Ortstermin
„Abfahrt in den Süden Frankreichs: Dieser Ortstermin hält in der Pariser Gare de Lyon.“
Paris Gare de Lyon, der Bahnhof mit dem 64-Meter-Uhrturm
→ Ein Ortstermin in Paris.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Paris Gare de Lyon entstand zur Weltausstellung des Jahres 1900 und gehört zu den bedeutendsten Bahnhöfen Europas. Von hier fahren die TGV in den Süden Frankreichs, in die Schweiz, nach Spanien und nach Italien.
Wenige Bahnhöfe tragen ihre Pracht so offen wie die Pariser Gare de Lyon.
Über der Halle thront ein Uhrturm, und hinter einer Tür verbirgt sich eines der schönsten Bahnhofsrestaurants der Welt.
Dieser Ortstermin geht der Frage nach, wie dieser festliche Bau zum Tor in den Süden Frankreichs wurde.

Ein Bahnhof für die Weltausstellung
Für das Jahr 1900 plante Paris eine große Weltausstellung.
Schon vorher war klar, dass der alte Bahnhof die erwarteten Menschenmassen nicht würde bewältigen können.
Deshalb entschloss man sich zu einem völlig neuen, größeren Bau.
Der Bahnhof sollte zugleich die Reisenden empfangen und die Stadt repräsentieren.

Der Neubau von Marius Toudoire
Den neuen Bahnhof errichtete von 1895 bis 1902 der Architekt Marius Toudoire.
Er hatte zuvor schon den Bahnhof Bordeaux-Saint-Jean entworfen, Bauherr war die Gesellschaft PLM.
Der Neubau erhielt dreizehn oberirdische Gleise in einer einzigen Ebene.
Das Empfangsgebäude wurde dabei an die Kopfseite der Gleise verlegt.

Gut zu wissen
Der heutige Bahnhof Paris Gare de Lyon wurde von 1895 bis 1902 nach Plänen von Marius Toudoire für die Weltausstellung des Jahres 1900 errichtet.
Der in die Fassade integrierte Uhrturm ist 64 Meter hoch und trägt vier Uhren mit je 6,40 Meter großen Zifferblättern.
Über der Eingangshalle liegt das denkmalgeschützte Restaurant Le Train Bleu mit seiner prunkvollen Ausstattung aus der Belle Époque.
Der 64-Meter-Uhrturm
Die reich verzierte Fassade des Bahnhofs ist rund hundert Meter breit und hat sieben Zugänge.
In ihre Südostecke ist ein 64 Meter hoher Uhrturm eingefügt.
Er trägt vier Uhren, deren Zifferblätter einen Durchmesser von je 6,40 Metern haben.
Der Turm macht den Bahnhof schon von weitem erkennbar.

Das Restaurant Le Train Bleu
Über der Eingangshalle liegt das berühmte Restaurant Le Train Bleu.
Seine prunkvolle Ausstattung stammt aus der Zeit um 1900 und steht heute unter Denkmalschutz.
Entworfen hat auch dieses Juwel der Architekt Marius Toudoire.
Einundvierzig Gemälde, die bei dreißig Malern in Auftrag gegeben wurden, schmücken die Säle.

Wohin die TGV fahren
Vom Gare de Lyon starten die Hochgeschwindigkeitszüge TGV in den Süden und Südosten Frankreichs.
Weitere Verbindungen führen in die Schweiz nach Basel und Genf.
Auch nach Spanien bis Barcelona und nach Italien bis Turin und Mailand fahren Züge von hier.
Daneben besteht sogar eine Nachtzugverbindung bis nach Venedig.

Anschluss unter der Erde
Unter dem Bahnhof bestehen Umsteigemöglichkeiten in die RER-Linien A und D.
Die Station der RER-Linie A wurde im Dezember 1977 eröffnet.
In der Métrostation treffen zudem die Linien 1 und 14 aufeinander.
So ist der Fernbahnhof eng mit dem Nahverkehr der Stadt verwoben.

Einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe von Paris
Jedes Jahr nutzen rund 83 Millionen Reisende den Bahnhof.
Das entspricht etwa 227.000 Menschen an einem einzigen Tag.
Damit gehört die Gare de Lyon zu den drei verkehrsreichsten Bahnhöfen der Stadt.
Der Bahnhof liegt im zwölften Arrondissement im Osten von Paris.

Zwischen Seine und Bastille
Nur einen kurzen Weg entfernt fließt die Seine durch die Stadt.
Auch der belebte Platz der Bastille liegt nicht weit vom Bahnhof.
Rund um die Gare de Lyon haben sich Cafés und Geschäfte angesiedelt.
So steht der Bahnhof mitten in einem lebendigen Teil von Paris.

Ankommen in Paris
Ankommen in Paris Gare de Lyon heißt, aus einem Bahnhof zu treten, der selbst eine Sehenswürdigkeit ist.
Von hier aus erreicht man mit der Métro rasch die großen Ziele der Stadt.
Wer weiterreisen möchte, sitzt bald im TGV Richtung Mittelmeer.
So beginnt der Besuch der Stadt schon unter dem großen Uhrturm des Bahnhofs.

Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Häufige Fragen
Wann wurde Paris Gare de Lyon gebaut?
Wie hoch ist der Uhrturm?
Was ist Le Train Bleu?
Wohin fahren die Züge?
Wie viele Reisende nutzen den Bahnhof?
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