Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Reisende, Sie erreichen Berlin Hauptbahnhof, den großen Turmbahnhof am Bogen der Spree.“
Wie viele Gleise hat der Berliner Hauptbahnhof?
→ Ein Bahnhof in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Berliner Hauptbahnhof hat 14 Bahnsteiggleise, verteilt auf zwei Ebenen: sechs oben auf der Stadtbahn in Ost-West-Richtung und acht unten im Nord-Süd-Tunnel. Eröffnet wurde er erst 2006, und er gehört damit zu den jüngsten großen Hauptbahnhöfen Deutschlands.
Mitten in Berlin, am Bogen der Spree, steht ein Bahnhof ganz aus Glas und Stahl.
Hier kreuzen sich Züge in zwei Richtungen, die einen weit oben, die anderen tief unten.
Wie viele Gleise es am Ende sind, ist leichter gefragt als mit einem Blick gezählt.

Die wichtigsten Zahlen
14
Bahnsteiggleise
6 auf der oberen, 8 auf der unteren Ebene
≈ 329.000
Reisende pro Tag
Platz 4 der Fernbahnhöfe in Deutschland
2006
Eröffnung
am 26. Mai, Entwurf von Meinhard von Gerkan
Quelle: deutschsprachige Wikipedia, Artikel „Berlin Hauptbahnhof“. Stand 2026.
Die große Zahl
Der Berliner Hauptbahnhof hat 14 Bahnsteiggleise.
Das klingt nach wenig für einen so großen Bahnhof.
Doch diese Gleise verteilen sich auf zwei getrennte Ebenen.
Oben liegen sechs Gleise, unten noch einmal acht.
Zusammen ergeben sie die 14 Gleise, an denen die Fern- und Nahzüge halten.
Hinzu kommen weitere Gleise für die S-Bahn und die U-Bahn.

Zwei Ebenen, zwei Richtungen
Das Besondere am Bahnhof sind seine zwei Verkehrsebenen.
Die obere Ebene führt in Ost-West-Richtung über die alte Stadtbahn.
Die untere Ebene führt in Nord-Süd-Richtung durch einen tiefen Tunnel.
Beide Ebenen kreuzen sich genau an dieser Stelle über- und untereinander.
So treffen hier Züge aus allen vier Himmelsrichtungen aufeinander.
Die Reisenden wechseln einfach die Ebene, statt den Bahnhof zu verlassen.
Gut zu wissen
Der Berliner Hauptbahnhof hat 14 Bahnsteiggleise, sechs auf der oberen Stadtbahn-Ebene in Ost-West-Richtung und acht auf der unteren Ebene im Nord-Süd-Tunnel; die vier unteren Mittelbahnsteige sind je rund 430 Meter lang.
Der Bahnhof wurde am 26. Mai 2006 eröffnet und zählt mit rund 329.000 Reisenden pro Tag zu den meistfrequentierten Fernbahnhöfen Deutschlands, auf Platz vier hinter Hamburg, Frankfurt und München.
Oben auf Brücken über der Stadt
Die obere Gleisebene liegt rund zehn Meter über dem Straßenniveau.
Sie besteht aus sechs Gleisen auf vier Brückenbauwerken.
Die beiden äußeren Brücken tragen je ein Gleis, die beiden inneren je zwei.
Dazwischen liegen drei lange Bahnsteige unter einem gewölbten Glasdach.
Von hier aus hat man einen weiten Blick über das Regierungsviertel.
Hier halten vor allem Züge, die in Ost-West-Richtung durch Berlin fahren.
Unten im Nord-Süd-Tunnel
Die untere Ebene ist ein tief gelegener Tunnelbahnhof.
Dort tragen die Gleise die Nummern 1 bis 8, also acht Bahnsteiggleise.
Sie liegen an vier breiten Mittelbahnsteigen.
Jeder dieser Bahnsteige ist rund 430 Meter lang.
Damit passen auch die längsten Fernzüge bequem an einen Bahnsteig.
Durch diese Ebene laufen die Züge der Nord-Süd-Fernbahn.
Turmbahnhof oder Kreuzungsbahnhof
Für diesen Bahnhofstyp gibt es gleich zwei Fachbegriffe.
Baulich gesehen ist der Komplex ein Turmbahnhof, weil die Ebenen übereinander liegen.
Betrieblich gesehen ist er ein Kreuzungsbahnhof, weil sich zwei Strecken kreuzen.
Das Herzstück bildet eine Fläche von 80 mal 80 Metern.
Darin sind insgesamt fünf Verteilerebenen angeordnet.
Zwischen der obersten und der untersten Ebene liegen rund 25 Höhenmeter.
Ein junger Bahnhof von 2006
Verglichen mit anderen großen Bahnhöfen ist der Berliner Hauptbahnhof noch sehr jung.
Er wurde erst am 26. Mai 2006 eröffnet, kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft.
Den Entwurf lieferte der Architekt Meinhard von Gerkan.
An gleicher Stelle standen früher der Lehrter Bahnhof und der Lehrter Stadtbahnhof.
Mit dem Neubau wurde der Bahnverkehr der ganzen Stadt neu geordnet.
So entstand einer der modernsten Bahnhöfe Europas auf historischem Grund.
329.000 Reisende am Tag
Täglich nutzen rund 329.000 Reisende den Bahnhof.
Damit steht er auf Platz vier der meistfrequentierten Fernbahnhöfe Deutschlands.
Vor ihm liegen nur die Hauptbahnhöfe in Hamburg, Frankfurt und München.
Der Bahnhof gehört zur höchsten Preisklasse der Deutschen Bahn.
Weitere Berliner Bahnhöfe nehmen ihm zusätzlich Verkehr ab.
Trotzdem bleibt er die wichtigste Drehscheibe der Hauptstadt.
Rund 1300 Züge jeden Tag
An den 14 Gleisen ist fast ununterbrochen Betrieb.
Täglich halten hier rund 1300 Züge des Fern- und Nahverkehrs.
Dazu zählen ICE, Intercity und EuroCity ebenso wie der Nightjet und Flixtrain.
Im Nahverkehr kommen S-Bahn, Regionalbahn und Regional-Express hinzu.
So reiht sich an vielen Gleisen Zug an Zug im dichten Takt.
Die zwei Ebenen verteilen diese Last auf clevere Weise.
Rolltreppen und Aufzüge ohne Ende
Ein Bahnhof mit fünf Ebenen braucht viele Verbindungen nach oben und unten.
Im Berliner Hauptbahnhof sind es allein 54 Rolltreppen.
Dazu kommen sechs gläserne Panoramaaufzüge in der großen Halle.
Weitere zehn Aufzüge und zahlreiche feste Treppen ergänzen das System.
So gelangt man von der tiefsten bis zur obersten Ebene in wenigen Minuten.
Die durchsichtige Bauweise macht diese Wege von fast überall sichtbar.
Das Pilzkonzept hinter dem Bahnhof
Der Bahnhof ist Teil eines großen Plans für den Berliner Zugverkehr.
Dieser Plan trägt den Namen Pilzkonzept.
Er stellte den Verkehr von früher getrennten Kopfbahnhöfen auf ein neues Netz um.
Seitdem laufen die Hauptlinien gebündelt durch den Hauptbahnhof.
Der Nord-Süd-Tunnel unter dem Bahnhof ist das Kernstück dieses Konzepts.
Erst dadurch wurde die Kreuzung zweier Hauptachsen an einem Ort möglich.
Im Vergleich mit anderen Riesen
Mit 14 Gleisen hat Berlin weniger Bahnsteiggleise als manch älterer Bahnhof.
Der Frankfurter Hauptbahnhof etwa kommt auf 24 oberirdische Gleise.
Der Münchner Hauptbahnhof hat mit rund 32 Gleisen die meisten in Deutschland.
Berlin setzt dafür auf die geschickte Stapelung zweier Ebenen.
So bewältigt der Bahnhof mit wenigen Gleisen sehr viel Verkehr.
Nicht die Zahl der Gleise allein macht einen Bahnhof leistungsfähig.
Was die Zahl 14 erzählt
Die Zahl 14 wirkt auf den ersten Blick bescheiden.
Doch sie steht für eine ganz neue Idee vom Bahnhof.
Statt vieler Gleise nebeneinander stapelt Berlin sie übereinander.
Jedes der 14 Gleise ist ein Knoten in einem dicht geknüpften Netz.
So wird aus einer kleinen Zahl ein großer Verkehrsknoten.
Genau darin liegt die eigentliche Leistung dieses jungen Bahnhofs.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
