Stimmt es, dass …?
„Ein Gruß aus alter Zeit: Diese Strecke befuhren einst Dampfzüge, lange vor der elektrischen S-Bahn.“
Stimmt es, dass die Berliner S-Bahn früher mit Dampf fuhr?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Die Vorläufer der Berliner S-Bahn fuhren tatsächlich mit Dampf. Erst ab 1924 begann die Umstellung auf elektrischen Betrieb mit seitlicher Stromschiene.
Heute gleitet die Berliner S-Bahn leise auf ihren roten Wagen durch die Stadt.
Ihren Strom bekommt sie über eine seitliche Stromschiene neben dem Gleis.
Doch das war nicht immer so, denn am Anfang stand eine ganz andere Technik.
Ob die Berliner S-Bahn früher mit Dampf fuhr, klärt dieser Mythos-Check.

Die Fakten in Zahlen
1924
erste E-Strecke
nach Bernau elektrifiziert
Stromschiene
statt Oberleitung
seitlich, von unten bestrichen
erste S-Bahn
Berlin
trug als erste diesen Namen
Der Name S-Bahn entstand Anfang der 1930er Jahre.
Die S-Bahn von heute
Die Berliner S-Bahn ist ein dichtes Netz für den Nahverkehr der Hauptstadt.
Sie fährt mit Gleichstrom und einer seitlichen Stromschiene.
Diese Stromschiene wird von unten bestrichen und führt eine mittlere Spannung.
Damit unterscheidet sie sich von der übrigen Eisenbahn mit ihrer Oberleitung.
Die Berliner S-Bahn war zugleich die erste Bahn, die diesen Namen trug.

Am Anfang stand der Dampf
Lange vor der elektrischen S-Bahn gab es in Berlin schon Vorortbahnen.
Die ersten dieser Strecken entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Auf ihnen fuhren die Züge zunächst ganz selbstverständlich mit Dampf.
Dampflokomotiven zogen die Wagen durch die wachsende Stadt und ihr Umland.
Ein eigener Nahverkehrstarif und die Trennung vom Fernverkehr kamen früh hinzu.
Der Dampf blieb dabei über Jahrzehnte die treibende Kraft.
Gut zu wissen
Die Berliner Vorortbahnen fuhren zunächst mit Dampf, ehe ab 1924 die Elektrifizierung mit Stromschiene begann.
Die Berliner S-Bahn war die erste Bahn, die diesen Namen trug.
Die Elektrifizierung ab 1924
Nach und nach wurde der Dampfbetrieb durch elektrischen Betrieb abgelöst.
Im August 1924 ging die erste elektrifizierte Strecke in Betrieb.
Sie führte vom damaligen Stettiner Vorortbahnhof hinaus nach Bernau.
Schon damals nutzte man eine seitliche Stromschiene mit mittlerer Spannung.
Zuvor hatte es bereits um das Jahr 1901 einen Versuchsbetrieb gegeben.
Mit der Elektrifizierung begann die S-Bahn, wie wir sie heute kennen.
Woher der Name kommt
Der Name S-Bahn entstand Anfang der 1930er Jahre in Berlin.
Das S steht für die Stadtschnellbahn im dichten Nahverkehr.
Berlin war damit die erste Stadt mit einer S-Bahn dieses Namens.
Später übernahmen viele andere Städte die Bezeichnung.
So wurde aus einem Berliner Begriff ein bekanntes Wort in ganz Deutschland.
Warum man auf Strom umstieg
Elektrische Züge fahren sauberer und leiser als Dampfzüge.
Sie beschleunigen schneller und halten den engen Takt besser ein.
In den vielen Tunneln und Einschnitten war der Rauch ein großes Problem.
Der elektrische Betrieb löste diese Sorge auf einen Schlag.
Für eine rasch wachsende Großstadt war das ein klarer Fortschritt.
Die Stromschiene statt Oberleitung
Anders als viele Bahnen nutzt die Berliner S-Bahn keine Oberleitung.
Ihren Strom holt sie über eine seitliche Schiene neben dem Gleis.
Diese wird von unten abgegriffen und führt eine mittlere Gleichspannung.
Das System stammt in den Grundzügen aus den 1920er Jahren.
Bis heute prägt es die Technik der Berliner S-Bahn.
Ein Blick auf die Hamburger S-Bahn
Auch die Hamburger S-Bahn fährt mit einer seitlichen Stromschiene.
Sie nutzt allerdings eine höhere Spannung als die Berliner Schwester.
Zudem wird ihre Stromschiene von der Seite und nicht von unten bestrichen.
Beide Netze zeigen, dass es verschiedene Wege zum gleichen Ziel gibt.
Gemeinsam sind ihnen der Gleichstrom und die Stromschiene.
Was oft überrascht
Viele Fahrgäste halten die S-Bahn für schon immer elektrisch.
Dabei zogen anfangs Dampfloks die Vorortzüge durch Berlin.
Erst ab den 1920er Jahren kam der Strom auf die Gleise.
Die vertraute rote S-Bahn ist also jünger als ihr Streckennetz.
Ihre Wurzeln reichen aber tief in das Zeitalter der Dampfbahn.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt.
Die Vorläufer der Berliner S-Bahn fuhren tatsächlich mit Dampf.
Erst ab 1924 begann die Umstellung auf den elektrischen Betrieb.
Der Name S-Bahn kam wenig später in den 1930er Jahren dazu.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
