Ortstermin
„Bitte einsteigen in Bordeaux Saint-Jean, der TGV nach Paris ist unter der großen Halle zur Abfahrt bereit.“
Ortstermin: Bordeaux Saint-Jean
→ Ein Ortstermin in Bordeaux.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Bordeaux Saint-Jean ist das Tor der Weinstadt und seit 1898 in Betrieb. Seine Metallhalle zählt zu den größten Europas.
Im Süden von Bordeaux liegt ein Bahnhof, dessen Halle sich in einem weiten Bogen über die Gleise spannt.
Bordeaux Saint-Jean ist seit über hundert Jahren das wichtigste Tor der Weinstadt.
Dieser Ortstermin führt zu einem Bahnhof, der Technik des 19. Jahrhunderts mit dem schnellen TGV verbindet.

Eröffnung im Jahr 1898
Der heutige Bahnhof Bordeaux Saint-Jean wurde 1898 eröffnet.
Schon 1855 hatte an diesem Ort ein erster Bahnhof mit dem Namen Gare du Midi bestanden.
Erbaut wurde der Neubau unter anderem von dem Architekten Marius Toudoire.
Von Beginn an war er als großer Durchgangsbahnhof im Süden der Stadt angelegt.
Bis heute laufen hier die wichtigsten Strecken des Südwestens zusammen.

Die große Metallhalle
Das Herzstück des Bahnhofs ist eine gewaltige Halle aus Metall und Glas.
Sie misst rund 56 Meter in der Breite und überspannt eine Fläche von etwa 17.000 Quadratmetern.
Damit zählt sie zu den größten Bahnsteighallen Europas.
Gebaut wurde die Halle von der bekannten Firma Daydé & Pillé.
Unter dem weiten Bogen wirken selbst lange Züge klein.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Bordeaux Saint-Jean wurde 1898 eröffnet, an einem Ort mit einem ersten Bahnhof von 1855.
Seine Metallhalle ist rund 56 Meter breit und zählt zu den größten Bahnsteighallen Europas.
Seit 2017 erreichen die schnellsten Züge Paris in gut zwei Stunden.
Eiffel und die Garonne
Nicht weit vom Bahnhof überquert die Bahn den breiten Fluss Garonne.
Lange führte dort eine Eisenbahnbrücke, die der Ingenieur Gustave Eiffel gebaut hatte.
Im Jahr 2008 ersetzte eine neue, vierspurige Brücke dieses alte Bauwerk.
Damit war der Weg frei für mehr und schnellere Züge.
So verbindet sich die Geschichte des Bahnhofs mit einem berühmten Namen.

Fünfzehn Gleise
Der Bahnhof verfügt über fünfzehn Gleise unter und neben der großen Halle.
An ihnen halten schnelle Fernzüge ebenso wie Regionalzüge.
Als Durchgangsbahnhof führen die Gleise auf beiden Seiten aus der Stadt.
So rollen die Züge ohne Richtungswechsel durch den Bahnhof.
Die vielen Gleise helfen, den dichten Verkehr zu ordnen.

Mit dem TGV nach Paris
Seit 2017 führt eine neue Schnellfahrstrecke von Bordeaux in Richtung Norden.
Mit ihr erreichen die schnellsten Züge Paris in gut zwei Stunden.
Damit rückte die Weinstadt sehr nah an die Hauptstadt heran.
Für viele Reisende wurde die Bahn so zur bequemen Alternative zum Flug.
Der Bahnhof gewann durch die neue Strecke stark an Bedeutung.

Fern- und Regionalzüge
Neben dem schnellen TGV halten in Bordeaux auch günstigere und langsamere Fernzüge.
Dazu kommen die Regionalzüge der Region Nouvelle-Aquitaine.
Sie verbinden die Stadt mit dem Umland und der nahen Atlantikküste.
Für Pendler und Ausflügler ist der Bahnhof damit ein wichtiger Treffpunkt.
So trägt der Bau einen bunten Mix aus schnellen und langsamen Zügen.

Ein Bahnhof der großen Zahlen
Nach Angaben der Bahn nutzten den Bahnhof im Jahr 2024 rund 23 Millionen Reisende.
Damit gehört Bordeaux Saint-Jean zu den meistgenutzten Bahnhöfen außerhalb von Paris.
Vor allem seit der Eröffnung der Schnellfahrstrecke stiegen die Zahlen deutlich.
An Wochenenden füllt sich die große Halle mit Reisenden in alle Richtungen.
Der Bahnhof ist damit ein lebendiger Mittelpunkt der Stadt.

Die Straßenbahn vor der Tür
Der Bahnhof liegt an der Rue Charles-Domercq südlich des Zentrums.
Vor dem Eingang hält die moderne Straßenbahn der Stadt.
Mit ihr gelangen die Reisenden rasch zum alten Hafen und in die Innenstadt.
So ist der Fernbahnhof eng mit dem Nahverkehr von Bordeaux verbunden.
Der Übergang vom Zug zur Straßenbahn gelingt in wenigen Schritten.

Ankommen in Bordeaux
Wer in Bordeaux Saint-Jean ankommt, steht ein Stück südlich der berühmten Altstadt.
Mit der Straßenbahn erreicht man rasch die Ufer der Garonne.
Dort breitet sich das elegante Zentrum aus hellem Stein aus.
So öffnet sich hinter der großen Halle die Welthauptstadt des Weins.

Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Wann wurde Bordeaux Saint-Jean eröffnet?
Was ist das Besondere an dem Bahnhof?
Wie schnell ist man in Paris?
Wie viele Gleise hat der Bahnhof?
Wie kommt man vom Bahnhof in die Stadt?
Weiterfahrt
