Stimmt es, dass der Zug The Canadian quer durch Kanada fährt?

Stimmt es, dass …?

„An Bord von The Canadian: Vier Tage bis Vancouver, zwei Zeitzonen und ein Gebirge liegen vor uns.“

Stimmt es, dass der Zug The Canadian quer durch Kanada fährt?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt: Der Fernzug The Canadian fährt rund 4466 Kilometer von Toronto bis Vancouver und damit tatsächlich quer durch das ganze Land. Für die Strecke braucht er rund vier Tage.

Kanada ist riesig, und eine Fahrt von Küste zu Küste klingt nach einer Lebensaufgabe.

Ein berühmter Zug nimmt sie trotzdem auf sich, Tag und Nacht, über Tage hinweg.

Er heißt schlicht The Canadian und ist so etwas wie ein rollendes Wahrzeichen.

Silberner Fernzug in weiter Landschaft
Foto: Milan Suvajac, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

4466 km

Streckenlänge

Toronto bis Vancouver

rund 4 Tage

Fahrzeit

drei bis vier Nächte im Zug

1955

erste Fahrt

eingeführt von Canadian Pacific

Quelle: Wikipedia „The Canadian“; Streckenlänge 4466 Kilometer, Fahrzeit rund 97 Stunden, erste Fahrt am 24. April 1955. Stand 2025.

Von Ontario an den Pazifik

The Canadian beginnt im Osten in Toronto.

Von dort rollt er rund 4466 Kilometer bis Vancouver an der Pazifikküste.

Dabei durchquert er den größten Teil des Landes von Ost nach West.

Die reine Fahrzeit beträgt heute rund 97 Stunden, also etwa vier Tage.

Betrieben wird der Zug von der staatlichen Gesellschaft VIA Rail.

Aussichtskuppel eines kanadischen Fernzugs
Foto: Milan Suvajac, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tage zwischen Wald, Prärie und Gebirge

Zuerst fährt der Zug durch endlose Wälder und an unzähligen Seen vorbei.

Dann öffnet sich die weite, flache Prärie, die stundenlang gleich aussieht.

Im Westen türmen sich schließlich die Rocky Mountains auf.

Die Querung der Berge gilt vielen als Höhepunkt der Reise.

Am Ende wartet die grüne Küstenlandschaft um Vancouver.

Gut zu wissen

The Canadian fährt heute nicht täglich; je nach Jahreszeit verkehrt er nur wenige Male pro Woche.

Bis 1964 war Canadian Pacific die einzige Bahn mit gläsernen Aussichtskuppeln, was den Zug früh berühmt machte.

Ein Zug aus glänzendem Stahl

Die Wagen von The Canadian bestehen aus poliertem Edelstahl.

Sie wurden in den 1950er Jahren bei einem nordamerikanischen Hersteller bestellt.

Schon damals waren Aussichtskuppeln mit gläsernem Dach dabei.

Durch sie blicken Reisende rundum in die Landschaft.

Bis heute prägen diese silbernen Wagen das Bild des Zuges.

Die Kuppel über den Bergen

Die Aussichtskuppeln sitzen erhöht auf dem Wagendach.

Von dort sieht man die Berge nicht nur seitlich, sondern auch nach vorn und oben.

Gerade in den Rocky Mountains ist das ein besonderes Erlebnis.

Lange war Canadian Pacific die einzige Bahn mit solchen Kuppelwagen.

Sie machten den Zug früh zu einem Begriff.

Schneller als sein Vorgänger

Die erste Fahrt von The Canadian fand am 24. April 1955 statt.

Mit rund 71 Stunden war er damals deutlich schneller als der ältere Zug auf der Strecke.

Für die Bahn war das ein Aushängeschild im Wettbewerb mit dem Flugzeug.

Seit 1978 führt die staatliche VIA Rail den Zug weiter.

Der klangvolle Name blieb über all die Jahre erhalten.

Eine neue Route ab 1990

Ursprünglich fuhr The Canadian über die südlichere Strecke mit Halt in Regina und Calgary.

Im Jahr 1990 wechselte er auf die nördlichere Linie über Saskatoon und Edmonton.

Seitdem verkehrt er nicht mehr täglich, sondern nur wenige Male pro Woche.

Im Sommer fährt er öfter als im Winter.

Die Fahrt blieb trotzdem eine der großen Zugreisen der Welt.

Leben an Bord

Vier Tage im Zug sind eine kleine Reise für sich.

Es gibt Schlafwagen, einen Speisewagen und Sitzwagen für das kleinere Budget.

Man lernt Mitreisende kennen, isst gemeinsam und schaut aus dem Fenster.

Der Zug wird für ein paar Tage zum rollenden Zuhause.

Viele Gäste kommen allein wegen dieses Erlebnisses.

Ein Zug als Wahrzeichen

The Canadian ist in Kanada weit mehr als ein Verkehrsmittel.

Er gilt als Sinnbild für die Weite des Landes.

Sogar auf einer Banknote des Landes war der Zug schon zu sehen.

Touristen aus aller Welt buchen die Fahrt als Höhepunkt ihrer Reise.

Für den Alltagsverkehr spielt er dagegen kaum eine Rolle.

Das Fazit

Die Behauptung stimmt.

The Canadian fährt tatsächlich quer durch Kanada, von Toronto bis Vancouver.

Rund 4466 Kilometer und etwa vier Tage dauert die Reise.

Sie führt durch Wälder, Prärie und die Rocky Mountains.

Ein Zug, der ein ganzes Land zur Strecke macht.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Von wo nach wo fährt The Canadian?
Von Toronto im Osten rund 4466 Kilometer bis Vancouver an der Pazifikküste. Betreiber ist die staatliche VIA Rail.
Wie lange dauert die Fahrt?
Heute rund 97 Stunden, also etwa vier Tage mit drei bis vier Nächten im Zug.
Seit wann gibt es den Zug?
Die erste Fahrt war am 24. April 1955 unter der Canadian Pacific Railway. Seit 1978 führt VIA Rail den Zug.
Was sieht man unterwegs?
Wälder und Seen, die weite Prärie und die Rocky Mountains. Die Bergquerung gilt vielen als Höhepunkt.
Fährt der Zug täglich?
Nein. Seit der Umleitung auf die nördliche Route 1990 verkehrt er nur wenige Male pro Woche, im Sommer öfter als im Winter.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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