Der Bahnhof Wedel, Endstation der S-Bahn an der Unterelbe

Ortstermin

„Endstation Wedel, bitte alle aussteigen; wer weiterwill, nimmt an der Elbe ein Schiff statt einen Zug.“

Der Bahnhof Wedel, Endstation der S-Bahn an der Unterelbe

→ Ein Ortstermin in Wedel an der Unterelbe.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Wedel ist die Endstation der S-Bahn-Linie S1 der S-Bahn Hamburg und wurde als Station Ende 1883 eröffnet. In der Stadt an der Elbe grüßt die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft die großen Schiffe, dazu kommen der Wedeler Roland und das Ernst-Barlach-Museum.

Wedel liegt am rechten Ufer der Elbe, gleich westlich von Hamburg.

Hier endet die S-Bahn, und wenige Schritte weiter beginnt die Welt der großen Schiffe.

Der Bahnhof ist damit ein Tor zwischen der Großstadt und dem weiten Strom.

WedelWeitLuft
Foto: Merlin Senger, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankunft am Ende der Linie

Der Bahnhof Wedel ist die Endstation der S-Bahn-Linie S1, die aus Hamburg heranfährt.

Weiter geht es auf der Schiene nicht, hier ist Schluss.

Die Anschrift des Bahnhofs lautet passenderweise Rathausplatz 1, mitten im Ort.

Wer aussteigt, steht sofort im Zentrum der kleinen Stadt an der Elbe.

Von hier ist es nicht weit bis zum Ufer des großen Stroms.

S Bahnhof Wedel der Hamburger S Bahn 2009a
Foto: Rmw73, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof von 1883

Als 1876 die Altona-Blankeneser Eisenbahn eröffnet wurde, wollte auch Wedel an das Netz.

Die Stadt stellte den nötigen Baugrund kostenlos zur Verfügung und beteiligte sich mit 20.000 Goldmark an den Kosten.

So konnte die eingleisige Strecke gebaut und Ende 1883 eröffnet werden.

Am Anfang fuhren täglich nur vier Zugpaare.

Für die kleine Stadt war der Anschluss an Hamburg dennoch ein großer Gewinn.

S Bahnhof Wedel der Hamburger S Bahn 2009b
Foto: Rmw73, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Wedel ist die westliche Endstation der Linie S1 der S-Bahn Hamburg und liegt am Rathausplatz.

Die Strecke geht auf die Altona-Blankeneser Eisenbahn zurück; nach Wedel fahren seit 1954 elektrische Züge.

Sehenswert sind die Schiffsbegrüßung Willkomm-Höft, der Wedeler Roland und das Ernst-Barlach-Museum.

Von der Kleinbahn zur S-Bahn

Aus der alten Altona-Blankeneser Eisenbahn ging später die S-Bahn hervor.

Während einige Abschnitte schon 1940 elektrisch fuhren, folgte die Strecke nach Wedel erst 1954.

Seither fahren hier Züge mit Gleichstrom, wie es bei der Hamburger S-Bahn üblich ist.

Heute trägt die Linie die Nummer S1 und verbindet Wedel ohne Umsteigen mit der Innenstadt.

In der anderen Richtung führt sie weiter bis zum Flughafen und nach Poppenbüttel.

Wedel (Holst) S bahn
Foto: flamenc, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Als das Bahnhofsgebäude verschwand

Früher stand hier ein zweigeschossiges Empfangsgebäude aus Backstein.

Dazu gehörten ein Umfahrgleis, ein Abstellgleis für Güterwagen und einige Nebengebäude.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude leicht beschädigt und danach nur notdürftig hergerichtet.

1985 wurde es schließlich abgerissen.

An seiner Stelle entstanden Wohnhäuser in Hufeisenform, und man erreicht den Bahnsteig heute durch Durchgänge.

Wedel S Bahnhof Eingang panoramio
Foto: hh oldman, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Wo früher Güter rollten

Einst hatte Wedel recht umfangreiche Gleisanlagen für den Güterverkehr.

Über sie kamen landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Umland und Kies aus einer Grube bei Sülldorf.

Mehrere Betriebe hatten eigene Anschlussgleise, darunter ein Mineralölwerk und eine Zuckerraffinerie.

Nach und nach wurden diese Betriebe stillgelegt oder abgerissen.

Die Güteranlagen verschwanden, und der Bahnhof dient heute allein dem Nahverkehr.

Wedel, am Bahnhof
Foto: Dguendel, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Willkomm-Höft, wo die Schiffe gegrüßt werden

Das bekannteste Ziel in Wedel liegt direkt an der Elbe, die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft.

Sie begrüßt die großen Seeschiffe, die den Hamburger Hafen ansteuern.

Jedes Schiff wird mit seiner Flagge und ein paar Worten empfangen oder verabschiedet.

Gleich daneben liegt der Hamburger Yachthafen mit vielen Segelbooten.

Vom Bahnhof ist es ein schöner Spaziergang bis ans Wasser.

Sülldorfer Landstraße Richtung Wedel Teil der B 431 am Rissener Bahnhof
Foto: Pauli-Pirat, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Wedeler Roland und die Marsch

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Wedeler Roland, eine steinerne Figur im Ortskern.

Er erinnert an die alten Marktrechte, denn Wedel lag an einer Furt des historischen Ochsenweges.

Über diesen Weg trieb man einst Rinder, und daraus wuchs ein bedeutender Viehmarkt.

Dieser Ochsenmarkt lebte in Wedel bis in das Jahr 2019 als Fest fort.

Am Rand der Stadt liegt außerdem die Wedeler Marsch, ein geschütztes Feuchtgebiet an der Elbe.

Photo Wedel Bahnhof Kinder
Foto: Unknown authorUnknown author, Public domain, via Wikimedia Commons

Ernst Barlach und die Stadt

Der Bildhauer Ernst Barlach wurde 1870 in Wedel geboren.

Ein nach ihm benanntes Museum zeigt seit 1987 viele seiner Skulpturen, Zeichnungen und Briefe.

Damit hat die kleine Stadt einen der großen deutschen Künstler der Moderne hervorgebracht.

Schon länger gibt es zudem ein Stadtmuseum, das 1912 als Heimatmuseum gegründet wurde.

So erzählt Wedel neben der Schifffahrt auch von Kunst und Geschichte.

Wedel Rathaus
Foto: flamenc, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Wedel

Ankommen in Wedel heißt, am Ende der S-Bahn auszusteigen und zur Elbe hinunterzugehen.

Dort grüßt Willkomm-Höft die großen Schiffe, und die Segelboote schaukeln im Hafen.

In der Stadt warten der Wedeler Roland und das Ernst-Barlach-Museum.

Wer genug gesehen hat, steigt einfach wieder in die S1 und ist bald mitten in Hamburg.

So ist Wedel ein Ausflug an den Strom, gleich vor den Toren der Großstadt.

Wassermühle in Wedel, Kreis Pinnenberg
Foto: flamenc, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Wohin fährt die S-Bahn von Wedel?
Wedel ist die westliche Endstation der Linie S1 der S-Bahn Hamburg. Sie fährt ohne Umsteigen bis in die Hamburger Innenstadt und weiter zum Flughafen und nach Poppenbüttel.
Wann wurde der Bahnhof Wedel eröffnet?
Die Strecke nach Wedel wurde Ende 1883 eröffnet, anfangs mit vier Zugpaaren am Tag. Seit 1954 wird sie elektrisch als S-Bahn betrieben.
Was ist Willkomm-Höft?
Eine Schiffsbegrüßungsanlage an der Elbe, die die großen Seeschiffe zum Hamburger Hafen empfängt und verabschiedet. Sie ist das bekannteste Ausflugsziel der Stadt.
Was hat Ernst Barlach mit Wedel zu tun?
Der Bildhauer Ernst Barlach wurde 1870 in Wedel geboren. Ein Museum in der Stadt zeigt viele seiner Werke.
Gibt es das alte Bahnhofsgebäude noch?
Nein. Das ursprüngliche Empfangsgebäude aus Backstein wurde 1985 abgerissen; an seiner Stelle stehen heute Wohnhäuser, der Zugang zum Bahnsteig führt durch Durchgänge.

Weiterfahrt

→ Ortstermin Hamburg Hauptbahnhof: 550.000 Reisende am Tag, 73 Meter Hallenspannweite – Deutschlands vollster Bahnhof – Die Millionenstadt ist mit der S-Bahn-Linie S1 direkt und ohne Umsteigen erreichbar.

→ Ortstermin: Bahnhof Hamburg Dammtor – Die Kreisstadt liegt wenige Kilometer nördlich im Hamburger Umland.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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