Ortstermin: Lemberg (Lwiw)

Ortstermin

„Bitte einsteigen in Lwiw, der Zug Richtung Westen steht unter der großen Stahlkuppel bereit.“

Ortstermin: Lemberg (Lwiw)

→ Ein Ortstermin in der Westukraine.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof der westukrainischen Stadt Lwiw gilt als einer der schönsten Jugendstilbahnhöfe Europas. Seine Halle aus Stahl und Glas wurde 1904 eröffnet.

Im Westen der Ukraine steht ein Bahnhof, dessen Kuppel aus Stahl und Glas weithin leuchtet.

Die Stadt Lwiw trug im Lauf der Geschichte die Namen Lemberg und Lwów.

Dieser Ortstermin führt zu einem Bau, der die wechselvolle Geschichte Mitteleuropas erzählt.

Ukraine Lviv Railway Station 1
Foto: Alex Zelenko, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eröffnung im Jahr 1904

Das heutige Bahnhofsgebäude wurde 1904 eröffnet, nach fünf Jahren Bauzeit ab 1899.

Den Entwurf lieferte der Architekt Władysław Sadłowski, ein Absolvent der Technischen Akademie der Stadt.

Er gestaltete den Bau im Stil des Jugendstils, der damals in ganz Europa in Mode war.

Von Beginn an galt der Bahnhof als einer der modernsten seiner Zeit.

Bis heute zählt er zu den schönsten Bahngebäuden des Kontinents.

Bahnhof Lviv Innenansicht
Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Drei Namen für eine Stadt

Zur Zeit der Eröffnung gehörte die Stadt zur österreichisch-ungarischen Monarchie und hieß Lemberg.

Zwischen den Weltkriegen war sie polnisch und trug den Namen Lwów.

Heute liegt sie in der Ukraine und heißt Lwiw.

Mit jedem Namen wechselte auch die Sprache, in der an diesem Bahnhof gesprochen wurde.

So spiegelt der Bau die ganze wechselvolle Geschichte der Region wider.

Lviv train station inside
Foto: timsdad, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Das Bahnhofsgebäude von Lwiw wurde 1904 im Jugendstil eröffnet, entworfen von Władysław Sadłowski.

Die Stadt hieß früher Lemberg und Lwów und gehörte zu Österreich-Ungarn und zu Polen.

Heute ist der Bahnhof der wichtigste Knoten im Westen der Ukraine.

Die Kuppel aus Stahl und Glas

Über dem Haupteingang erhebt sich eine große Kuppel aus verschraubtem Stahl und buntem Glas.

Durch sie fällt gedämpftes Licht in die weite Eingangshalle.

Zwei kleinere Kuppeln krönen die beiden symmetrischen Seitenflügel.

Die Kuppel ist das weithin sichtbare Zeichen des Bahnhofs.

Sie verbindet die Technik des Eisenbaus mit der Zier des Jugendstils.

The Lviv Railway Station ()
Foto: Jorge Láscar, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die große Halle

Die Haupthalle erstreckt sich breit und niedrig vor den eigentlichen Gleisen.

Tuskische Säulen und Figuren aus der Mythologie schmücken den Eingang.

Hinter der Halle spannen sich zwei große Bahnsteighallen über die Gleise.

Diese Hallen aus Stahl und Glas boten den Zügen und Reisenden Schutz.

So entstand ein Bahnhof, der zugleich Palast und Technikbau war.

Lviv Railway Station at night
Foto: Visem, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die erste Bahn von 1861

Schon 1861 erreichte die erste Eisenbahn die Stadt, damals über die Strecke aus dem heutigen Przemyśl.

Für diese frühe Bahn entstand 1861 ein erster Bahnhof im Stil der Neugotik.

Dieser Bau diente der Stadt rund vier Jahrzehnte lang.

Als der Verkehr immer weiter wuchs, war er bald zu klein.

An seiner Stelle entstand schließlich der große Jugendstilbau von 1904.

LvivTrainStation2015
Foto: Romankravchuk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vorbild für Prag und Wien

Der Bahnhof galt bei seiner Eröffnung als besonders fortschrittlich.

Nach seinem Vorbild entstanden später weitere große Bahnhöfe in Mitteleuropa.

So wird eine Verbindung zum neuen Hauptbahnhof von Prag aus dem Jahr 1909 gezogen.

Auch in Wien griff man Gedanken des Lemberger Baus auf.

Damit strahlte der Bahnhof weit über die eigene Stadt hinaus.

Lviv Train Station
Foto: Wlados1991, CC0, via Wikimedia Commons

Knoten im Westen der Ukraine

Heute ist der Bahnhof der wichtigste Knoten im Westen der Ukraine.

Von hier führen Strecken in alle Teile des Landes und über die Grenze nach Polen.

Nach Angaben der Bahn nutzen den Bahnhof mehr als 1,2 Millionen Reisende im Monat.

Damit ist er das große Tor der Region in Richtung Westen.

Seit 2022 wurde er zudem zu einem wichtigen Knoten für Menschen auf dem Weg nach Westen.

Lviv Railway station
Foto: Nenad Bumbić, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein geschütztes Denkmal

Wegen seiner Bedeutung steht der Bahnhof als Denkmal unter Schutz.

Im Jahr 2003 wurde der Bau umfassend restauriert.

Dabei kehrten Kuppel, Halle und Fassade zu altem Glanz zurück.

So blieb der Jugendstil des Bahnhofs bis heute erhalten.

Reisende aus aller Welt bewundern den Bau bei ihrer Ankunft.

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Foto: Viktor Ugrin, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Lwiw

Wer in Lwiw ankommt, steht etwas außerhalb der berühmten Altstadt.

Mit der Straßenbahn gelangt man von hier rasch zum alten Marktplatz.

Dort warten Kirchen, Cafés und Gassen aus mehreren Jahrhunderten.

So führt der Weg von der Stahlkuppel mitten in eine der schönsten Städte Mitteleuropas.

2017 05 25 Lviv Railway station
Foto: Maksym Kozlenko, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Häufige Fragen

Wann wurde der Bahnhof von Lwiw eröffnet?
Das heutige Gebäude wurde 1904 eröffnet, nach fünf Jahren Bauzeit ab 1899.
Wer hat den Bahnhof entworfen?
Den Entwurf lieferte der Architekt Władysław Sadłowski im Stil des Jugendstils.
Warum hat die Stadt mehrere Namen?
Die Stadt hieß als Teil Österreich-Ungarns Lemberg, später polnisch Lwów und heute ukrainisch Lwiw.
Seit wann gibt es Eisenbahn in der Stadt?
Die erste Bahn erreichte die Stadt 1861, für sie entstand ein erster Bahnhof im Stil der Neugotik.
Wie wichtig ist der Bahnhof heute?
Er ist der wichtigste Knoten im Westen der Ukraine und zählt über 1,2 Millionen Reisende im Monat.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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