Ortstermin: Nagoya

Ortstermin

„Der Tōkaidō-Shinkansen nach Tokio fährt bereit, bitte beachten Sie die Bahnsteige unter den Türmen von Nagoya.“

Ortstermin: Nagoya

→ Ein Ortstermin in Zentraljapan.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Nagoya liegt unter einem der größten Bahnhofsgebäude der Welt und ist ein zentraler Halt des Tōkaidō-Shinkansen. Dahinter liegt die viertgrößte Stadt Japans, das Herz der japanischen Autoindustrie.

In der Mitte Japans, zwischen Tokio und Osaka, liegt die Großstadt Nagoya.

Ihr Bahnhof verschwindet fast unter zwei gewaltigen Hochhaustürmen.

Dieser Ortstermin führt vom riesigen Bahnhof in eine Stadt aus Burg, Schrein und Industrie.

Kintetsu Corporation Kintetsu Nagoya Station Ticket Gate 01
Foto: JKT-c, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof seit 1886

Der Bahnhof Nagoya wurde am 1. Mai 1886 eröffnet.

Er entstand als Teil der wichtigen Tōkaidō-Hauptlinie zwischen Tokio und dem Westen.

Von Beginn an war er ein zentraler Punkt im japanischen Bahnnetz.

Über die Jahrzehnte wuchs er zu einem der größten Bahnhöfe des Landes heran.

Kintetsu Corporation Kintetsu Nagoya Station Ticket Gate 02
Foto: JKT-c, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Türme über dem Bahnhof

Über dem Bahnhof erheben sich die JR Central Towers, zwei miteinander verbundene Hochhäuser.

Sie wurden 1999 fertiggestellt und im Mai 2000 eröffnet.

Mit einer Geschossfläche von rund 420.000 Quadratmetern galt das Gebäude als eines der größten Bahnhofsgebäude der Welt.

Im Jahr 2002 wurde es dafür sogar in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

Meitetsu Nagoya Station, Meitetsu
Foto: Kzaral This photo was taken with Panasonic Lumix D, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Nagoya wurde 1886 eröffnet, über ihm stehen seit dem Jahr 2000 die JR Central Towers.

Hier halten der Tōkaidō-Shinkansen, Linien von JR Central, die U-Bahn und weitere Bahnen, künftig soll auch die Magnetschwebebahn Chūō-Shinkansen enden.

Am Tōkaidō-Shinkansen

Nagoya ist ein wichtiger Halt des Tōkaidō-Shinkansen, der schnellsten Verbindung zwischen Tokio und Osaka.

Für den herkömmlichen Verkehr stehen acht Inselbahnsteige mit sechzehn Gleisen bereit.

Hinzu kommen die eigenen Bahnsteige des Hochgeschwindigkeitszuges.

So treffen hier der schnelle Fernverkehr und die Züge der Region zusammen.

Meitetsu Nagoya Station ticket place
Foto: Kzaral, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Viele Bahnen an einem Ort

Den Bahnhof betreibt vor allem die Gesellschaft JR Central.

Dazu kommen zwei Linien der U-Bahn von Nagoya und die Aonami-Linie.

Die privaten Bahnen Meitetsu und Kintetsu besitzen eigene Bahnhöfe im selben Gebäudekomplex.

Damit ist der Bahnhof ein dichtes Geflecht aus vielen Verkehrsmitteln.

Meitetsu Nagoya Station
Foto: そらみみ, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Hunderttausende Reisende

Allein die Gleise von JR Central zählten zuletzt rund 417.000 Fahrgäste an einem Tag.

Die U-Bahn brachte es auf rund 369.000 Reisende täglich.

Hinzu kamen die Fahrgäste der Aonami-Linie.

Damit gehört Nagoya zu den meistfrequentierten Bahnhöfen Japans.

Nagoya Lucent Tower and JR Central Towers from west
Foto: Alpsdake, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Magnetzug der Zukunft

Für die Zukunft ist Nagoya als westlicher Endpunkt einer neuen Magnetschwebebahn vorgesehen.

Dieser Chūō-Shinkansen soll Tokio und Nagoya in bisher unerreichter Geschwindigkeit verbinden.

Die Bauarbeiten laufen seit Dezember 2014.

Die Bahnsteige dafür entstehen tief unter dem heutigen Bahnhof.

Nagoya Central Post Office Towers Branch
Foto: Parsley319, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Nagoya, Stadt der Autos

Nagoya hat rund 2,3 Millionen Einwohner und ist die viertgrößte Stadt Japans.

Sie ist die Hauptstadt der Präfektur Aichi und ein Zentrum der Industrie.

In der Region hat die Automobilbranche ihr japanisches Herz.

Der Hafen von Nagoya gilt als der größte des Landes.

Nagoya Station (1006)
Foto: No machine-readable author provided. Jiang assumed, Public domain, via Wikimedia Commons

Burg mit goldenen Fischen

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Burg von Nagoya aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Auf ihrem Dach glänzen goldene Figuren in Gestalt mythischer Tigerfische.

Der nahe Atsuta-Schrein zählt zu den bedeutendsten Heiligtümern Japans.

Im Toyota-Museum für Industrie und Technik lässt sich die Geschichte der Autostadt nachverfolgen.

Nagoya station area2
Foto: Sengoku40, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Nagoya

Ankommen in Nagoya heißt, unter den beiden Türmen des Bahnhofs aus dem Zug zu steigen.

Mit der U-Bahn erreicht man rasch die Burg und den Atsuta-Schrein.

Rund um den Bahnhof erstreckt sich ein Viertel aus Hochhäusern, Geschäften und Hotels.

So verbindet der Bahnhof die moderne Großstadt mit ihrer langen Geschichte.

Nagoya Station from Midland Square
Foto: Alpsdake, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Häufige Fragen

Wann wurde der Bahnhof Nagoya eröffnet?
Der Bahnhof wurde am 1. Mai 1886 als Teil der Tōkaidō-Hauptlinie eröffnet.
Was sind die JR Central Towers?
Es sind zwei verbundene Hochhäuser über dem Bahnhof, die im Jahr 2000 eröffnet wurden und als eines der größten Bahnhofsgebäude der Welt galten.
Wie viele Reisende nutzen den Bahnhof?
Allein auf den Gleisen von JR Central zählte man zuletzt rund 417.000 Fahrgäste am Tag, dazu kommen U-Bahn und weitere Linien.
Was ist der Chūō-Shinkansen?
Es ist eine neue Magnetschwebebahn, für die Nagoya als westlicher Endpunkt vorgesehen ist, gebaut wird seit Dezember 2014.
Was kann man in Nagoya besichtigen?
Sehenswert sind die Burg mit ihren goldenen Figuren, der Atsuta-Schrein und das Toyota-Museum für Industrie und Technik.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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