Ortstermin
„Der Tōkaidō-Shinkansen nach Tokio fährt bereit, bitte beachten Sie die Bahnsteige unter den Türmen von Nagoya.“
Ortstermin: Nagoya
→ Ein Ortstermin in Zentraljapan.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Nagoya liegt unter einem der größten Bahnhofsgebäude der Welt und ist ein zentraler Halt des Tōkaidō-Shinkansen. Dahinter liegt die viertgrößte Stadt Japans, das Herz der japanischen Autoindustrie.
In der Mitte Japans, zwischen Tokio und Osaka, liegt die Großstadt Nagoya.
Ihr Bahnhof verschwindet fast unter zwei gewaltigen Hochhaustürmen.
Dieser Ortstermin führt vom riesigen Bahnhof in eine Stadt aus Burg, Schrein und Industrie.

Ein Bahnhof seit 1886
Der Bahnhof Nagoya wurde am 1. Mai 1886 eröffnet.
Er entstand als Teil der wichtigen Tōkaidō-Hauptlinie zwischen Tokio und dem Westen.
Von Beginn an war er ein zentraler Punkt im japanischen Bahnnetz.
Über die Jahrzehnte wuchs er zu einem der größten Bahnhöfe des Landes heran.

Türme über dem Bahnhof
Über dem Bahnhof erheben sich die JR Central Towers, zwei miteinander verbundene Hochhäuser.
Sie wurden 1999 fertiggestellt und im Mai 2000 eröffnet.
Mit einer Geschossfläche von rund 420.000 Quadratmetern galt das Gebäude als eines der größten Bahnhofsgebäude der Welt.
Im Jahr 2002 wurde es dafür sogar in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Nagoya wurde 1886 eröffnet, über ihm stehen seit dem Jahr 2000 die JR Central Towers.
Hier halten der Tōkaidō-Shinkansen, Linien von JR Central, die U-Bahn und weitere Bahnen, künftig soll auch die Magnetschwebebahn Chūō-Shinkansen enden.
Am Tōkaidō-Shinkansen
Nagoya ist ein wichtiger Halt des Tōkaidō-Shinkansen, der schnellsten Verbindung zwischen Tokio und Osaka.
Für den herkömmlichen Verkehr stehen acht Inselbahnsteige mit sechzehn Gleisen bereit.
Hinzu kommen die eigenen Bahnsteige des Hochgeschwindigkeitszuges.
So treffen hier der schnelle Fernverkehr und die Züge der Region zusammen.

Viele Bahnen an einem Ort
Den Bahnhof betreibt vor allem die Gesellschaft JR Central.
Dazu kommen zwei Linien der U-Bahn von Nagoya und die Aonami-Linie.
Die privaten Bahnen Meitetsu und Kintetsu besitzen eigene Bahnhöfe im selben Gebäudekomplex.
Damit ist der Bahnhof ein dichtes Geflecht aus vielen Verkehrsmitteln.

Hunderttausende Reisende
Allein die Gleise von JR Central zählten zuletzt rund 417.000 Fahrgäste an einem Tag.
Die U-Bahn brachte es auf rund 369.000 Reisende täglich.
Hinzu kamen die Fahrgäste der Aonami-Linie.
Damit gehört Nagoya zu den meistfrequentierten Bahnhöfen Japans.

Der Magnetzug der Zukunft
Für die Zukunft ist Nagoya als westlicher Endpunkt einer neuen Magnetschwebebahn vorgesehen.
Dieser Chūō-Shinkansen soll Tokio und Nagoya in bisher unerreichter Geschwindigkeit verbinden.
Die Bauarbeiten laufen seit Dezember 2014.
Die Bahnsteige dafür entstehen tief unter dem heutigen Bahnhof.

Nagoya, Stadt der Autos
Nagoya hat rund 2,3 Millionen Einwohner und ist die viertgrößte Stadt Japans.
Sie ist die Hauptstadt der Präfektur Aichi und ein Zentrum der Industrie.
In der Region hat die Automobilbranche ihr japanisches Herz.
Der Hafen von Nagoya gilt als der größte des Landes.

Burg mit goldenen Fischen
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Burg von Nagoya aus dem frühen 17. Jahrhundert.
Auf ihrem Dach glänzen goldene Figuren in Gestalt mythischer Tigerfische.
Der nahe Atsuta-Schrein zählt zu den bedeutendsten Heiligtümern Japans.
Im Toyota-Museum für Industrie und Technik lässt sich die Geschichte der Autostadt nachverfolgen.

Ankommen in Nagoya
Ankommen in Nagoya heißt, unter den beiden Türmen des Bahnhofs aus dem Zug zu steigen.
Mit der U-Bahn erreicht man rasch die Burg und den Atsuta-Schrein.
Rund um den Bahnhof erstreckt sich ein Viertel aus Hochhäusern, Geschäften und Hotels.
So verbindet der Bahnhof die moderne Großstadt mit ihrer langen Geschichte.

Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Nagoya eröffnet?
Was sind die JR Central Towers?
Wie viele Reisende nutzen den Bahnhof?
Was ist der Chūō-Shinkansen?
Was kann man in Nagoya besichtigen?
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