Stimmt es, dass …?
„Willkommen an Bord der Flåmbahn: In wenigen Kilometern geht es steil hinunter zum Fjord.“
Stimmt es, dass die Flåmbahn eine der steilsten Normalspurbahnen Europas ist?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Die Flåmbahn in Norwegen überwindet auf gut zwanzig Kilometern fast 900 Höhenmeter. Der Mythos stimmt, denn mit einer Steigung von bis zu 55 Promille gilt sie als eine der steilsten Normalspurbahnen Europas.
In den Bergen Norwegens verkehrt eine besondere Bahn.
Auf kurzer Strecke klettert sie erstaunlich hoch hinauf.
Dabei kommt sie ohne die sonst üblichen Hilfsmittel steiler Bahnen aus.

Die Fakten in Zahlen
55 Promille
max. Steigung
sehr steil für Normalspur
865 m
Höhenunterschied
auf nur 20,2 km
1435 mm
Normalspur
die normale Spurweite
Die Flåmbahn gilt als eine der steilsten Normalspurbahnen Europas.
Eine Bahn, die die Berge erklimmt
Die Flåmbahn heißt auf Norwegisch Flåmsbana.
Sie ist eine kurze, aber sehr steile Eisenbahnstrecke.
In wenigen Kilometern verbindet sie das Hochland mit einem tiefen Fjord.
Dabei windet sie sich durch eine wilde Berglandschaft.
Für viele ist die Fahrt ein Erlebnis der besonderen Art.
Die Bahn gilt als eine der steilsten ihrer Bauart in Europa.
Genau das macht sie unter Bahnfreunden so bekannt.

Wo die Flåmbahn fährt
Die Strecke liegt in der norwegischen Provinz Vestland.
Sie verbindet die Orte Myrdal und Flåm.
Beide gehören zur Gemeinde Aurland.
Oben in Myrdal trifft die Bahn auf eine wichtige Hauptstrecke.
Unten in Flåm endet sie direkt am Wasser.
Zwischen beiden Punkten liegt ein steiler Abstieg.
Auf kurzer Distanz ändert sich die Landschaft dadurch stark.
Gut zu wissen
Die Steigung wird in Promille angegeben, wobei 55 Promille einem Anstieg von 55 Metern auf einen Kilometer Strecke entsprechen.
Weil die Flåmbahn heute vor allem dem Tourismus dient, richtet sich der Fahrplan stark nach den Wünschen der Besucher.
Von der Bergenbahn zum Fjord
In Myrdal zweigt die Flåmbahn von der Bergenbahn ab.
Die Bergenbahn ist eine der großen Strecken Norwegens.
Von dort führt die Flåmbahn nach Norden durch das Tal Flåmsdalen.
Am Ende erreicht sie den Aurlandsfjord.
Dieser ist ein Seitenarm des großen Sognefjords.
Der Sognefjord gehört zu den längsten Fjorden des Landes.
So verbindet die kurze Bahn das Gebirge mit dem Meer.
Die Zahlen der Steigung
Die Strecke ist nur 20,2 Kilometer lang.
Auf dieser kurzen Distanz überwindet sie 865 Höhenmeter.
Die stärkste Steigung beträgt 55 Promille.
Das bedeutet 55 Meter Höhe auf 1000 Meter Weg.
Über 16 Kilometer der Strecke sind mindestens 28 Promille steil.
Die Bahn steigt also über weite Teile ihres Weges kräftig an.
Für eine gewöhnliche Bahn sind das außergewöhnliche Werte.
Eine der steilsten Normalspurbahnen Europas
Die Flåmbahn ist eine Normalspurbahn.
Ihre Spurweite beträgt die üblichen 1435 Millimeter.
Trotzdem bewältigt sie eine sehr große Steigung.
Der engste Bogen der Strecke hat einen Radius von nur 130 Metern.
Aus diesen Gründen gilt sie als eine der steilsten Normalspurbahnen Europas.
Sie steht damit in einer Reihe mit den kühnsten Gebirgsstrecken.
Ihr Ruf als besonders steile Bahn ist damit gut begründet.
Warum das besonders ist
Sehr steile Bahnen setzen oft auf besondere Technik.
Manche nutzen ein Zahnrad, das in eine Zahnstange im Gleis greift.
Andere fahren auf schmalen Spuren, die enge Kurven erlauben.
Die Flåmbahn dagegen bleibt bei der normalen Spurweite.
Umso erstaunlicher ist die Höhe, die sie erklimmt.
Ihre Züge halten sich allein durch die Reibung der Räder auf der Schiene.
Genau das macht die Strecke unter Fachleuten so bekannt.
Vom Verkehrsmittel zur Attraktion
Früher diente die Bahn vor allem dem Verkehr in der Region.
Heute ist sie fast ausschließlich eine Touristenattraktion.
Sie zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Norwegens.
Reisende aus aller Welt kommen eigens für diese Fahrt.
Die kurze Strecke ist so zu einem festen Ziel geworden.
Viele verbinden die Fahrt mit einer Reise durch die Fjorde.
Ihr Ruf reicht längst über die Landesgrenzen hinaus.
Was Reisende erleben
Während der Fahrt reihen sich die Ausblicke aneinander.
Steile Hänge, Wasserfälle und tiefe Täler ziehen vorbei.
Der Zug fährt langsam genug, um alles in Ruhe zu betrachten.
Immer wieder verschwindet die Strecke kurz in einem Tunnel.
Dann öffnet sich erneut der Blick auf die Berge.
Am Ende taucht der Fjord tief unten auf.
So wird die kurze Strecke zu einer großen Reise.
Das Fazit
Der Mythos stimmt, denn die Flåmbahn ist eine der steilsten Normalspurbahnen Europas.
Auf nur 20,2 Kilometern überwindet sie 865 Höhenmeter.
Ihre stärkste Steigung beträgt 55 Promille.
Dabei bleibt sie bei der normalen Spurweite von 1435 Millimetern.
Genau das macht die kurze Bahn so bemerkenswert.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
