Stimmt es, dass die ersten Schienen aus Holz waren?

Stimmt es, dass …?

„Ein kleiner Zeitsprung gefällig: Hier, wo heute Stahl glänzt, lagen vor Jahrhunderten einfache Holzschienen.“

Stimmt es, dass die ersten Schienen aus Holz waren?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt: Die frühesten Schienenwege bestanden aus hölzernen Gleisen, wie man sie im Bergbau verlegte. Erst später kamen Eisen und schließlich Stahl als Werkstoff für die Schienen hinzu.

Schienen aus glänzendem Stahl gehören heute so selbstverständlich zur Eisenbahn wie die Räder.

Doch ganz am Anfang sah der Fahrweg völlig anders aus.

Die ersten Gleise bestanden aus einem Material, das man eher im Wald vermutet.

Pferdeeisenbahn Budweis Linz Waechterhaus 39
Foto: Dralon, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

Holz

erste Schienen

verlegt in frühen Bergwerken

Spätmittelalter

Ursprung

Wende zur frühen Neuzeit

dann Eisen

später Stahl

die Werkstoffe wurden immer härter

Selbst frühe Fahrzeuge und sogar erste Lokomotiven bestanden zu großen Teilen aus Holz.

Der Mythos auf dem Prüfstand

Die Behauptung klingt überraschend, ist aber eindeutig richtig.

Die ersten Schienen der Geschichte bestanden nicht aus Metall, sondern aus Holz.

Verlegt wurden sie vor allem in Bergwerken, lange vor der Dampflok.

Eisen und Stahl kamen erst viel später als Werkstoff hinzu.

Sankt Magdalena Pferdeeisenbahn Hangtrasse auf Stützmauern I
Foto: Haeferl, CC BY-SA 3.0 at, via Wikimedia Commons

Vor der Eisenbahn

Schon in der Antike gab es Vorläufer der Schiene in Form von Spurrillen.

Solche Spurbahnen fand man etwa in Steinbrüchen des alten Ägypten.

Auch bei den Griechen gab es ausgefahrene Rillen für Wagen.

Sie zeigen, dass die Idee eines festen Fahrwegs sehr alt ist.

Gut zu wissen

Vermutlich entstanden die ersten hölzernen Gleise an der Wende vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit in Bergwerken, wo schwere Lasten bewegt werden mussten.

Die Holzschienen hatten aber Nachteile, denn Schmutz in den Rillen ließ die Wagen oft entgleisen, weshalb später Eisen und schließlich Stahl den Werkstoff ablösten.

Holzgleise im Bergwerk

An der Wende vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit entstand eine entscheidende Erfindung.

Vermutlich in Bergwerken legte man erstmals hölzerne Gleise.

Auf ihnen ließen sich schwere Lasten viel leichter bewegen als auf blankem Boden.

Damit war der Grundgedanke der Schiene geboren.

Warum ausgerechnet Holz?

Holz war im Bergbau reichlich vorhanden und leicht zu bearbeiten.

Man konnte es mit einfachen Werkzeugen in die passende Form bringen.

Metall war dagegen teuer und aufwendig herzustellen.

So war Holz für die ersten Gleise die naheliegende Wahl.

Die Schwächen des Holzes

Die Holzschienen hatten allerdings gewichtige Nachteile.

Unter der Last der Wagen nutzten sie sich rasch ab.

Schmutz in den Rillen ließ die Wagen zudem oft entgleisen.

Für einen dauerhaften Betrieb war das Material auf Dauer zu weich.

Der Schritt zum Eisen

Um die Schienen haltbarer zu machen, beschlug man das Holz mit Eisen.

Später ersetzte man die Holzschienen ganz durch Schienen aus Eisen.

In England trafen eine starke Eisenindustrie und ein wachsender Transportbedarf zusammen.

In den Erz- und Kohlengruben entstanden dadurch zahlreiche frühe Schienenwege.

Auch die Wagen waren aus Holz

Nicht nur die Schienen, auch die ersten Fahrzeuge bestanden überwiegend aus Holz.

Selbst frühe Lokomotiven und sogar Radkörper nutzten noch viel Holz.

Daneben kamen Kupfer und Kupfer-Legierungen zum Einsatz.

Die Eisenbahn wuchs also langsam aus einer Welt aus Holz heraus.

Vom Holzgleis zum Stahl

Mit der Zeit setzte sich der härtere Stahl als Werkstoff durch.

Stahlschienen tragen schwere Lasten und halten über viele Jahre.

Das Grundprinzip des geführten Fahrwegs blieb aber dasselbe wie beim Holzgleis.

Die moderne Eisenbahn wurzelt damit unmittelbar in den alten Holzschienen.

Das Fazit

Die Antwort lautet klar: Ja, die ersten Schienen waren tatsächlich aus Holz.

Sie lagen in frühen Bergwerken und erleichterten den Transport schwerer Lasten.

Wegen ihrer Schwächen folgten bald Schienen aus Eisen und später aus Stahl.

Der Mythos stimmt und führt zu den Wurzeln der gesamten Eisenbahngeschichte.

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Häufige Fragen

Waren die ersten Schienen wirklich aus Holz?
Ja, die frühesten Schienenwege bestanden aus hölzernen Gleisen, vor allem im Bergbau.
Wann entstanden die ersten Holzgleise?
Vermutlich an der Wende vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit in Bergwerken.
Warum nahm man Holz und nicht Metall?
Weil Holz reichlich vorhanden und leicht zu bearbeiten war, während Metall teuer blieb.
Warum ersetzte man das Holz?
Weil es sich schnell abnutzte und Schmutz in den Rillen die Wagen entgleisen ließ.
Gab es Schienen schon vor dem Bergbau?
Es gab antike Spurrillen, etwa in ägyptischen Steinbrüchen und bei den Griechen, als frühe Vorläufer.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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