Ortstermin
„Endstation Wedel, bitte alle aussteigen; wer weiterwill, nimmt an der Elbe ein Schiff statt einen Zug.“
Der Bahnhof Wedel, Endstation der S-Bahn an der Unterelbe
→ Ein Ortstermin in Wedel an der Unterelbe.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Wedel ist die Endstation der S-Bahn-Linie S1 der S-Bahn Hamburg und wurde als Station Ende 1883 eröffnet. In der Stadt an der Elbe grüßt die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft die großen Schiffe, dazu kommen der Wedeler Roland und das Ernst-Barlach-Museum.
Wedel liegt am rechten Ufer der Elbe, gleich westlich von Hamburg.
Hier endet die S-Bahn, und wenige Schritte weiter beginnt die Welt der großen Schiffe.
Der Bahnhof ist damit ein Tor zwischen der Großstadt und dem weiten Strom.

Ankunft am Ende der Linie
Der Bahnhof Wedel ist die Endstation der S-Bahn-Linie S1, die aus Hamburg heranfährt.
Weiter geht es auf der Schiene nicht, hier ist Schluss.
Die Anschrift des Bahnhofs lautet passenderweise Rathausplatz 1, mitten im Ort.
Wer aussteigt, steht sofort im Zentrum der kleinen Stadt an der Elbe.
Von hier ist es nicht weit bis zum Ufer des großen Stroms.

Ein Bahnhof von 1883
Als 1876 die Altona-Blankeneser Eisenbahn eröffnet wurde, wollte auch Wedel an das Netz.
Die Stadt stellte den nötigen Baugrund kostenlos zur Verfügung und beteiligte sich mit 20.000 Goldmark an den Kosten.
So konnte die eingleisige Strecke gebaut und Ende 1883 eröffnet werden.
Am Anfang fuhren täglich nur vier Zugpaare.
Für die kleine Stadt war der Anschluss an Hamburg dennoch ein großer Gewinn.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Wedel ist die westliche Endstation der Linie S1 der S-Bahn Hamburg und liegt am Rathausplatz.
Die Strecke geht auf die Altona-Blankeneser Eisenbahn zurück; nach Wedel fahren seit 1954 elektrische Züge.
Sehenswert sind die Schiffsbegrüßung Willkomm-Höft, der Wedeler Roland und das Ernst-Barlach-Museum.
Von der Kleinbahn zur S-Bahn
Aus der alten Altona-Blankeneser Eisenbahn ging später die S-Bahn hervor.
Während einige Abschnitte schon 1940 elektrisch fuhren, folgte die Strecke nach Wedel erst 1954.
Seither fahren hier Züge mit Gleichstrom, wie es bei der Hamburger S-Bahn üblich ist.
Heute trägt die Linie die Nummer S1 und verbindet Wedel ohne Umsteigen mit der Innenstadt.
In der anderen Richtung führt sie weiter bis zum Flughafen und nach Poppenbüttel.

Als das Bahnhofsgebäude verschwand
Früher stand hier ein zweigeschossiges Empfangsgebäude aus Backstein.
Dazu gehörten ein Umfahrgleis, ein Abstellgleis für Güterwagen und einige Nebengebäude.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude leicht beschädigt und danach nur notdürftig hergerichtet.
1985 wurde es schließlich abgerissen.
An seiner Stelle entstanden Wohnhäuser in Hufeisenform, und man erreicht den Bahnsteig heute durch Durchgänge.

Wo früher Güter rollten
Einst hatte Wedel recht umfangreiche Gleisanlagen für den Güterverkehr.
Über sie kamen landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Umland und Kies aus einer Grube bei Sülldorf.
Mehrere Betriebe hatten eigene Anschlussgleise, darunter ein Mineralölwerk und eine Zuckerraffinerie.
Nach und nach wurden diese Betriebe stillgelegt oder abgerissen.
Die Güteranlagen verschwanden, und der Bahnhof dient heute allein dem Nahverkehr.

Willkomm-Höft, wo die Schiffe gegrüßt werden
Das bekannteste Ziel in Wedel liegt direkt an der Elbe, die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft.
Sie begrüßt die großen Seeschiffe, die den Hamburger Hafen ansteuern.
Jedes Schiff wird mit seiner Flagge und ein paar Worten empfangen oder verabschiedet.
Gleich daneben liegt der Hamburger Yachthafen mit vielen Segelbooten.
Vom Bahnhof ist es ein schöner Spaziergang bis ans Wasser.

Der Wedeler Roland und die Marsch
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Wedeler Roland, eine steinerne Figur im Ortskern.
Er erinnert an die alten Marktrechte, denn Wedel lag an einer Furt des historischen Ochsenweges.
Über diesen Weg trieb man einst Rinder, und daraus wuchs ein bedeutender Viehmarkt.
Dieser Ochsenmarkt lebte in Wedel bis in das Jahr 2019 als Fest fort.
Am Rand der Stadt liegt außerdem die Wedeler Marsch, ein geschütztes Feuchtgebiet an der Elbe.

Ernst Barlach und die Stadt
Der Bildhauer Ernst Barlach wurde 1870 in Wedel geboren.
Ein nach ihm benanntes Museum zeigt seit 1987 viele seiner Skulpturen, Zeichnungen und Briefe.
Damit hat die kleine Stadt einen der großen deutschen Künstler der Moderne hervorgebracht.
Schon länger gibt es zudem ein Stadtmuseum, das 1912 als Heimatmuseum gegründet wurde.
So erzählt Wedel neben der Schifffahrt auch von Kunst und Geschichte.

Ankommen in Wedel
Ankommen in Wedel heißt, am Ende der S-Bahn auszusteigen und zur Elbe hinunterzugehen.
Dort grüßt Willkomm-Höft die großen Schiffe, und die Segelboote schaukeln im Hafen.
In der Stadt warten der Wedeler Roland und das Ernst-Barlach-Museum.
Wer genug gesehen hat, steigt einfach wieder in die S1 und ist bald mitten in Hamburg.
So ist Wedel ein Ausflug an den Strom, gleich vor den Toren der Großstadt.

Häufige Fragen
Wohin fährt die S-Bahn von Wedel?
Wann wurde der Bahnhof Wedel eröffnet?
Was ist Willkomm-Höft?
Was hat Ernst Barlach mit Wedel zu tun?
Gibt es das alte Bahnhofsgebäude noch?
Weiterfahrt
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