Stimmt es, dass …?
„Willkommen an Bord: Erst über den See, dann mit der Bahn über den Gotthard.“
Stimmt es, dass der Gotthard-Panorama-Express Schiff und Bahn verbindet?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Der Gotthard-Panorama-Express besteht aus zwei Teilen, einer Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee und einer Bahnfahrt über die alte Gotthard-Bergstrecke. Der Mythos stimmt, denn beide Verkehrsmittel gehören fest zu diesem Angebot.
Eine Reise über den Gotthard muss nicht nur aus einer Zugfahrt bestehen.
Ein besonderes Angebot verbindet dort das Schiff mit der Bahn.
Der Name dieses Angebots lautet Gotthard-Panorama-Express.

Die Fakten in Zahlen
2017
seit
als neues Angebot gestartet
Schiff und Bahn
zwei Teile
auf einer Reise
1. Klasse
seit 2019
nur mit Reservierung
Der Zug nutzt die alte Gotthard-Bergstrecke, seit der Verkehr in den Basistunnel verlegt wurde.
Schiff und Bahn in einem
Der Gotthard-Panorama-Express ist kein gewöhnlicher Zug.
Das Angebot setzt sich aus zwei ganz verschiedenen Teilen zusammen.
Der erste Teil führt mit dem Schiff über einen See.
Der zweite Teil geht mit der Bahn über die Alpen.
Beide Abschnitte gehören fest zu einer gemeinsamen Reise.

Mit dem Schiff über den See
Der Wasserteil der Reise liegt auf dem Vierwaldstättersee.
Das Schiff verbindet Luzern mit dem Ort Flüelen am oberen Ende des Sees.
Ringsum ragen die Berge der Zentralschweiz auf.
Vom Deck aus zieht eine Landschaft aus Wasser und Gipfeln vorbei.
Schon dieser erste Teil ist ein Erlebnis für sich.
Gut zu wissen
Die Gotthard-Bergstrecke überwindet die Alpen über Kehrtunnel und Brücken; seit der Eröffnung des Basistunnels 2016 fährt der Fernverkehr meist tief durch den Berg.
Das Angebot lässt sich auch nur in eine Richtung buchen, etwa vom Tessin zurück in die Zentralschweiz.
Umstieg in Flüelen
In Flüelen endet die Fahrt mit dem Schiff.
Dort erfolgt der Umstieg vom Wasser auf die Schiene.
Der Ort liegt am Fuß der Gotthardstrecke.
Von hier aus übernimmt die Bahn den weiteren Weg.
Schiff und Zug sind dabei zeitlich aufeinander abgestimmt.
Über die alte Bergstrecke
Die Bahn fährt nicht durch den tiefen Basistunnel.
Stattdessen nimmt sie die alte Gotthard-Bergstrecke.
Diese windet sich in Kehren den Berg hinauf.
Seit der Basistunnel 2016 eröffnet wurde, ist die Bergstrecke ruhiger geworden.
Gerade deshalb eignet sie sich gut für einen gemächlichen Aussichtszug.
Panoramawagen mit großen Fenstern
Für die Bergfahrt kommen besondere Wagen zum Einsatz.
Es sind klimatisierte Panoramawagen der ersten Klasse.
Ihre großen Fenster reichen weit nach oben.
So lässt sich die steile Landschaft bequem betrachten.
Der Blick fällt auf Schluchten, Brücken und Bergdörfer.
Vom Wilhelm-Tell-Express zum neuen Angebot
Schon früher gab es auf dieser Route ein ähnliches Angebot.
Es trug den Namen Wilhelm-Tell-Express.
Dieses nutzte allerdings keine eigenen Panoramawagen.
Im Jahr 2017 wurde daraus der Gotthard-Panorama-Express.
Schon im ersten Jahr reisten damit mehr als zwölftausend Gäste.
Nur erste Klasse mit Reservierung
Seit 2019 gelten für den Zug feste Regeln.
Er verkehrt nur noch in der ersten Klasse.
Eine Reservierung ist für die Fahrt erforderlich.
Damit bleibt der Zug ein geplantes Ausflugserlebnis.
Spontanes Einsteigen ohne Platz ist so nicht vorgesehen.
Bis nach Bellinzona und Lugano
Nach der Bergfahrt erreicht der Zug den Süden der Schweiz.
Sein Ziel liegt im Tessin bei Bellinzona und Lugano.
Dort ist die Sprache italienisch und das Klima milder.
Die Reise führt so von der Zentralschweiz bis in den Süden.
Auch die umgekehrte Richtung lässt sich buchen.
Wer dahintersteht
Angeboten wird die Reise von den Schweizerischen Bundesbahnen.
Den Wasserteil übernimmt die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees.
Beide Seiten stimmen Fahrplan und Angebot aufeinander ab.
So entsteht aus Schiff und Bahn ein durchgehendes Paket.
Der Gast bucht beides als ein gemeinsames Erlebnis.
Das Fazit
Der Mythos stimmt, denn der Gotthard-Panorama-Express verbindet wirklich Schiff und Bahn.
Der erste Teil führt mit dem Schiff über den Vierwaldstättersee bis Flüelen.
Der zweite Teil geht mit Panoramawagen über die alte Gotthard-Bergstrecke.
Seit 2017 wird diese Reise in dieser Form angeboten.
Damit ist sie eine der wenigen Verbindungen, die See und Alpenbahn zusammenführen.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
