Ortstermin
„Auf Gleis 1 fährt der Frecciarossa nach Bologna und Mailand ein, bitte Abstand von der Bahnsteigkante halten.“
Der Bahnhof Modena, Halt zwischen Ferrari, Dom und Balsamico
→ Ein Ortstermin in der Emilia-Romagna.
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Kurz gesagt
Modena liegt in der Po-Ebene an der vielbefahrenen Linie von Mailand nach Bologna. Sein Bahnhof bringt Reisende in wenigen Minuten in eine Altstadt mit einem Dom aus dem 12. Jahrhundert und in die Heimat von Ferrari und Balsamico.
Der Bahnhof Modena liegt an der Piazza Dante Alighieri, ein Stück nördlich der Altstadt.
Er ist ein Halt an einer der wichtigsten Bahnlinien Italiens, die Mailand mit Bologna verbindet.
Von hier sind es nur wenige Minuten bis zu einem der schönsten romanischen Dome des Landes.

Ein Halt in der Po-Ebene
Der Bahnhof Modena steht an der Piazza Dante Alighieri, nördlich des historischen Zentrums.
Verwaltet wird die Anlage von der staatlichen Infrastrukturgesellschaft RFI.
Die Züge betreiben Trenitalia und die regionale Gesellschaft der Emilia-Romagna.
Modena liegt an der stark befahrenen Strecke zwischen Mailand und Bologna mitten in der Po-Ebene.
Damit ist der Bahnhof ein selbstverständlicher Halt für Fern- und Nahverkehr zugleich.

Eröffnung im Jahr 1859
Eröffnet wurde der Bahnhof am 21. Juli 1859 mit dem Abschnitt von Piacenza nach Bologna.
Dieser Abschnitt war ein Teil der großen Linie, die Mailand mit Bologna verband.
Modena lag damit früh an dem Netz, das Norditalien in Ost-West-Richtung durchzog.
Die Lage an dieser Hauptstrecke prägt den Bahnhof bis heute.
Über die Jahrzehnte wuchs er mit dem Verkehr zwischen den Städten der Ebene.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Modena wurde am 21. Juli 1859 an der Linie Mailand–Bologna eröffnet.
Das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1920; verwaltet wird die Anlage von RFI, die Züge fahren Trenitalia und die Bahn der Emilia-Romagna.
Mit rund 6,5 Millionen Fahrgastbewegungen und etwa 257 Zügen pro Tag ist er ein wichtiger Knoten in der Po-Ebene.
Das Empfangsgebäude
Das heutige Empfangsgebäude entstand im Jahr 1920 an der Stelle eines älteren Baus.
Es ist ein dreiteiliger Ziegelbau in gelbem Anstrich mit schmiedeeisernen Bahnsteigdächern.
In den Jahren 2005 und 2006 wurde das Gebäude für einige hunderttausend Euro erneuert.
Seine Fassade gibt der Piazza Dante bis heute ihr Gesicht.
Zwischen Vorplatz und Bahnsteigen liegt der kommerzielle Bereich mit Läden und Schaltern.

Wo die Linien zusammentreffen
In Modena treffen gleich drei Strecken aufeinander.
Die Hauptlinie verbindet Mailand und Bologna, eine der verkehrsreichsten Achsen des Landes.
Nach Norden führt die Strecke über Verona in Richtung der Alpen.
Eine weitere Linie zweigt nach Süden zur Industriestadt Sassuolo ab.
Insgesamt stehen sieben Gleise bereit, von denen zwei dem Verkehr nach Sassuolo dienen.

Schnelle Züge und viele Fahrgäste
Am Bahnhof Modena halten die schnellen Frecce, die Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Mailand, Bologna und dem Süden.
Dazu kommen Intercity-Züge sowie zahlreiche Regional- und Nahverkehrszüge.
Auch die Linie S5 aus dem Großraum Bologna hat hier ihren Endpunkt.
Rund 6,5 Millionen Fahrgastbewegungen zählt der Bahnhof im Jahr.
An einem Werktag fahren etwa 257 Reisezüge ein und aus.

Der Dom und die Ghirlandina
Nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt steht der Dom von Modena, ein Meisterwerk der Romanik.
Sein Bau begann im Jahr 1099 unter dem Baumeister Lanfranco.
Neben ihm ragt die Ghirlandina auf, der hohe Glockenturm der Stadt.
Gemeinsam mit der Piazza Grande gehören Dom und Turm seit 1997 zum Welterbe der UNESCO.
Ihre helle Steinfassade ist das Wahrzeichen von Modena.

Die Piazza Grande
Der Dom öffnet sich zur Piazza Grande, dem alten Hauptplatz der Stadt.
Hier lag über Jahrhunderte das Zentrum des öffentlichen Lebens.
Rings um den Platz reihen sich das Rathaus und alte Bürgerhäuser.
In den Gassen dahinter liegen Märkte, Cafés und kleine Läden.
Die Altstadt lädt zu einem Bummel ein, der ganz ohne Auto auskommt.

Schnell und schmackhaft
Modena ist weit über Italien hinaus für zwei Dinge bekannt.
Das eine ist der dunkle Balsamico-Essig, der hier nach alter Tradition reift.
Das andere sind die roten Sportwagen, denn die Gegend um Modena ist die Heimat von Ferrari.
Ein eigenes Museum erinnert an Enzo Ferrari, den Gründer der Marke.
Auch der Sänger Luciano Pavarotti stammte aus Modena.

Ankommen in Modena
Ankommen in Modena heißt, aus dem schnellen Zug in eine ruhige Stadt der Ziegel und Arkaden zu treten.
Vom Bahnhof führt der Weg in wenigen Minuten zur Piazza Grande und zum Dom.
Wer mag, folgt dem Duft des Balsamico in die Läden der Altstadt.
Nur ein kurzes Stück weiter erzählt ein Museum von den schnellen Wagen der Region.
So ist der Bahnhof Modena der Auftakt zu einem Ortstermin zwischen Kunst, Küche und Motoren.

