Ortstermin
„Bitte einsteigen in Lwiw, der Zug Richtung Westen steht unter der großen Stahlkuppel bereit.“
Ortstermin: Lemberg (Lwiw)
→ Ein Ortstermin in der Westukraine.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof der westukrainischen Stadt Lwiw gilt als einer der schönsten Jugendstilbahnhöfe Europas. Seine Halle aus Stahl und Glas wurde 1904 eröffnet.
Im Westen der Ukraine steht ein Bahnhof, dessen Kuppel aus Stahl und Glas weithin leuchtet.
Die Stadt Lwiw trug im Lauf der Geschichte die Namen Lemberg und Lwów.
Dieser Ortstermin führt zu einem Bau, der die wechselvolle Geschichte Mitteleuropas erzählt.

Eröffnung im Jahr 1904
Das heutige Bahnhofsgebäude wurde 1904 eröffnet, nach fünf Jahren Bauzeit ab 1899.
Den Entwurf lieferte der Architekt Władysław Sadłowski, ein Absolvent der Technischen Akademie der Stadt.
Er gestaltete den Bau im Stil des Jugendstils, der damals in ganz Europa in Mode war.
Von Beginn an galt der Bahnhof als einer der modernsten seiner Zeit.
Bis heute zählt er zu den schönsten Bahngebäuden des Kontinents.

Drei Namen für eine Stadt
Zur Zeit der Eröffnung gehörte die Stadt zur österreichisch-ungarischen Monarchie und hieß Lemberg.
Zwischen den Weltkriegen war sie polnisch und trug den Namen Lwów.
Heute liegt sie in der Ukraine und heißt Lwiw.
Mit jedem Namen wechselte auch die Sprache, in der an diesem Bahnhof gesprochen wurde.
So spiegelt der Bau die ganze wechselvolle Geschichte der Region wider.

Gut zu wissen
Das Bahnhofsgebäude von Lwiw wurde 1904 im Jugendstil eröffnet, entworfen von Władysław Sadłowski.
Die Stadt hieß früher Lemberg und Lwów und gehörte zu Österreich-Ungarn und zu Polen.
Heute ist der Bahnhof der wichtigste Knoten im Westen der Ukraine.
Die Kuppel aus Stahl und Glas
Über dem Haupteingang erhebt sich eine große Kuppel aus verschraubtem Stahl und buntem Glas.
Durch sie fällt gedämpftes Licht in die weite Eingangshalle.
Zwei kleinere Kuppeln krönen die beiden symmetrischen Seitenflügel.
Die Kuppel ist das weithin sichtbare Zeichen des Bahnhofs.
Sie verbindet die Technik des Eisenbaus mit der Zier des Jugendstils.

Die große Halle
Die Haupthalle erstreckt sich breit und niedrig vor den eigentlichen Gleisen.
Tuskische Säulen und Figuren aus der Mythologie schmücken den Eingang.
Hinter der Halle spannen sich zwei große Bahnsteighallen über die Gleise.
Diese Hallen aus Stahl und Glas boten den Zügen und Reisenden Schutz.
So entstand ein Bahnhof, der zugleich Palast und Technikbau war.

Die erste Bahn von 1861
Schon 1861 erreichte die erste Eisenbahn die Stadt, damals über die Strecke aus dem heutigen Przemyśl.
Für diese frühe Bahn entstand 1861 ein erster Bahnhof im Stil der Neugotik.
Dieser Bau diente der Stadt rund vier Jahrzehnte lang.
Als der Verkehr immer weiter wuchs, war er bald zu klein.
An seiner Stelle entstand schließlich der große Jugendstilbau von 1904.

Vorbild für Prag und Wien
Der Bahnhof galt bei seiner Eröffnung als besonders fortschrittlich.
Nach seinem Vorbild entstanden später weitere große Bahnhöfe in Mitteleuropa.
So wird eine Verbindung zum neuen Hauptbahnhof von Prag aus dem Jahr 1909 gezogen.
Auch in Wien griff man Gedanken des Lemberger Baus auf.
Damit strahlte der Bahnhof weit über die eigene Stadt hinaus.

Knoten im Westen der Ukraine
Heute ist der Bahnhof der wichtigste Knoten im Westen der Ukraine.
Von hier führen Strecken in alle Teile des Landes und über die Grenze nach Polen.
Nach Angaben der Bahn nutzen den Bahnhof mehr als 1,2 Millionen Reisende im Monat.
Damit ist er das große Tor der Region in Richtung Westen.
Seit 2022 wurde er zudem zu einem wichtigen Knoten für Menschen auf dem Weg nach Westen.

Ein geschütztes Denkmal
Wegen seiner Bedeutung steht der Bahnhof als Denkmal unter Schutz.
Im Jahr 2003 wurde der Bau umfassend restauriert.
Dabei kehrten Kuppel, Halle und Fassade zu altem Glanz zurück.
So blieb der Jugendstil des Bahnhofs bis heute erhalten.
Reisende aus aller Welt bewundern den Bau bei ihrer Ankunft.

Ankommen in Lwiw
Wer in Lwiw ankommt, steht etwas außerhalb der berühmten Altstadt.
Mit der Straßenbahn gelangt man von hier rasch zum alten Marktplatz.
Dort warten Kirchen, Cafés und Gassen aus mehreren Jahrhunderten.
So führt der Weg von der Stahlkuppel mitten in eine der schönsten Städte Mitteleuropas.

Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof von Lwiw eröffnet?
Wer hat den Bahnhof entworfen?
Warum hat die Stadt mehrere Namen?
Seit wann gibt es Eisenbahn in der Stadt?
Wie wichtig ist der Bahnhof heute?
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