Eine kurze Strecke ließ sich leichter und günstiger bauen.
Zugleich konnte man die neue Technik vielen Menschen vorführen.
Das war ein typischer Grund für die Wahl einer ersten Bahnlinie.
Das Fazit
Die Antwort lautet klar: Das stimmt.
Die erste niederländische Eisenbahn fuhr ab dem 20. September 1839 zwischen Amsterdam und Haarlem.
Betrieben wurde sie von der ersten Eisenbahngesellschaft des Landes.
Ihre breite Spur wurde erst 1866 auf die heute übliche Normalspur umgebaut.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Bahnbau im Land unter dem Meeresspiegel
Die Niederlande sind ein flaches Land mit vielen Kanälen, Mooren und weichen Böden.
Für den Bahnbau war das eine besondere Herausforderung.
Dämme und Brücken mussten den weichen Untergrund sicher tragen.
Zugleich gab es kaum Steigungen, was gerade Strecken und zügige Fahrten begünstigte.
So prägte die Landschaft von Anfang an, wie die niederländische Eisenbahn gebaut wurde.
Häufige Fragen
Wo fuhr die erste niederländische Eisenbahn?
Wer betrieb die Strecke?
Was war an den Gleisen besonders?
Wie ging es mit dem Netz weiter?
Wie hieß eine der ersten Lokomotiven?
Weiterfahrt
→ Stimmt es, dass die erste Eisenbahn auf dem europäischen Festland in Belgien fuhr? – Brüssel–Mecheln 1835
→ Stimmt es, dass die erste deutsche Eisenbahn Nürnberg–Fürth fuhr? – der Adler von 1835
→ Stimmt es, dass die erste Eisenbahn der Welt in England fuhr? – Stockton und Darlington 1825
