Ortstermin
„Endstation Zermatt, bitte alle aussteigen, vor Ihnen liegt das autofreie Dorf unter dem Matterhorn.“
Der Bahnhof Zermatt, Endstation unter dem Matterhorn
→ Ein Ortstermin im Oberwallis.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Zermatt ist die Endstation der Schmalspurbahn aus dem Mattertal, die 1891 eröffnet wurde. Von hier erreichen Gäste das autofreie Dorf am Fuß des Matterhorns und steigen um auf die Gornergratbahn.
Zermatt liegt am Ende eines langen Tals im Schweizer Kanton Wallis.
Über dem Dorf erhebt sich das Matterhorn, einer der berühmtesten Berge der Welt.
Weil das Dorf keine Autos mit Verbrennungsmotor zulässt, kommen die meisten Gäste mit der Bahn.

Eine Bahn seit 1891
Der Bahnhof Zermatt wurde im Jahr 1891 eröffnet.
Damals nahm die Visp-Zermatt-Bahn ihren Betrieb auf.
Sie führte auf schmaler Spur von Visp hinauf in das Mattertal.
Die Strecke ist rund fünfunddreißig Kilometer lang.
Von Anfang an war Zermatt der obere Endpunkt dieser Linie.
So bekam das abgelegene Bergdorf einen festen Anschluss an die weite Welt.

Die Matterhorn-Gotthard-Bahn
Heute gehört die Strecke zur Matterhorn-Gotthard-Bahn.
Diese entstand im Jahr 2003 aus der Brig-Visp-Zermatt-Bahn und der Furka-Oberalp-Bahn.
Die Züge fahren auf Meterspur, also auf besonders schmalen Gleisen.
Ein Teil der Strecke wird mit einem Zahnrad befahren, weil der Hang sehr steil ist.
In Visp besteht Anschluss an die Fernzüge im Rhonetal.
Seit dem Lötschberg-Basistunnel von 2007 ist Zermatt von Zürich aus in rund drei Stunden erreichbar.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Zermatt wurde 1891 als oberer Endpunkt der Schmalspurbahn aus Visp eröffnet.
Zermatt ist autofrei; wer mit dem Auto kommt, parkt in Täsch und fährt mit dem Pendelzug weiter.
Gegenüber dem Bahnhof startet die 1898 eröffnete Gornergratbahn auf rund dreitausend Meter Höhe.
Wo der Glacier Express beginnt
Zermatt ist einer der beiden Endpunkte des Glacier Express.
Dieser Zug gilt als einer der langsamsten Schnellzüge der Welt.
Er verbindet Zermatt über Brig, Andermatt und Chur mit St. Moritz.
Die Fahrt führt durch Täler, über Brücken und durch viele Tunnel.
Große Panoramafenster geben den Blick auf die Berge frei.
Für viele Gäste beginnt die berühmte Reise genau hier am Bahnhof Zermatt.

Ein Dorf ohne Autos
Zermatt lässt in seinem Ortskern keine Autos mit Verbrennungsmotor zu.
Wer mit dem eigenen Wagen anreist, stellt ihn im Tal in Täsch ab.
Von dort bringt ein Pendelzug die Gäste in wenigen Minuten ins Dorf.
Im Ort selbst fahren nur kleine Elektrofahrzeuge und Pferdekutschen.
Dadurch bleibt die Luft sauber und das Dorf vergleichsweise leise.
Der Bahnhof ist deshalb für fast alle Besucher das Tor nach Zermatt.

Hinauf auf den Gornergrat
Gleich gegenüber dem Bahnhof beginnt die Gornergratbahn.
Diese Zahnradbahn wurde im Jahr 1898 eröffnet.
Sie fährt elektrisch auf rund dreitausend Meter Höhe hinauf.
Vom Gornergrat reicht der Blick weit über die Gletscher der Monte-Rosa-Gruppe.
Das Matterhorn steht dabei wie ein Zahn am Himmel.
So ergänzt die Bergbahn den Bahnhof im Tal um eine Fahrt in die Höhe.

Das Matterhorn über dem Dorf
Das Wahrzeichen von Zermatt ist das Matterhorn.
Der Berg ist 4478 Meter hoch und hat eine fast pyramidenförmige Gestalt.
Im Jahr 1865 wurde er zum ersten Mal bestiegen.
Diese Erstbesteigung durch eine Gruppe um Edward Whymper endete beim Abstieg mit einem Unglück.
Seitdem zieht der Berg Bergsteiger aus aller Welt an.
Sein Bild steht heute für die ganze Region.

Durch das alte Zermatt
Hinter den großen Hotels verbirgt sich ein altes Walliser Dorf.
Im Ortsteil Hinterdorf stehen dunkle Holzhäuser und Speicher auf runden Steinplatten.
Diese Platten sollten früher Mäuse von den Vorräten fernhalten.
Mitten im Ort steht ein Brunnen mit einem Murmeltier, ein altes Wahrzeichen des Dorfes.
Schmale Gassen führen zwischen den alten Bauten hindurch.
So trifft in Zermatt der Tourismus auf eine lange bäuerliche Geschichte.

Berg und Geschichte im Museum
Am Kirchplatz liegt unter einer Glaskuppel das Matterhorn Museum.
Die Kuppel wurde im Jahr 2006 errichtet.
Im Inneren ist ein altes Dorf nachgebaut, durch das die Gäste gehen können.
Das Museum erzählt vom harten Leben der Bergbauern und vom Beginn des Tourismus.
Auch das zerrissene Seil der Erstbesteigung von 1865 wird dort gezeigt.
So wird die Geschichte des Matterhorns an einem Ort greifbar.

Ankommen in Zermatt
Wer in Zermatt aus dem Zug steigt, steht sofort mitten im Dorf.
Vor dem Bahnhof warten Elektrotaxis und die kleinen Wagen der Hotels.
Gegenüber lädt die Gornergratbahn zur Fahrt auf den Aussichtsberg ein.
Die Hauptgasse mit Läden und Cafés beginnt nur wenige Schritte entfernt.
Von vielen Stellen im Ort taucht zwischen den Dächern das Matterhorn auf.
So ist der Bahnhof Zermatt der Startpunkt für einen Tag hoch in den Alpen.

Häufige Fragen
Seit wann gibt es den Bahnhof Zermatt?
Wie kommt man nach Zermatt?
Was hat der Glacier Express mit Zermatt zu tun?
Warum darf man in Zermatt nicht mit dem Auto fahren?
Was kann man vom Bahnhof aus unternehmen?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Brighton, Endstation am englischen Meer – Visp im Rhonetal ist der Umsteigeort, an dem die Schmalspurbahn ins Mattertal abzweigt.
