Stimmt es, dass …?
„Bitte tief durchatmen: Auf über 5000 Metern hilft die höchste Bahn der Welt mit zusätzlichem Sauerstoff nach.“
Stimmt es, dass die höchste Bahn der Welt ihre Fahrgäste mit Sauerstoff versorgt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass …?
Kurz gesagt
Das stimmt: Die Lhasa-Bahn in China ist mit einem höchsten Punkt von 5072 Metern die höchste Bahn der Welt und versorgt ihre Fahrgäste in der dünnen Luft mit zusätzlichem Sauerstoff.
In Tibet fährt eine Bahn durch eine der höchsten Landschaften der Erde.
Die Luft ist dort so dünn, dass vielen Menschen das Atmen schwerfällt.
Deshalb heißt es, die Bahn versorge ihre Fahrgäste eigens mit Sauerstoff.

Die Fakten in Zahlen
5072 m
Tanggula-Pass
höchster Punkt der Strecke
5068 m
Bahnhof Tanggula
höchster Bahnhof der Welt
2006
seit August
fahrplanmäßiger Betrieb
An jedem Sitzplatz der Bahn gibt es einen Anschluss für zusätzlichen Sauerstoff.
Eine Bahn in extremer Höhe
In Tibet fährt eine Bahn durch eine der höchsten Landschaften der Erde.
Die Luft ist dort so dünn, dass vielen Menschen das Atmen schwerfällt.
Deshalb heißt es, die Bahn versorge ihre Fahrgäste mit Sauerstoff.
Diese Behauptung lässt sich klar überprüfen.

Die höchste Bahn der Welt
Die Strecke verbindet die Stadt Xining mit der tibetischen Hauptstadt Lhasa.
Insgesamt ist sie rund 1956 Kilometer lang.
Ihr höchster Punkt liegt am Tanggula-Pass auf 5072 Metern.
Damit ist sie die höchstgelegene Bahnstrecke der ganzen Erde.
Gut zu wissen
Je höher man kommt, desto weniger Sauerstoff enthält die gleiche Menge Luft.
Die tibetische Hochebene wird wegen ihrer Höhe oft das Dach der Welt genannt.
Rekorde entlang der Strecke
An der Strecke liegt auch der höchste Bahnhof der Welt.
Der Bahnhof Tanggula befindet sich auf 5068 Metern Höhe.
Zudem gibt es hier den höchstgelegenen Eisenbahntunnel der Welt auf 4905 Metern.
Rund 960 Kilometer der Strecke verlaufen oberhalb von 4000 Metern.
Warum die dünne Luft ein Problem ist
In dieser Höhe enthält die Luft viel weniger Sauerstoff als am Meer.
Der Sauerstoffdruck liegt etwa 35 bis 40 Prozent unter dem Wert auf Meereshöhe.
Viele Reisende bekommen dadurch Kopfschmerzen oder Atemnot.
Ohne Hilfe wäre die Fahrt für manche Menschen gefährlich.
Sauerstoff für die Fahrgäste
Die Wagen der Bahn sind besonders gebaut und führen Sauerstoff mit.
An jedem Sitzplatz gibt es einen Anschluss für zusätzlichen Sauerstoff.
So können die Reisenden bei Bedarf besser atmen.
Die Behauptung trifft also tatsächlich zu.
Sauerstoff aus eigenen Anlagen
Entlang der Strecke wurden eigene Anlagen zur Sauerstoffgewinnung gebaut.
Sie liefern den zusätzlichen Sauerstoff für die Züge.
Damit lässt sich die dünne Höhenluft ein Stück weit ausgleichen.
Die Versorgung ist also ein fester Teil des Betriebs.
Wie die Strecke überhaupt entstand
Die Bahn gehört zu den größten Bauprojekten des 21. Jahrhunderts.
Der Probebetrieb begann Anfang 2006.
Seit August 2006 fährt die Strecke nach Fahrplan.
Der Bau in dieser gewaltigen Höhe war eine große technische Herausforderung.
Eine Reise der Superlative
Die Fahrt von Xining nach Lhasa dauert viele Stunden.
Sie führt über Pässe, durch Tunnel und über die weite Hochebene Tibets.
Für viele Reisende ist sie ein einmaliges Erlebnis.
Der zusätzliche Sauerstoff macht diese Reise für alle erträglicher.
Das Fazit
Die Aussage stimmt.
Die Lhasa-Bahn ist mit 5072 Metern am höchsten Punkt die höchste Bahn der Welt.
In der dünnen Luft versorgt sie ihre Fahrgäste tatsächlich mit zusätzlichem Sauerstoff.
Ohne diese Hilfe wäre die Reise durch das Dach der Welt für viele kaum möglich.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
