Ortstermin
„Der Intercity nach Amsterdam fährt von Bahnsteig vier, bitte denken Sie an Ihr Fahrrad im Groninger Bahnhofskeller.“
Ortstermin: Groningen
→ Ein Ortstermin im Norden der Niederlande.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Groningen ist ein denkmalgeschütztes Schmuckstück von 1896 und das Tor zum Norden der Niederlande. Unter dem Vorplatz parken Tausende Fahrräder, denn Groningen gilt als eine der großen Fahrradstädte der Welt.
Wer in den Norden der Niederlande reist, kommt an Groningen kaum vorbei.
Der Bahnhof empfängt seine Gäste mit einem reich verzierten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert.
Dieser Ortstermin führt vom historischen Empfangsgebäude in die junge Universitätsstadt dahinter.

Ein Bahnhof für den Norden
Der Bahnhof Groningen wurde am 1. Juni 1866 eröffnet.
Von Anfang an war er der wichtigste Knoten für den Norden der Niederlande.
Das erste Gebäude war noch ein Provisorium.
Erst wenige Jahrzehnte später erhielt der Bahnhof sein heutiges Gesicht.

Ein Schmuckstück von 1896
Das heutige Empfangsgebäude wurde 1896 fertiggestellt.
Entworfen hat es der Architekt Izaak Gosschalk.
Der Bau verbindet Formen der Neugotik mit denen der Neorenaissance.
Wegen seiner reichen Gestaltung steht der Bahnhof heute als Rijksmonument unter Denkmalschutz.

Gut zu wissen
Das Empfangsgebäude von 1896 stammt vom Architekten Izaak Gosschalk und steht als Rijksmonument unter Denkmalschutz.
Der Bahnhof hat neun Bahnsteige, ein Fahrradparkhaus für rund 4.150 Räder und Verbindungen nach Amsterdam, Utrecht, Rotterdam und Den Haag.
Eine Restaurierung um die Jahrtausendwende
Im Jahr 2000 wurde der historische Bahnhof umfassend restauriert.
Dabei blieben die prächtige Halle und die alten Schalterbereiche erhalten.
So lässt sich der Glanz der Eisenbahnzeit bis heute erleben.
Der Bahnhof zählt zu den schönsten der Niederlande.

Neun Bahnsteige und ein Fahrradkeller
Der Bahnhof verfügt über neun Bahnsteige.
Unter dem Vorplatz liegt ein Fahrradparkhaus mit Platz für rund 4.150 Räder.
Davor halten mehr als vierzig Buslinien des regionalen Anbieters.
So treffen hier Zug, Bus und Fahrrad auf engem Raum zusammen.

Verbindungen in die Randstad
Von Groningen aus fahren Züge der Nederlandse Spoorwegen und von Arriva.
Direkte Verbindungen bestehen nach Amsterdam, Utrecht, Rotterdam und Den Haag.
Auch der Flughafen Schiphol ist ohne Umsteigen erreichbar.
Für die kommenden Jahre sind ein Umbau und zusätzliche Bahnsteige geplant.

Groningen, die Stadt im Norden
Groningen hat rund 245.000 Einwohner.
Damit ist es die sechstgrößte Stadt der Niederlande.
Außerhalb der dicht besiedelten Randstad ist es sogar die zweitgrößte Stadt des Landes.
Die Stadt ist seit Jahrhunderten das wirtschaftliche Zentrum des Nordens.

Universität und junge Stadt
Die Universität Groningen wurde bereits 1614 gegründet.
Sie ist die zweitälteste Universität der Niederlande.
Etwa ein Viertel der Einwohner sind Studierende.
Das macht Groningen zu einer besonders jungen und lebendigen Stadt.

Martiniturm und Groninger Museum
Das Wahrzeichen der Stadt ist der weithin sichtbare Martiniturm am großen Markt.
Von seiner Spitze reicht der Blick weit über die flache Landschaft des Nordens.
Direkt gegenüber dem Bahnhof liegt das Groninger Museum.
Es wurde 1994 vom Architekten Alessandro Mendini in auffällig bunten Formen gestaltet.

Ankommen in Groningen
Ankommen in Groningen heißt, schon vor dem Bahnhof auf das bunte Museum im Kanal zu blicken.
Über eine Brücke gelangt man in wenigen Minuten zum großen Markt und zum Martiniturm.
Rund sechs von zehn Einwohnern nutzen für ihre Wege das Fahrrad.
Wer ein Rad leiht, erkundet die Stadt daher am besten so, wie es die Einheimischen tun.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Rund um den großen Markt
Rund um den großen Markt reihen sich Cafés, Geschäfte und das rege Studentenleben der Stadt aneinander.
Die vielen Grachten erinnern daran, dass Groningen einst ein bedeutender Handelsplatz des Nordens war.
Wer vom Bahnhof kommt, ist in wenigen Minuten mitten in diesem lebendigen Zentrum.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Groningen eröffnet?
Wer hat das Bahnhofsgebäude entworfen?
Wie viele Fahrräder kann man am Bahnhof abstellen?
Welche Städte erreicht man von Groningen aus?
Was liegt direkt am Bahnhof?
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