Stimmt es, dass …?
„Nächster Halt Ospizio Bernina, höchster Punkt dieser Fahrt über den Pass.“
Stimmt es, dass die Berninabahn die höchste Alpenquerung ohne Zahnstange ist?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Die Berninabahn gilt als höchste Adhäsionsbahn der Alpen und überwindet den Berninapass allein mit der Reibung zwischen Rad und Schiene. Eine Zahnstange braucht sie dafür nicht.
Viele steile Bergbahnen greifen auf eine Zahnstange in der Gleismitte zurück.
Die Berninabahn in Graubünden kommt ohne dieses Hilfsmittel aus.
Trotzdem klettert sie auf eine Höhe, die sonst keine vergleichbare Bahn in den Alpen erreicht.

Die Fakten in Zahlen
2253 m
bei Ospizio Bernina
höchster Punkt der Strecke
bis 7 %
Neigung
ohne Zahnstange befahren
2008
UNESCO-Welterbe
gemeinsam mit der Albulabahn
Die meterspurige Strecke verbindet St. Moritz mit dem italienischen Tirano.
Was eine Adhäsionsbahn ist
Eine Adhäsionsbahn fährt allein mit der Reibung zwischen Rad und Schiene.
Das Wort Adhäsion beschreibt dieses Haften der glatten Räder auf den glatten Schienen.
Je steiler die Strecke, desto schwieriger wird dieses Haften.
Viele steile Bergbahnen greifen deshalb zur Zahnstange, einer gezahnten Schiene in der Gleismitte.

Warum die Berninabahn besonders ist
Die Berninabahn gilt als höchste Adhäsionsbahn der Alpen.
Sie überwindet den Berninapass ganz ohne Zahnstange.
Mit bis zu sieben Prozent Neigung zählt sie zu den steilsten Adhäsionsbahnen der Welt.
Das ist für eine reine Reibungsbahn eine bemerkenswerte Leistung.
Gut zu wissen
Adhäsion heißt Haften; eine Adhäsionsbahn braucht keine zusätzliche Zahnstange, sondern nutzt die Reibung der glatten Räder.
Die Berninabahn gehört zur meterspurigen Rhätischen Bahn, die auch die benachbarte Albulabahn betreibt.
Der höchste Punkt der Strecke
Bei Ospizio Bernina erreicht die Bahn 2253 Meter über dem Meer.
Bis dahin steigt die Strecke fast ununterbrochen an.
Danach geht es auf der anderen Seite wieder hinab Richtung Süden.
Der Scheitelpunkt liegt damit höher als bei jeder anderen Bahn dieser Art in den Alpen.
Von St. Moritz bis Tirano
Die eingleisige, meterspurige Strecke gehört zur Rhätischen Bahn.
Sie verbindet den Kurort St. Moritz in Graubünden mit der italienischen Stadt Tirano.
Dabei überquert sie die Alpen von der Nord- auf die Südseite.
Ein einziger Zug fährt so vom Hochgebirge bis in mediterrane Täler.
Berühmte Punkte entlang des Wegs
Kurz vor der Passhöhe folgt die weltberühmte Montebello-Kurve.
Dort trifft die Strecke auf die Passstraße und begleitet sie bis Ospizio Bernina.
Die Bahn führt am Ufer eines Bergsees entlang.
Für viele Reisende ist dieser Abschnitt der Höhepunkt der Fahrt.
Warum es ohne Zahnstange geht
Die Ingenieure legten die Strecke mit vielen Kurven und mäßigen Steigungen an.
So bleibt die Neigung gering genug, dass die Reibung der Räder ausreicht.
Der längere Weg ist der Preis für den Verzicht auf die Zahnstange.
Das Ergebnis ist eine Bahn, die technisch und landschaftlich zugleich beeindruckt.
Ein Welterbe auf Schienen
Die Berninabahn wurde 2008 gemeinsam mit der Albulabahn ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.
Sie gilt als grenzüberschreitendes Erbe der Schweiz und Italiens.
Gewürdigt wird vor allem die Harmonie von Technik und Gebirgslandschaft.
Diese Auszeichnung teilen weltweit nur wenige Bahnstrecken.
Was die Fahrt heute bietet
Auf der Strecke verkehren Panoramazüge mit großen Fenstern.
Reisende blicken auf Gletscher, Seen und tiefe Täler.
Innerhalb weniger Stunden wechselt die Landschaft vom Hochgebirge ins milde Veltlin.
Gerade dieser Kontrast macht die Berninabahn so beliebt.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt.
Die Berninabahn gilt als höchste Adhäsionsbahn der Alpen und überquert den Berninapass ohne Zahnstange.
Bei Ospizio Bernina erreicht sie 2253 Meter, allein mit der Reibung der Räder.
Technik, Höhe und Landschaft machen sie zu einem Welterbe auf Schienen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
