Ortstermin
„Sehr geehrte Fahrgäste, Sie erreichen Reichenbach im Vogtland, oberer Bahnhof, Anschluss in Richtung Zwickau, Plauen und Hof.“
Der Bahnhof Reichenbach im Vogtland, oberer Bahnhof an der Strecke Leipzig–Hof
→ Ein Ortstermin im Vogtland im Südwesten von Sachsen.
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Kurz gesagt
Der obere Bahnhof von Reichenbach wurde 1846 an der Bahnstrecke Leipzig–Hof eröffnet. Lange endeten hier die Fahrdrähte aus dem Norden, und die Stadt hatte eines der größten Bahnbetriebswerke der DDR.
Reichenbach im Vogtland ist eine Stadt, an der eine der wichtigsten Bahnen Sachsens vorbeiführt.
Ihr oberer Bahnhof wurde schon 1846 eröffnet.
Lange war er ein Punkt, an dem die Lokomotiven gewechselt werden mussten.

Der obere Bahnhof an der Strecke Leipzig–Hof
Der Bahnhof Reichenbach (Vogtl) ob Bf ist eine Betriebsstelle der Bahnstrecke Leipzig–Hof.
Der Zusatz oberer Bahnhof unterscheidet ihn vom tiefer gelegenen unteren Bahnhof der Stadt.
Heute wird er nur noch im Reiseverkehr genutzt.
Von hier fahren die Züge in Richtung Zwickau und Leipzig sowie nach Plauen und Hof.

Eröffnet 1846 mit der Sächsisch-Bayerischen Bahn
Am 31. Mai 1846 wurde der Bahnhof mit dem Teilstück Werdau–Reichenbach eröffnet.
Gebaut wurde die Strecke von der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn-Compagnie.
Das Empfangsgebäude war ein repräsentativer, dreistöckiger Bau mit einem überdachten Hausbahnsteig.
Der Weiterbau nach Süden bis Plauen verzögerte sich, weil erst die Göltzschtalbrücke gebaut werden musste.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Reichenbach (Vogtl) ob Bf wurde am 31. Mai 1846 mit dem Teilstück Werdau–Reichenbach der Bahnstrecke Leipzig–Hof eröffnet.
Zwischen 1963 und 2012 endete hier die Elektrifizierung aus dem Norden, sodass Züge nach Hof umgespannt werden mussten; das Bahnbetriebswerk gehörte einst zu den fünf größten der Reichsbahn.
Wenige Kilometer entfernt überspannt die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelbrücke der Welt, das Tal.
Ein Bahnhof mit drei Namen
Im Lauf der Zeit trug der Bahnhof drei verschiedene Namen.
Bis 1895 hieß er Reichenbach i.V., danach Reichenbach i.V. ob Bf.
Seit dem 1. Juli 1911 heißt er Reichenbach (Vogtl) ob Bf.
Die Zusätze halfen, den oberen vom unteren Bahnhof zu unterscheiden.

Wo die Fahrdrähte endeten
Zwischen 1963 und 2012 endete in Reichenbach die Elektrifizierung aus Leipzig und Zwickau.
Alle Züge nach Süden in Richtung Hof mussten deshalb hier umgespannt werden.
Von da an fuhren sie über Plauen oberer Bahnhof mit einer anderen Lok weiter.
Erst mit der späteren Elektrifizierung bis Hof fiel dieser Wechsel weg.
So war Reichenbach lange ein wichtiger Betriebspunkt an der Strecke.

Ein großes Bahnbetriebswerk
Seit der Eröffnung 1846 gab es in Reichenbach eine Lokstation.
Aus ihr ging später das Bahnbetriebswerk Reichenbach hervor.
Ab Ende der 1960er Jahre gehörte es zu den fünf größten Bahnbetriebswerken der Deutschen Reichsbahn.
Es war zudem das erste Bahnbetriebswerk der Reichsbahn ganz ohne Dampflokomotiven.
Die einst wichtige Dienststelle wurde 1999 geschlossen.

Eine Stadt im Vogtland
Reichenbach im Vogtland ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Vogtlandkreis.
Die Stadt entwickelte sich in verkehrsgünstiger Lage nahe der Burg Mylau.
Der Name ist urkundlich erstmals 1212 belegt.
Um 1240 erhielt der Ort das Stadtrecht.

Von der Weberei zur Gartenstadt
Reichenbach war lange eine Stadt der Textilindustrie und der Weber.
Die berühmte Theaterprinzipalin Friederike Caroline Neuber, die Neuberin, stammt aus Reichenbach.
Im Jahr 2009 war die Stadt Gastgeberin einer sächsischen Landesgartenschau.
Aus dem Gelände wurde der Park der Generationen, der bis heute zum Spazieren einlädt.

Die Göltzschtalbrücke in der Nähe
Nur wenige Kilometer von Reichenbach überspannt die Göltzschtalbrücke das Tal der Göltzsch.
Sie gilt als die größte Ziegelbrücke der Welt.
Über sie führt bis heute die Bahnstrecke Leipzig–Hof.
Ihr Bau war der Grund, warum die Strecke nach Süden erst später weitergebaut werden konnte.

Ankommen in Reichenbach im Vogtland
Wer in Reichenbach ankommt, steht an einem Bahnhof mit einer langen Betriebsgeschichte.
Vom oberen Bahnhof führt der Weg hinunter in die Innenstadt.
Dort warten der Marktplatz, alte Kirchen und der Park der Generationen.
Und wer weiterfährt, überquert schon bald die gewaltige Göltzschtalbrücke.

Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Reichenbach eröffnet?
Warum mussten Züge in Reichenbach umgespannt werden?
Was war am Bahnbetriebswerk besonders?
Was hat es mit der Göltzschtalbrücke auf sich?
Was kann man in Reichenbach sehen?
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