Wie lang ist der Karawankentunnel der Eisenbahn?

Zahlen, bitte!

„Der Zug erreicht gleich den Karawankentunnel, eine 7976 Meter lange Röhre, die Österreich und Slowenien unter dem Gebirge verbindet.“

Wie lang ist der Karawankentunnel der Eisenbahn?

→ Ein Tunnel in Zahlen.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!

Kurz gesagt

Der Karawankentunnel der Eisenbahn ist 7976 Meter lang und führt unter dem Gebirge der Karawanken hindurch. Er verbindet Österreich mit Slowenien und wurde bereits im Jahr 1906 eröffnet.

Die Karawanken sind ein langer Gebirgszug an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien.

Damit die Bahn diese Barriere überwinden konnte, musste ein langer Tunnel her.

Seine Länge und sein Alter erzählen von einer großen Leistung der frühen Alpenbahnen.

Karavanke rail tunnel south entrance
Foto: Ajznponar, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

7976 m

Länge des Tunnels

eingleisig und elektrifiziert

1901–1906

Bauzeit

eröffnet am 30. September 1906

637 m

Höhe am Scheitel

der höchste Punkt im Tunnel

Quelle: Wikipedia-Artikel zum Karawankentunnel der Eisenbahn. Stand 2026.

Die große Zahl

Der Karawankentunnel der Eisenbahn ist 7976 Meter lang.

Das sind fast acht Kilometer unter festem Fels hindurch.

Damit ist er der längste Tunnel im Verlauf seiner Bahnstrecke.

Für seine Entstehungszeit war das eine gewaltige Leistung.

Eine solche Röhre durch ein Gebirge zu treiben, war damals höchst anspruchsvoll.

Die Zahl steht für den Mut der Ingenieure vor über hundert Jahren.

Test drilling preparation in Karawanks Motorway Tunnel 2016
Foto: Jaka Rogelj, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Tunnel zwischen zwei Ländern

Der Tunnel liegt genau auf der Grenze zwischen Österreich und Slowenien.

Mitten in der Röhre wird die Staatsgrenze der beiden Länder gequert.

Wer hindurchfährt, wechselt also unter der Erde das Land.

Der Berg über dem Tunnel gehört zum Gebirgszug der Karawanken.

So verbindet der Tunnel zwei Staaten auf kürzestem Weg.

Ohne ihn wäre ein weiter Umweg über die Berge nötig.

Gut zu wissen

Der Karawankentunnel der Eisenbahn ist 7976 Meter lang, eingleisig und elektrifiziert; er wurde von 1901 bis 1906 als Teil der Neuen Alpenbahnen erbaut und am 30. September 1906 in Betrieb genommen.

Im Inneren des Tunnels wird die Staatsgrenze zwischen Österreich und Slowenien gequert; der höchste Punkt der Röhre, der Scheitelpunkt, liegt auf einer Höhe von 637 Metern.

Gebaut vor über hundert Jahren

Der Bau des Tunnels begann im Jahr 1901.

Fünf Jahre später, im Jahr 1906, war die Röhre fertig.

Am 30. September 1906 wurde der Tunnel in Betrieb genommen.

Er entstand als Teil der sogenannten Neuen Alpenbahnen.

Damals wurden gleich mehrere große Bahntunnel durch die Alpen getrieben.

Der Karawankentunnel war einer dieser ehrgeizigen Bauten.

Nur ein Gleis in der Röhre

Im Karawankentunnel liegt nur ein einziges Gleis.

Man spricht deshalb von einem eingleisigen Tunnel.

Die Züge beider Richtungen teilen sich also dieselbe Röhre.

Ein fester Fahrplan sorgt dafür, dass sie sich nicht begegnen.

Viele alte Tunnel wurden aus Kostengründen nur eingleisig gebaut.

Der Bau einer zweiten Röhre wäre sehr viel teurer gewesen.

Strom im Berg

Die Strecke durch den Tunnel ist elektrifiziert.

Über den Gleisen hängt eine Oberleitung, aus der die Züge ihren Strom ziehen.

Das war nicht immer so, denn früher fuhren hier Dampflokomotiven.

In einem engen Tunnel ist der Rauch einer Dampflok besonders unangenehm.

Die Elektrifizierung machte die Fahrt durch den Berg viel sauberer.

Heute gleiten die Züge leise und ohne Qualm hindurch.

Der höchste Punkt im Tunnel

Im Inneren des Tunnels liegt der höchste Punkt der ganzen Röhre.

Dieser Scheitelpunkt befindet sich auf einer Höhe von 637 Metern.

Von dort aus fällt die Strecke zu beiden Seiten leicht ab.

So läuft das Wasser aus dem Tunnel von selbst nach draußen.

Ein Tunnel durch ein Gebirge folgt oft einem solchen sanften Dach.

Das erleichtert die Entwässerung und die Fahrt für die Züge.

Warum der Tunnel gebraucht wurde

Die Karawanken stellten sich der Bahn wie eine hohe Mauer in den Weg.

Ein Zug kann steile Berge nicht einfach überqueren.

Also musste ein Weg unter dem Gebirge hindurch gefunden werden.

Der Tunnel schuf eine feste Verbindung zwischen den Tälern beider Seiten.

So konnten Menschen und Waren viel leichter über die Grenze reisen.

Für die ganze Region war das ein großer Fortschritt.

Was fast acht Kilometer bedeuten

7976 Meter im Dunkeln sind eine lange Strecke.

Ein Zug braucht dafür einige Minuten reine Fahrt im Berg.

Draußen ist es hell, drinnen herrscht durchgehend Dunkelheit.

Die Fahrgäste merken oft nur am Druck in den Ohren, dass sie im Berg sind.

Für die Bauleute war jeder einzelne Meter harte Arbeit.

Sie trieben die Röhre von beiden Seiten in den Fels.

Ein Tunnel im Vergleich

Heute gibt es Tunnel, die viele Male länger sind als dieser.

Der längste Eisenbahntunnel der Welt misst über fünfzig Kilometer.

Für das Jahr 1906 aber war der Karawankentunnel sehr beachtlich.

Er zeigt, was schon vor über hundert Jahren möglich war.

Jede Epoche hat ihre eigenen großen Bauwerke hervorgebracht.

Der Karawankentunnel gehört zu den frühen Meistern seiner Art.

Zahlen mit Geschichte

7976 Meter, gebaut bis 1906, mitten durch die Grenze.

Diese Zahlen erzählen von einer frühen und kühnen Bahnverbindung.

Sie zeigen, wie die Bahn ganze Gebirge bezwang.

Und sie machen deutlich, wie eng zwei Länder durch die Schiene verbunden sind.

Aus einer einzelnen Länge wird so ein Stück europäische Bahngeschichte.

Genau das macht solche alten Tunnel bis heute so eindrucksvoll.

Ein Bauwerk seiner Zeit

Der Bau eines so langen Tunnels war um 1900 eine gewaltige Herausforderung.

Die Arbeiter trieben die Röhre unter schwierigen Bedingungen tief in den Berg hinein.

Von beiden Seiten arbeiteten sich die Bautrupps langsam aufeinander zu.

Als sich die beiden Stollen trafen, war ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Solche Durchschläge wurden damals gefeiert wie ein großer Sieg.

Der fertige Tunnel war der Lohn für Jahre harter und gefährlicher Arbeit.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wie lang ist der Karawankentunnel der Eisenbahn?
Der Tunnel ist 7976 Meter lang, also fast acht Kilometer. Er ist eingleisig und elektrifiziert.
Welche Länder verbindet der Tunnel?
Österreich und Slowenien. Mitten in der Röhre wird die Staatsgrenze der beiden Länder gequert.
Wann wurde der Tunnel gebaut?
Von 1901 bis 1906. Am 30. September 1906 wurde er in Betrieb genommen, als Teil der Neuen Alpenbahnen.
Hat der Tunnel ein oder zwei Gleise?
Nur ein Gleis. Die Züge beider Richtungen teilen sich die Röhre, ein fester Fahrplan hält sie auseinander.
Wie hoch liegt der höchste Punkt im Tunnel?
Der Scheitelpunkt liegt auf 637 Metern Höhe. Von dort fällt die Strecke zu beiden Seiten leicht ab.

Weiterfahrt

→ Alle Schalter – zurück zur Übersicht

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →