Ortstermin: Kattowitz

Ortstermin

„Auf Gleis eins fährt der EuroCity nach Wien ein, bitte Vorsicht unter den großen Betonkelchen von Katowice.“

Ortstermin: Kattowitz

→ Ein Ortstermin in Oberschlesien.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Kattowitz steht im Herzen des oberschlesischen Reviers und war einst für seine Kelche aus Beton berühmt. Nach einem umstrittenen Abriss entstand bis 2013 ein neuer Bahnhof samt großer Einkaufsgalerie.

Kattowitz ist der große Bahnknoten im Herzen des oberschlesischen Industriereviers.

Sein Hauptbahnhof war jahrzehntelang für eine Reihe markanter Betonkelche bekannt, die das Dach der Halle trugen.

Dieser Ortstermin führt vom modernistischen Bau der 1970er Jahre zum neuen Bahnhof mit angeschlossener Galerie.

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Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof im Herzen des Reviers

Die Eisenbahn erreichte Katowice im Jahr 1846 und machte den Ort zu einem Zentrum von Kohle und Stahl.

Der Bahnhof wurde zum wichtigsten Umschlagplatz für Reisende im oberschlesischen Industriegebiet.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zählte er rund zwölf Millionen Reisende im Jahr.

Täglich hielten hier etwa 520 Züge, womit er der größte Bahnhof der Region war.

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Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Kelche aus Beton

Das alte Empfangsgebäude wurde 1972 im Stil der Moderne errichtet.

Es stammte von den Architekten Wacław Kłyszewski, Jerzy Mokrzyński und Eugeniusz Wierzbicki.

Weithin bekannt waren die kelchförmigen Stützen aus Stahlbeton, die das Dach trugen.

Diese Form war auch eine Antwort auf den schwierigen, vom Bergbau unterhöhlten Baugrund.

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Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der alte Bahnhof von 1972 war für seine kelchförmigen Betonstützen bekannt und wurde 2010 bis 2011 abgerissen.

Der heutige Bahnhof mit acht Bahnsteigen wurde 2012 eröffnet, die angeschlossene Galeria Katowicka folgte 2013.

Abriss und Streit

Im Jahr 2009 vereinbarte die polnische Seite den Umbau des Bahnhofs mit einem spanischen Investor.

Die alte Haupthalle wurde zwischen Dezember 2010 und Januar 2011 abgerissen.

Der Verlust des modernistischen Baus löste unter Denkmalfreunden heftige Diskussionen aus.

Für viele galten die Betonkelche als ein Wahrzeichen der Nachkriegsarchitektur.

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Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein neuer Bahnhof mit Galerie

Die neue Haupthalle wurde im Oktober 2012 eröffnet.

Bis zum Sommer 2013 war auch die angeschlossene Einkaufsgalerie Galeria Katowicka fertig.

Beim Neubau griffen die Planer die Form der alten Betonkelche bewusst wieder auf.

Zwischen den neuen Stützen entstand ein großzügiger Eingang in die Halle.

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Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Acht Bahnsteige und ein Busbahnhof darunter

Der heutige Bahnhof verfügt über acht Bahnsteige für den Zugverkehr.

Unter dem Gebäude liegt ein integrierter Busbahnhof.

So treffen hier Fernzüge, Regionalzüge und Busse unter einem Dach zusammen.

Von Kattowitz aus bestehen Verbindungen in viele Städte Polens und ins Ausland.

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Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kattowitz, die Hauptstadt Oberschlesiens

Die Stadt selbst hat rund 287.000 Einwohner.

Sie bildet den Kern der größten Ballungsregion Polens mit etwa 2,5 Millionen Menschen.

Das umgebende oberschlesische Kohlerevier reicht bis nach Tschechien hinein.

Lange lebte die Region vom Bergbau, heute wandelt sie sich hin zu Dienstleistung und Kultur.

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Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Spodek und das Kongresszentrum

Das bekannteste Bauwerk der Stadt ist das Spodek, eine 1971 eröffnete Mehrzweckhalle in Form einer fliegenden Untertasse.

Direkt daneben steht das 2015 eröffnete Internationale Kongresszentrum.

In diesem Zentrum fand im Jahr 2018 die Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen statt.

Beide Bauten bilden heute ein modernes Kulturquartier im Zentrum.

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Foto: Adrian Tync, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vom Bergwerk zum Museum

Auf dem Gelände eines früheren Kohlebergwerks entstand das Schlesische Museum.

Es steht sinnbildlich für den Wandel der Stadt von der Industrie zur Kultur.

Im Stadtteil Nikiszowiec zeugt eine denkmalgeschützte Bergarbeitersiedlung vom alten Revier.

Die Christ-König-Kathedrale aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt als die größte Kathedrale Polens.

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Foto: Ranjithsiji, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Kattowitz

Ankommen in Kattowitz bedeutet, mitten im größten Ballungsraum Polens aus dem Zug zu steigen.

Vom Bahnsteig gelangt man direkt in die Halle und von dort in die Galerie und zum Busbahnhof.

Straßenbahnen und Busse verbinden den Bahnhof mit den Nachbarstädten des Reviers.

So ist der Bahnhof zugleich Tor zur Stadt und Drehscheibe einer ganzen Region.

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Foto: CAPTAIN RAJU, CC0, via Wikimedia Commons

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Häufige Fragen

Was waren die berühmten Kelche von Kattowitz?
Der alte Bahnhof von 1972 besaß kelchförmige Stützen aus Stahlbeton, die das Dach trugen und als Wahrzeichen der Moderne galten.
Wann wurde der neue Bahnhof eröffnet?
Die neue Haupthalle wurde im Oktober 2012 eröffnet, die angeschlossene Galeria Katowicka war bis zum Sommer 2013 fertig.
Wie viele Reisende nutzten den Bahnhof?
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zählte der Bahnhof rund zwölf Millionen Reisende im Jahr bei etwa 520 Zügen täglich.
Wie viele Bahnsteige hat der Bahnhof heute?
Der heutige Bahnhof verfügt über acht Bahnsteige und einen integrierten Busbahnhof unter dem Gebäude.
Was kann man in Kattowitz besichtigen?
Sehenswert sind die Mehrzweckhalle Spodek, das Internationale Kongresszentrum, das Schlesische Museum und die Bergarbeitersiedlung Nikiszowiec.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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