Der Bahnhof Waren (Müritz), ein Knoten am größten See der Seenplatte

Ortstermin

„Sehr geehrte Fahrgäste, Sie erreichen Waren (Müritz), den Kurort an der Seenplatte, Ausgang zum Stadthafen bitte rechts.“

Der Bahnhof Waren (Müritz), ein Knoten am größten See der Seenplatte

→ Ein Ortstermin an der Mecklenburgischen Seenplatte im Osten Mecklenburg-Vorpommerns.

Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin

Kurz gesagt

Der Bahnhof Waren (Müritz) wurde 1879 eröffnet und ist heute ein Eisenbahnknotenpunkt in Mecklenburg-Vorpommern. Er liegt in einem Kurort am Ufer der Müritz, dem größten See der Mecklenburgischen Seenplatte.

Waren liegt am Ufer der Müritz, und lange musste die Stadt um ihren Bahnanschluss kämpfen.

Erst 1879 kam die erste Bahn, dann aber gleich mehrere.

Heute ist der Bahnhof ein Knoten am Rand der großen Seenplatte.

Bahnhof Waren Müritz
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Knoten am Müritzufer

Der Bahnhof Waren (Müritz) ist ein Eisenbahnknotenpunkt in Mecklenburg-Vorpommern.

Hier treffen die Strecke Neustrelitz–Warnemünde und die Mecklenburgische Südbahn von Parchim nach Neubrandenburg zusammen.

Dazu kam früher eine Verbindung nach Malchin, die 1998 stillgelegt wurde.

Das Empfangsgebäude und das alte Güterabfertigungsgebäude stehen unter Denkmalschutz.

Bf Waren Inselbahnsteig mit InterCity
Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Als Waren die Bahn verpasste

Mitte der 1860er Jahre wollte Waren unbedingt einen Eisenbahnanschluss.

Der örtliche Bürgerausschuss beschwerte sich 1864 sogar beim Großherzog.

Die geplante Bahn von Güstrow über Neubrandenburg sollte nämlich deutlich an Waren vorbeiführen.

Ohne Bahn, so die Sorge, würde die Stadt an Bedeutung verlieren.

BfWarenBahnsteige
Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Waren (Müritz) wurde am 9. November 1879 mit einer Stichstrecke aus Malchin eröffnet; 1885 folgte die Mecklenburgische Südbahn von Parchim nach Neubrandenburg.

Heute ist er ein Knotenpunkt der Strecken Neustrelitz–Warnemünde und Parchim–Neubrandenburg; Empfangsgebäude und Güterabfertigung stehen unter Denkmalschutz.

Der Bahnhof liegt im Norden der Stadt, etwa einen Kilometer vom Zentrum und vom Müritzufer entfernt.

Die erste Bahn von 1879

Erst fünfzehn Jahre nach der Beschwerde bekam Waren seine erste Bahn.

Am 9. November 1879 eröffnete die Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn eine Stichstrecke aus Malchin.

Über Malchin bestand von dort Anschluss nach Güstrow und Neubrandenburg.

Der erste Warener Bahnhof lag an der heutigen Malchiner Straße.

Ein Straßenname am alten Bahndamm erinnert bis heute an diese erste Strecke.

BfWaren EG O
Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwei weitere Strecken ab 1885

Wenige Jahre später kamen gleich zwei weitere Bahnen nach Waren.

Im Januar 1885 eröffnete die Mecklenburgische Südbahn-Gesellschaft die Strecke von Parchim nach Neubrandenburg.

1886 folgte eine weitere Verbindung, die die Stadt noch besser anband.

So wurde aus dem einstigen Nachzügler in kurzer Zeit ein Bahnknoten.

BfWarenEG NO
Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wie die Strecken heute liegen

Der Bahnhof liegt im Norden der Stadt, etwa einen Kilometer vom Zentrum entfernt.

Die Gleise verlaufen ungefähr von Nordwesten nach Südosten.

Im nordwestlichen Bahnhofsteil trennen sich die Äste nach Parchim, Warnemünde und Malchin.

Die Strecken nach Neubrandenburg und Neustrelitz zweigen dagegen erst im Bahnhof Kargow voneinander ab.

BfWarenEG SO1
Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kurort an der Müritz

Waren ist eine Mittelstadt und ein Kurort mit mehr als 20.000 Einwohnern.

Die Stadt liegt am Nordufer der Müritz, dem größten See der Mecklenburgischen Seenplatte.

Sie ist Sitz des Amtes Seenlandschaft Waren, gehört ihm selbst aber nicht an.

Damit ist Waren eines der Zentren im Land der tausend Seen.

BfWarenEG SO2
Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Altstadt, Hafen und Müritzeum

Sehenswert ist die Altstadt mit ihren vielen historischen Bauwerken.

Am Wasser liegt der Stadthafen mit Restaurants und Ausflugsschiffen.

Ein Höhepunkt ist das Müritzeum, ein Naturerlebniszentrum mit großen Aquarien.

Über die Promenade lässt sich das Ufer der Müritz gut zu Fuß erkunden.

BfWarenEG SW
Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwischen Wasser und Wald

Rund um Waren liegen weite Wälder und viele kleinere Seen.

Die Stadt gilt als ein Ausgangspunkt für Ausflüge in die Seenplatte.

Im Sommer beleben Ausflugsschiffe und Segelboote das Wasser.

So verbindet Waren die Ruhe der Natur mit dem Leben einer kleinen Stadt.

BfWarenRampe
Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Waren (Müritz)

Wer in Waren ankommt, steht an einem Bahnhof, um den die Stadt einst lange gekämpft hat.

Vom Bahnhof im Norden sind es nur wenige Minuten in die Altstadt.

Von dort führt der Weg hinunter zum Stadthafen und ans Ufer der Müritz.

So beginnt am Bahnknoten ein Ausflug an den größten See der Seenplatte.

BfWarenGüter
Foto: Global Fish, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Wann bekam Waren seine erste Bahn?
Am 9. November 1879, mit einer Stichstrecke aus Malchin. Zuvor hatte sich die Stadt jahrelang um einen Anschluss bemüht.
Welche Strecken treffen sich in Waren?
Die Strecke Neustrelitz–Warnemünde und die Mecklenburgische Südbahn von Parchim nach Neubrandenburg. Eine ältere Verbindung nach Malchin wurde 1998 stillgelegt.
Warum musste Waren um die Bahn kämpfen?
Weil die geplante Bahn von Güstrow über Neubrandenburg an der Stadt vorbeiführen sollte. Der Bürgerausschuss beschwerte sich deshalb 1864 beim Großherzog.
Wie weit ist der Bahnhof vom Wasser entfernt?
Der Bahnhof liegt im Norden der Stadt, rund einen Kilometer vom Zentrum und vom Ufer der Müritz.
Was kann man in Waren sehen?
Die Altstadt, den Stadthafen mit Ausflugsschiffen und das Müritzeum, ein Naturerlebniszentrum mit großen Aquarien.

Weiterfahrt

→ Der Bahnhof Neustrelitz, Knoten zwischen Seen und Residenz – der Knoten zwischen Seen und Residenz

→ Der Bahnhof Güstrow, einst einer der großen Knoten Mecklenburgs – einst einer der großen Knoten Mecklenburgs

→ Zurück zum Finder

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →