Sollten mehr grenzüberschreitende Regionalbahnen eingerichtet werden?

Standpunkt

„Dieser Regionalzug fährt durch bis über die Grenze, ein Umsteigen ist nicht nötig.“

Sollten mehr grenzüberschreitende Regionalbahnen eingerichtet werden?

→ Ein Standpunkt zur Bahn in den Grenzregionen Europas.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Standpunkt

Worum es geht

Ja. Wo die Nachfrage stimmt, verbindet eine durchgehende Regionalbahn zwei Länder unmittelbar und erspart den Menschen das lästige Umsteigen an der Grenze.

An vielen Landesgrenzen endet die Regionalbahn abrupt.

Wer weiterfahren will, muss oft umsteigen, warten oder ganz aufs Auto ausweichen.

Deshalb stellt sich die Frage, ob es mehr durchgehende Regionalbahnen über die Grenze geben sollte.

Wieselzug
Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Grenzen im Kopf und auf der Schiene

Historisch wurden viele Bahnnetze bis zur Grenze gebaut und dort beendet.

Manche Strecken, die früher verbanden, wurden nach Kriegen und Teilungen gekappt.

So entstanden Lücken, obwohl die Orte dies- und jenseits der Grenze eng zusammenhängen.

Für die Menschen dort ist der Nachbarort oft näher als die eigene Kreisstadt.

Regionalexpress () (2)
Foto: Lars Steffens, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der Alltag an der Grenze

In Grenzregionen pendeln viele Menschen täglich zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkauf.

Eine durchgehende Bahn spart ihnen das lästige Umsteigen mitten auf der Reise.

Sie verbindet Arbeitsmärkte, die heute künstlich getrennt sind.

Der Nutzen ist im Alltag sofort spürbar.

Was Europa sich vorgenommen hat

Die Europäische Union will den grenzüberschreitenden Bahnverkehr deutlich ausbauen.

Vergessene Verbindungen sollen wieder geknüpft, fehlende Lücken geschlossen werden.

Eine durchgehende Schiene ist gelebte europäische Nachbarschaft.

Der politische Rückenwind ist also vorhanden.

Die technischen Hürden

Nachbarländer nutzen oft verschiedene Stromsysteme und Zugsicherungen.

Ein Zug muss beide beherrschen, sonst bleibt er an der Grenze stehen.

Mehrsystemfahrzeuge lösen das Problem, sind aber teurer.

Auch unterschiedliche Sprachen und Vorschriften wollen abgestimmt sein.

Wer bestellt und bezahlt

Regionalverkehr wird von den Ländern oder Regionen bestellt und bezahlt.

Über eine Grenze hinweg müssen sich zwei Besteller einigen.

Das ist mühsam, aber es ist lösbar, wie viele bestehende Beispiele zeigen.

Klare Abkommen zwischen den Regionen sind der Schlüssel.

Kleine Lücken, große Wirkung

Oft fehlen nur wenige Kilometer Gleis, um zwei Netze zu verbinden.

Der Lückenschluss ist im Verhältnis zu seinem Nutzen erstaunlich günstig.

Eine reaktivierte Grenzstrecke bringt oft sofort viele neue Fahrgäste.

Hier steckt ein großer Gewinn für vergleichsweise wenig Geld.

Nicht jede Idee trägt sich

Nicht jede alte Grenzstrecke hat heute noch genug Nachfrage.

Wo kaum jemand pendelt, kann ein Bus die bessere Lösung sein.

Die Entscheidung sollte am erwarteten Nutzen und nicht an der Nostalgie hängen.

Ehrliche Prüfung schützt vor teuren Fehlschlägen.

Europa fährt zusammen

Eine Grenze, die man ohne Umsteigen überquert, rückt zwei Länder näher zusammen.

Wo die Nachfrage stimmt, ist die durchgehende Regionalbahn ein klarer Gewinn.

Sie macht aus zwei getrennten Netzen ein gemeinsames.

Das ist Europa, wie es die Menschen unmittelbar erleben.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Pro und Contra

Dafür

+  Durchgehende Bahnen ersparen Pendlern das Umsteigen an der Grenze.

+  Sie verbinden Arbeitsmärkte, die heute getrennt sind.

+  Die EU will den grenzüberschreitenden Verkehr ausdrücklich ausbauen.

+  Oft fehlen nur wenige Kilometer für einen großen Nutzen.

+  Reaktivierte Grenzstrecken bringen häufig sofort viele Fahrgäste.

+  Eine gemeinsame Schiene ist gelebte europäische Nachbarschaft.

Dagegen

−  Verschiedene Strom- und Sicherungssysteme erschweren den Betrieb.

−  Mehrsystemfahrzeuge sind teuer in der Anschaffung.

−  Zwei Besteller über die Grenze hinweg müssen sich erst einigen.

−  Nicht jede alte Strecke hat heute genug Nachfrage.

−  Wo kaum jemand pendelt, ist ein Bus günstiger.

−  Abstimmung von Sprachen und Vorschriften kostet Zeit.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Unterm Strich

An der Grenze endet zu oft die Schiene, obwohl das Leben weitergeht.

Wo die Nachfrage stimmt, ist die durchgehende Regionalbahn ein klarer Gewinn.

Der Lückenschluss ist häufig günstig im Verhältnis zum Nutzen.

So wird aus zwei getrennten Netzen ein gemeinsames.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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