Stimmt es, dass …?
„Willkommen an Bord des California Zephyr, Fahrtziel Kalifornien, Ankunft übermorgen, bitte die Aussicht genießen.“
Stimmt es, dass der California Zephyr eine der schönsten Bahnstrecken der USA ist?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Ja, das gilt weithin: Der California Zephyr fährt rund 3900 Kilometer von Chicago bis in die Bucht von San Francisco. Auf dem Weg durchquert er die Rocky Mountains und die Sierra Nevada und zählt damit zu den landschaftlich schönsten Zügen Nordamerikas.
In den USA gilt das Auto als König, und der Fernverkehr auf der Schiene ist dünn.
Einen Zug aber nennen Reisende immer wieder in einem Atemzug mit den großen Landschaften des Landes.
Es ist der California Zephyr, der zwei Nächte lang quer durch den Westen rollt.

Die Fakten in Zahlen
rund 3900 km
Streckenlänge
Chicago bis San Francisco Bay
rund 52 h
Fahrzeit
etwa zwei Nächte unterwegs
7 Staaten
durchquert
mit 33 Halten
Quelle: Wikipedia „California Zephyr“; rund 3900 Kilometer, Fahrzeit 52 bis 53 Stunden, 33 Halte in sieben Bundesstaaten. Stand 2025.
Quer durch den amerikanischen Westen
Der California Zephyr startet im Mittleren Westen in Chicago.
Von dort fährt er rund 3900 Kilometer bis in die Bucht von San Francisco.
Unterwegs hält er an 33 Bahnhöfen in sieben Bundesstaaten.
Die Fahrt dauert gut zwei Tage und zwei Nächte.
Betrieben wird der Zug von der staatlichen Gesellschaft Amtrak.

Zwei große Gebirge auf einer Reise
Das Herzstück der Fahrt sind die Rocky Mountains.
Der Zug durchquert sie unter anderem durch den langen Moffat-Tunnel unter der kontinentalen Wasserscheide.
Später folgt die Sierra Nevada mit der berühmten Passhöhe am Donnerpass.
Zwischen beiden Gebirgen liegen Wüsten, Flusstäler und der große Salzsee von Utah.
Kaum eine andere Strecke zeigt so viele Landschaften an einem Stück.
Gut zu wissen
Ob eine Strecke die schönste ist, lässt sich nicht messen; der California Zephyr wird aber in Reiseführern und Ranglisten immer wieder ganz vorn genannt.
Bis in die Stadt San Francisco selbst führt kein Gleis; den letzten Abschnitt übernimmt ein Anschlussbus von Amtrak.
Dem Fluss hinterher
Besonders gerühmt wird der Abschnitt entlang des Colorado River.
Der Zug folgt dem Fluss durch enge Schluchten, die keine Straße erreicht.
Felswände leuchten rot, und das Wasser schäumt dicht neben den Gleisen.
Fahrgäste sehen hier Ecken des Landes, die man sonst nur zu Fuß oder im Boot erreicht.
Für viele ist das der Höhepunkt der ganzen Fahrt.
Der Wagen zum Schauen
Damit die Aussicht nicht am Fenster endet, führt der Zug einen eigenen Aussichtswagen.
Dort reichen große Scheiben bis unter das Dach.
Reisende sitzen seitlich zur Fahrtrichtung und blicken in die Weite.
Ein kleiner Bistrobereich versorgt die Gäste während der Fahrt.
In diesem Wagen verbringen viele die schönsten Stunden der Reise.
Ein Name mit Geschichte
Der erste California Zephyr fuhr bereits 1949.
Drei Bahngesellschaften betrieben ihn damals gemeinsam.
Seine glänzenden Edelstahlwagen und Aussichtskuppeln machten ihn schnell berühmt.
Nach einer Pause brachte Amtrak den Namen später zurück.
Heute fährt der Zug mit doppelstöckigen Wagen über die alte Traumstrecke.
Langsam ist hier ein Vorteil
Schnell ist der California Zephyr nicht, und das soll er auch nicht sein.
Zwei volle Tage nimmt er sich für die Strecke.
Wer es eilig hat, fliegt in wenigen Stunden quer durchs Land.
Wer die Landschaft sehen will, steigt in den Zug.
Die Reise selbst ist hier das Ziel.
Schlafen über den Bergen
Für die zwei Nächte gibt es Schlafwagen mit kleinen Abteilen.
Daneben fahren einfache Sitzwagen für das schmalere Budget.
Ein Speisewagen versorgt die Reisenden mit warmen Mahlzeiten.
Am Morgen öffnet man den Vorhang und weiß oft nicht gleich, in welchem Staat man ist.
Dieses Gefühl macht den Reiz der langen Fahrt aus.
Mehr Erlebnis als Verkehrsmittel
Für den Alltag spielt der Zug im riesigen Land kaum eine Rolle.
Viele Fahrgäste steigen vor allem wegen der Strecke ein.
Reisemagazine führen den California Zephyr regelmäßig unter den schönsten Zugfahrten der Welt.
Ob er die allerschönste Strecke der USA ist, bleibt Geschmackssache.
Unter den schönsten wird er aber fast immer genannt.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt weitgehend.
Der California Zephyr gilt zu Recht als eine der schönsten Bahnstrecken der USA.
Auf rund 3900 Kilometern durchquert er Rocky Mountains, Wüsten und die Sierra Nevada.
Sein Aussichtswagen und die Fahrt am Colorado River machen die Reise besonders.
Ein Zug für alle, die das Ziel gern ein wenig aufschieben.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
