Stimmt es, dass …?
„Gleich überqueren wir das Landwasserviadukt, bitte den Blick aus dem Fenster nicht verpassen.“
Stimmt es, dass das Landwasserviadukt in der Schweiz ein berühmtes Postkartenmotiv ist?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Das Landwasserviadukt gilt als Wahrzeichen der Rhätischen Bahn und ist seit 2008 UNESCO-Welterbe. Als berühmtes Postkartenmotiv ist es damit zu Recht bekannt.
Manche Brücken sind so bekannt, dass man sie von Postkarten zu kennen glaubt.
In der Schweiz gilt das besonders für das Landwasserviadukt der Rhätischen Bahn.
Doch ist dieser Ruf berechtigt, oder nur gefühlt?

Die Fakten in Zahlen
65 m
Höhe
über dem Fluss
136 m
Länge
sechs Bögen
2008
UNESCO-Welterbe
Teil der Albulabahn
Rund 22.000 Züge überqueren das Viadukt pro Jahr.
Worum es bei diesem Mythos geht
Der Mythos sagt, das Landwasserviadukt sei ein berühmtes Postkartenmotiv.
Gemeint ist die gekrümmte Brücke der Rhätischen Bahn in Graubünden.
Zu prüfen ist, ob dieser Ruf wirklich begründet ist.
Dafür lohnt ein Blick auf Bauwerk und Schutzstatus.

Ein Bauwerk der Rhätischen Bahn
Das Landwasserviadukt liegt im Netz der Rhätischen Bahn.
Es steht nahe dem Bahnhof Filisur im Kanton Graubünden.
Die Brücke ist 65 Meter hoch und 136 Meter lang.
Erbaut wurde sie aus dunklem Kalkstein der Umgebung.
Gut zu wissen
Die Albulabahn gehört seit 2008 gemeinsam mit der Berninabahn zum UNESCO-Welterbe.
Vom nahen Fußweg aus lassen sich die hohen Pfeiler des Viadukts aus der Nähe betrachten.
Die gekrümmte Brücke
Das Viadukt verläuft nicht gerade, sondern in einem engen Bogen.
Im Grundriss beschreibt es einen Kreisbogen mit nur 100 Metern Radius.
Sechs Gewölbe von je 20 Metern Weite überspannen das Tal.
Sie ruhen auf fünf hohen Pfeilern aus Stein.
Direkt in den Tunnel
Am Ende des Bogens verschwindet die Strecke sofort im Fels.
Der Zug fährt also auf der gekrümmten Brücke direkt in den Landwassertunnel.
Dieser nahtlose Übergang macht das Bild so ungewöhnlich.
Brücke und Tunnel wirken dadurch wie aus einem Guss.
Ein Wahrzeichen der Bahn
Das Viadukt gilt als Wahrzeichen der gesamten Bahngesellschaft.
Kaum ein anderes Bauwerk steht so sehr für die Rhätische Bahn.
Entsprechend oft erscheint es auf Bildern und Werbematerial.
Der Ruf als Postkartenmotiv ist damit klar begründet.
Weltkulturerbe seit 2008
Das Viadukt gehört zur berühmten Albulabahn.
Diese wurde am 7. Juli 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Damit steht auch das Landwasserviadukt unter besonderem Schutz.
Der Titel unterstreicht seinen Rang über die Region hinaus.
Warum das Bild so wirkt
Die große Höhe, der enge Bogen und der Tunnel ergeben ein seltenes Motiv.
Der Blick folgt dem Zug über die Brücke und in den Fels hinein.
Vor der dunklen Bergwand hebt sich die helle Trasse deutlich ab.
So entsteht genau das Bild, das viele von Postkarten kennen.
Alltag auf dem Viadukt
Das Viadukt ist keine Ausstellung, sondern eine befahrene Strecke.
Rund 22.000 Züge überqueren es jedes Jahr.
Täglich sind es etwa sechzig Fahrten.
Das Wahrzeichen ist also zugleich ein ganz normaler Teil des Bahnnetzes.
Das Fazit
Der Mythos stimmt.
Das Landwasserviadukt ist ein echtes Wahrzeichen und berühmtes Motiv.
Sein gekrümmter Bogen vor dem Tunnel ist weithin bekannt.
Als Teil der Albulabahn zählt es zudem zum Weltkulturerbe.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Eine Meisterleistung im Fels
Der Bau in der engen Schlucht war eine große Herausforderung.
Die Trasse steigt auf dem Viadukt mit zwanzig Promille an.
Die fünf Pfeiler stehen in gleichmäßigem Abstand von gut zwanzig Metern.
Für den Bau legte man eigens eine kleine Feldbahn zur Baustelle an.
Der nötige Kalkstein kam aus einem Steinbruch flussabwärts.
