Ortstermin: Łódź Fabryczna

Ortstermin

„Der Intercity nach Warschau wird bereitgestellt, bitte folgen Sie der Rolltreppe hinab zum unterirdischen Bahnsteig von Łódź Fabryczna.“

Ortstermin: Łódź Fabryczna

→ Ein Ortstermin in Zentralpolen.

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Kurz gesagt

Łódź Fabryczna ist einer der größten und modernsten unterirdischen Bahnhöfe Polens und das neue Tor zur alten Fabrikstadt. Vom Kopfbahnhof der Textilbarone wurde er zu einer gläsernen Halle tief unter der Erde.

Wer heute in Łódź mit dem Fernzug ankommt, taucht in eine helle Halle tief unter dem Straßenniveau ein.

Der Bahnhof Łódź Fabryczna wurde zwischen 2011 und 2016 vollständig neu gebaut und unter die Erde verlegt.

Dieser Ortstermin erzählt vom alten Kopfbahnhof der Fabrikstadt und von der modernen Station, die heute an seiner Stelle steht.

Łódź Fabryczna renovation, dismantled tracks under Kopcińskiego Street
Foto: Zorro2212, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof für die Fabrikstadt

Der erste Bahnhof an dieser Stelle entstand im Jahr 1865 auf Betreiben des Industriellen Karl Wilhelm Scheibler.

Er war der Endpunkt der Fabrik-Lodzer Bahn, die Łódź über Koluszki an das übrige Netz anband.

Über Koluszki bestand Anschluss an die bereits 1848 vollendete Warschau-Wiener Eisenbahn.

So verband der Bahnhof die rasch wachsende Textilstadt mit Warschau und dem weiteren Europa.

Łódź Fabryczna ławki
Foto: Travelarz, CC BY-SA 3.0 pl, via Wikimedia Commons

Vom Kopfbahnhof zur Großbaustelle

Über viele Jahrzehnte war Łódź Fabryczna ein klassischer Kopfbahnhof, an dem die Züge endeten.

Am 16. Oktober 2011 wurde der alte Bahnhof für einen tiefgreifenden Umbau geschlossen.

An seiner Stelle entstand eine völlig neue Station unterhalb des Straßenniveaus.

Am 11. Dezember 2016 nahm der neue Bahnhof seinen Betrieb auf.

Łódź Fabryczna kasy (1)
Foto: Travelarz, CC BY-SA 3.0 pl, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Łódź Fabryczna wurde am 11. Dezember 2016 eröffnet und liegt mehrere Stockwerke unter der Erde.

Er bietet vier Bahnsteige, trägt die Kategorie Premium und verbindet Łódź mit Warschau, Krakau, Danzig und Lublin.

Ein Bahnhof unter der Erde

Die neue Station liegt mehrere Stockwerke unter der Erde und verfügt über vier Bahnsteige.

Trotz der Lage im Untergrund fällt reichlich Tageslicht in die weite Halle.

Die Architektin Ewelina Oskroba gestaltete den Bahnhof so, dass er die beiden Seiten der Stadt verbindet, statt sie zu trennen.

Łódź Fabryczna gilt heute als einer der größten und modernsten unterirdischen Bahnhöfe Polens.

Dworzec Łódź Fabryczna
Foto: Łukasz Rymaszewski, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Teil eines Tunnels quer durch die Stadt

Der neue Bahnhof ist Teil eines größeren Projekts, das Łódź mit einem Eisenbahntunnel durchqueren soll.

Aus dem einstigen Kopfbahnhof wird dadurch eine Durchgangsstation, die den Verkehr Richtung Łódź Kaliska und Widzew führt.

Die Kosten des Vorhabens wurden im Jahr 2013 auf 1,7 bis 1,9 Milliarden Złoty geschätzt.

Damit zählt der Umbau zu den größten Bahnprojekten im Zentrum Polens.

Fabryczna, Łódź, Poland panoramio (1)
Foto: Tomek Grabarczyk, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Verbindungen in alle großen Städte

Von Łódź Fabryczna fahren Fernzüge unter anderem nach Warschau, Krakau, Danzig und Lublin.

Hinzu kommen Regional- und Agglomerationszüge, die das dichte Umland erschließen.

Der Bahnhof trägt in der polnischen Einteilung die höchste Kategorie Premium.

Damit ist er der wichtigste und modernste Bahnhof der Stadt.

01. Łódź Fabryczna 2011 2016
Foto: Zorro2212, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Łódź, das polnische Manchester

Łódź ist mit rund 640.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Polens.

Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt durch die Textilindustrie von wenigen Tausend auf über eine halbe Million Menschen.

Wegen dieses rasanten Aufstiegs trug sie den Beinamen polnisches Manchester.

Ihren Bevölkerungshöchststand erreichte Łódź im Jahr 1988 mit über 850.000 Einwohnern.

Łódź Fabryczna, 2017
Foto: Sebastian Glapinski platinstudio, CC0, via Wikimedia Commons

Die Piotrkowska und die Manufaktura

Das Rückgrat der Innenstadt ist die lange Geschäftsstraße Piotrkowska, die bei der planmäßigen Anlage der Stadt in den 1820er Jahren entstand.

Heute reihen sich dort Geschäfte, Cafés und restaurierte Bürgerhäuser aneinander.

Nicht weit entfernt liegt die Manufaktura, ein früheres Textilwerk des Fabrikanten Izrael Poznański aus den Jahren 1872 bis 1892.

Das weitläufige Backsteinareal dient heute als Kultur- und Einkaufszentrum.

Łódź Fabryczna railway Station, Łódź, Poland (Unsplash)
Foto: Tomasz Frankowski sunlifter, CC0, via Wikimedia Commons

Stadt des Films

Łódź ist die Heimat der 1948 gegründeten Nationalen Filmhochschule, der wichtigsten Film- und Theaterakademie Polens.

Im Jahr 2017 wurde die Stadt in das UNESCO-Netzwerk der Filmstädte aufgenommen.

Das Wissenschafts- und Technikzentrum EC1 ist in einem früheren Kraftwerk untergebracht.

Über die Dächer ragt der 104 Meter hohe Turm der Erzkathedrale aus dem Jahr 1912.

Lodz Fabryczna 02
Foto: Grzegorz W. Tężycki, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Łódź

Ankommen in Łódź heißt heute, in einer hellen Halle unter der Erde aus dem Zug zu steigen.

Rolltreppen und Aufzüge führen von den Bahnsteigen hinauf ins Stadtzentrum.

Von dort sind es nur wenige Schritte bis zur Piotrkowska und ihren Fabrikgeschichten.

So beginnt der Besuch der alten Textilstadt mitten in einem ihrer modernsten Bauwerke.

Lodz Fabryczna nova (2)
Foto: MOs810, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Häufige Fragen

Wann wurde der neue Bahnhof Łódź Fabryczna eröffnet?
Der alte Bahnhof wurde 2011 geschlossen und der neue, unterirdische Bahnhof am 11. Dezember 2016 in Betrieb genommen.
Warum liegt der Bahnhof unter der Erde?
Der Umbau ist Teil eines Projekts, das Łódź mit einem Eisenbahntunnel durchqueren und aus dem Kopfbahnhof eine Durchgangsstation machen soll.
Wie viele Bahnsteige hat die Station?
Der Bahnhof verfügt über vier Bahnsteige in einer weiten, von Tageslicht durchfluteten Halle.
Woher kommt der Beiname polnisches Manchester?
Łódź wuchs im 19. Jahrhundert durch die Textilindustrie rasant und wurde so zu einer der größten Fabrikstädte Europas.
Was kann man von Łódź Fabryczna aus zu Fuß erreichen?
Die berühmte Geschäftsstraße Piotrkowska und das Fabrikareal Manufaktura liegen nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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