Ortstermin
„Der Zug nach Berlin über die Grenze steht auf Gleis zwei bereit, bitte Vorsicht am Bahnsteig von Szczecin Główny.“
Ortstermin: Stettin Główny
→ Ein Ortstermin in Westpommern.
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Kurz gesagt
Szczecin Główny ist der Hauptbahnhof von Stettin und einer der ältesten Bahnhöfe Pommerns. Von hier führten schon 1843 die ersten Gleise nach Berlin, heute ist die Stadt das polnische Tor zur Ostsee.
Wer von Berlin aus nach Nordosten fährt, erreicht nach gut zwei Stunden den Hauptbahnhof von Stettin.
Der Bahnhof Szczecin Główny gehört zu den ältesten Bahnhöfen in ganz Pommern.
Dieser Ortstermin folgt den Gleisen von den Anfängen der Eisenbahn bis zur Hafenstadt an der Oder.

Wo die Eisenbahn Pommern erreichte
Der Bahnhof wurde am 15. August 1843 eröffnet und trug zunächst den Namen Berliner Bahnhof.
Mit ihm begann die Geschichte der Eisenbahn in der Region Pommern.
Die Strecke von Berlin nach Stettin war bereits 1842 fertiggestellt worden.
Der erste Zug aus Berlin machte die Stadt rasch zu einem Knoten im preußischen Netz.

Von Stettin nach Berlin und Posen
Schon 1846 kam eine Strecke in Richtung Stargard hinzu.
Bis 1848 wurde diese Linie bis nach Posen verlängert.
So wuchs Stettin zu einem wichtigen Umsteigepunkt zwischen Berlin und dem weiteren Osten heran.
Der Bahnhof verband die Hafenstadt mit den großen Strecken Mitteleuropas.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Szczecin Główny wurde am 15. August 1843 als Berliner Bahnhof eröffnet und gehört zu den ältesten Bahnhöfen Pommerns.
Er verfügt über fünf Bahnsteige, wurde 2014 bis 2016 umgebaut und wird von PKP Intercity, Polregio und der Deutschen Bahn bedient.
Das Empfangsgebäude an der Oder
Das heutige Empfangsgebäude entstand um das Jahr 1900.
Es steht nahe dem Ufer der Oder, auf der die Stadt ihren Hafen betreibt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof beschädigt, aber durch Renovierungen erhalten.
So blieb der historische Bau bis heute das Gesicht des Bahnhofs.

Fünf Bahnsteige und acht Gleise
Der Bahnhof verfügt über fünf Bahnsteige und acht Gleise.
Er liegt an gleich mehreren Strecken, die sternförmig von der Stadt ausgehen.
Dazu zählen die Linien nach Berlin, Breslau, Posen und an die Ostseeküste.
Damit ist Szczecin Główny der zentrale Bahnhof im Nordwesten Polens.

Ein Bahnhof wird erneuert
Eine erste Modernisierung erfolgte im Jahr 2007.
Zwischen 2014 und 2016 wurde der Bahnhof dann grundlegend umgebaut.
Am 29. April 2016 nahm die erneuerte Station ihren Betrieb wieder auf.
Heute halten hier Züge von PKP Intercity, Polregio und der Deutschen Bahn mit Zielen wie Warschau, Danzig, Berlin, Breslau und Krakau.

Stettin, das Tor zur Ostsee
Stettin ist mit rund 390.000 Einwohnern die siebtgrößte Stadt Polens.
Die Stadt ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern und ein bedeutender Seehafen.
Sie liegt an der Oder, etwa 65 Kilometer südlich der Ostsee.
Bis 1945 war Stettin eine deutsche Stadt und kam nach dem Zweiten Weltkrieg zu Polen.

Die Hakenterrasse an der Oder
Oberhalb des Flusses erstreckt sich die breite Uferpromenade Wały Chrobrego.
Sie wurde zu deutscher Zeit als Hakenterrasse angelegt und bietet einen weiten Blick über die Oder.
Von hier aus sieht man die Schiffe des Hafens und die Werften am gegenüberliegenden Ufer.
Die Promenade gilt als eine der schönsten Flussfronten Polens.

Schloss, Dom und Philharmonie
Im Zentrum steht das Schloss der Pommerschen Herzöge aus dem Geschlecht der Greifen.
Die gotische Jakobskathedrale geht in ihren Anfängen bis ins 14. Jahrhundert zurück.
Ein moderner Blickfang ist die preisgekrönte Philharmonie mit ihrer weißen, zackigen Fassade.
Rund um diese Bauten entstand nach dem Krieg eine behutsam wiederaufgebaute Altstadt.

Ankommen in Stettin
Ankommen in Stettin bedeutet, in wenigen Schritten an der Oder und am alten Hafen zu stehen.
Straßenbahnen verbinden den Bahnhof mit der Altstadt und der Uferpromenade.
Nach Berlin ist es von hier aus nur eine kurze Fahrt über die nahe Grenze.
So ist der Bahnhof zugleich ein Tor zur Ostsee und eine Brücke nach Deutschland.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof in Stettin eröffnet?
Wie viele Bahnsteige hat Szczecin Główny?
Wann wurde der Bahnhof zuletzt umgebaut?
Welche Städte erreicht man von Stettin aus?
Was kann man vom Bahnhof aus besichtigen?
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