Stimmt es, dass der erste Lokführer in Deutschland ein Engländer war?

Stimmt es, dass …?

„Meine Damen und Herren, der Adler fährt ab – am Regler steht ein junger Mann aus England.“

Stimmt es, dass der erste Lokführer in Deutschland ein Engländer war?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Ja, die erste deutsche Dampflok steuerte ein Engländer. Der 26-jährige William Wilson saß 1835 auf dem Führerstand des Adler.

Am 7. Dezember 1835 fuhr in Bayern die erste deutsche Eisenbahn.

Sie verband Nürnberg mit dem nahen Fürth.

Am Regler der Lokomotive stand ausgerechnet kein Deutscher.

DB Museum Adler cab
Foto: Arnoldius, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1835

7. Dezember

erste Fahrt Nürnberg–Fürth

6,05 km

in 9 Minuten

Länge der ersten Strecke

26 Jahre

1835

Alter des Lokführers William Wilson

William Wilson stammte aus England, fuhr den Adler und blieb bis zu seinem Tod in Nürnberg.

Die erste deutsche Eisenbahn

Die Ludwigseisenbahn war die erste mit Dampf betriebene Eisenbahn in Deutschland.

Sie führte über gut sechs Kilometer von Nürnberg nach Fürth.

Getragen wurde sie von einer privaten Gesellschaft in Nürnberg.

Für die feierliche Eröffnung suchte man eine zuverlässige Lokomotive.

Diese kam nicht aus Deutschland, sondern aus England.

DB Museum Adler buffer
Foto: Arnoldius, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Adler kam aus Newcastle

Die Lokomotive mit dem Namen Adler baute 1835 die Firma Robert Stephenson and Company.

Diese Firma hatte ihren Sitz im englischen Newcastle.

England war damals das führende Land im Lokomotivbau.

Mit der Maschine reiste auch das Wissen an, wie man sie bedient.

Denn eine Dampflok zu fahren war zu dieser Zeit eine seltene Kunst.

Gut zu wissen

Der Adler wurde nicht einfach gekauft und hingestellt, sondern vor Ort unter Wilsons Aufsicht zusammengebaut.

Die Ludwigseisenbahn war zunächst nur gut sechs Kilometer lang und diente vor allem dem Personenverkehr.

Ein Engländer am Regler

Mit dem Adler kam der Ingenieur und Lokführer William Wilson nach Nürnberg.

Er beaufsichtigte den Aufbau der Lokomotive vor Ort.

Bei der ersten offiziellen Fahrt am 7. Dezember 1835 saß er selbst auf dem Führerstand.

An Bord waren rund 200 Ehrengäste.

Die 6,05 Kilometer lange Strecke legte der Zug in neun Minuten zurück.

Warum ein Ausländer

In Deutschland gab es damals kaum jemanden mit Erfahrung an einer Dampflok.

Die Technik war neu und stammte fast vollständig aus England.

Wer eine Lokomotive kaufte, holte sich oft auch das Personal dazu.

So war es fast selbstverständlich, dass ein Engländer den Adler fuhr.

Wilson brachte das nötige Können aus seiner Heimat mit.

Wer William Wilson war

William Wilson wurde 1809 im englischen Walbottle geboren.

Er war von Beruf Maschineningenieur.

Für die Arbeit an der ersten deutschen Eisenbahn kam er nach Bayern.

Bei der Eröffnungsfahrt war er erst 26 Jahre alt.

Aus dem Gast aus England wurde ein Mann, der in Nürnberg blieb.

Ein gefragter Fachmann

Wilsons Können war so gefragt, dass er sehr gut bezahlt wurde.

Er galt als der Fachmann für die kostbare Lokomotive.

Ohne ihn hätte die junge Bahn ihren Adler kaum sicher fahren können.

So wurde der Engländer zu einer festen Größe des Betriebs.

Sein Wissen gab er nach und nach auch an einheimische Kräfte weiter.

Bis ans Lebensende in Nürnberg

William Wilson kehrte nicht dauerhaft nach England zurück.

Er blieb in Nürnberg und starb dort im Jahr 1862.

Damit verbrachte er den größten Teil seines Berufslebens in Bayern.

Sein Name ist bis heute mit dem Adler verbunden.

Er gilt als der erste Lokführer der deutschen Eisenbahngeschichte.

Der Adler als Legende

Der Adler selbst wurde später zum Sinnbild des deutschen Eisenbahnanfangs.

Nachbauten der Lokomotive sind in Museen zu sehen.

Die Geschichte der Fahrt von Nürnberg nach Fürth kennt fast jedes Kind.

Weniger bekannt ist, dass ein Engländer sie in Bewegung setzte.

Gerade das macht die Geschichte des Adler so reizvoll.

Das Fazit

Es stimmt, dass der erste Lokführer in Deutschland ein Engländer war.

William Wilson fuhr 1835 den Adler von Nürnberg nach Fürth.

Die Technik und das Können kamen damals aus England.

Der Mythos trifft also genau den Anfang der deutschen Eisenbahn.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Häufige Fragen

Wer war der erste Lokführer in Deutschland?
Der Engländer William Wilson, der 1835 den Adler auf der ersten deutschen Eisenbahn fuhr.
Warum war es ein Engländer?
Die Dampflok-Technik stammte aus England, und dort gab es die wenigen Menschen mit Erfahrung an einer Lokomotive.
Woher kam die Lokomotive Adler?
Sie wurde 1835 von der Firma Robert Stephenson and Company im englischen Newcastle gebaut.
Wie lang war die erste Strecke?
Die Strecke von Nürnberg nach Fürth war 6,05 Kilometer lang, der Adler brauchte dafür neun Minuten.
Was wurde aus William Wilson?
Er blieb in Nürnberg und starb dort 1862, sein Name bleibt mit dem Adler verbunden.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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